Donnerstag, 12. Juni 2014

Joga Bonito - Weltmeister 2014



Weltmeisterschaft in Brasilien - mehr Fußball geht nicht! Tempo, Tricks und Tore werden wir zusehen bekommen. Das Ganze in Perfektion beherrscht seit jeher keiner besser als die Gastgeber höchstpersönlich. Logische Konsequenz ist, dass Brasilien seinen sechsten Titel holt. 
 
Die Brasilianer werden alle Fans und Kritiker mit ihrer Spielweise in Ekstase versetzen und die Gegner in bester Manier wie Slalomstangen aussehen lassen. In den letzte Jahren haben die Brasilianer kaum ein Pflichtspiel bestritten, da sie für die WM gesetzt waren. Und so wird sich Stärke der jetzt schon hochgehandelten Brasilianer erst während des Turniers zeigen. Was ich meine, hat man ansatzweise schon im letzten Jahr beim Confed-Cup bewundern können. Brasilien siegte im Finale gegen chancenlose Spanier mit 3:0.

Bei der Kaderzusammenstellung ging der Teamgeist vor. Filipe Scolari normierte die 23 Spieler, welche schon im Vorjahr dabei waren. Er verzichtete auf große Namen wie Kaka und Ronaldinho und hat sich damit nicht nur Freunde gemacht. Aber sein Team ist intelligent zusammengestellt. Da finden sich der in Europa unterschätzte Fred im Sturm und Mittelfeldspieler wie Paulinho und Hernanes. Allesamt keine Weltstars, aber die Chemie stimmt. Die Truppe wird angeführt von den Leadern Thiago Silva und Ramires. 

Mit Oscar, Willian, Bernard, Fernandinho und Neymar kommen dazu jeder Menge junge Spieler die Zaubern können wie zuletzt die Weltmeister von 2002 Rivaldo, Ronaldo, Roberto Carlos und Kollegen. Nebenbei bemerkt, Trainer damals wie heute: Felipe Scolari. Insbesondere von Neymar werden die Europäer Dinge sehen, die sie bisher nicht kannten. In Barcelona hat er in 41 Spielen 15 Tore und 15 Assists verbuchen können. Eine ordentliche Saison. Aber bei der WM wird er wieder explodieren - so wie man ihn kennt aus seiner Zeit beim FC Santos. Das System ist genau auf ihn abgestimmt und genau wie bei Ronaldinho 2002 weiß Scolari genau, wie er seinen spektakulärsten Spieler zu perfekter Effektivität lenken wird. In der Nationalmannschaft hat Neymar in 48 Spielen 30 Mal getroffen. Bei der WM werden einige Tore hinzukommen.
Das Team, welches sich stark mit den Demonstranten im eigenen Land solidarisiert hat, will den Brasilianern zudem den Traum vom WM-Titel im eigenen Land schenken. Dass dieser Druck zu groß für das Team sein wird, glaube ich nicht. Die Spieler werden Kraft und Motivation daraus schöpfen, wie beeindruckend ihre Fans, Freunde, und Familien für ein gerechteres Brasilien kämpfen.

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