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Montag, 8. Februar 2016

Das Einheitstrikot kommt

Zwei Jahre soll das türkische Jugend- und Sportministerium an der Verwirklichung dieses Planes gearbeitet haben. Es soll Schluss gemacht werden mit dem Kleidungs-Chaos bei den Auswahlteams. Nun präsentierte das Ministerium das Ergebnis. Das Einheitstrikot für alle türkischen nationalen Sportverbände ist heiß, brandheiß.

Das Jugend- und Sportministerium stellte die Entwürfe für eine Kollektion die für alle Nationalteams des Landes genutzt werden soll der Öffentlichkeit vor. Flammen die das Trikot brennen lassen, sind der Blickfang der Einheitstrikots. Wahlweise in Rot, Weiß oder auch in der neuen Farbe der neuen Türkei: Türkis. Die türkise Variante wurde jedoch noch nicht öffentlich bekannt. Das Ministerium will mit den Einheitstrikots für ein einheitliches Auftreten der türkischen SportlerInnen über die Sportarten hinweg sorgen. Es soll das herrschende Chaos beseitigt werden, in dem jeder Verband mit eigenen Trikots international auftritt. Zudem wird darauf verwiesen, dass auch die meisten entwickelten Staaten mit Einheitstrikots auflaufen würden. Welche das seien gab das Ministerium, jedoch nicht bekannt.

Spiel mit Flammen auf dem Einheitstrikot


Klar, dass die sozialen Medien sich nicht zurückhalten konnten. Dabei steht weniger das Einheitsdress an sich in der Kritik, sondern viel mehr das Feuer-Design. Wie bei Twitter-Phänomen @sikroncan wird zumeist nur noch ironisch auf den Design-Coup reagiert.

Das Flammen Motiv setzt sich fort


Eine Reaktion der einzelnen Verbände steht auch knapp eine Woche nach Veröffentlichung der Einheitskleidung noch aus. Offene Kritik wird es dabei wohl kaum geben, das bis jetzt aber auch noch kein Verband jubelnd vorgeprescht ist, könnte ebenfalls Aufschluss über die Akzeptanz des Trikotsatzes geben Gespannt darf man jedoch darauf warten, welches Team als erstes im neuen Look auch international für Furore sorgt. Die Fußballer? Die Schwimmerinnen? Die Ringer? Wetten werden hier entgegengenommen.

Wahlweise: Flammen in Weiß


Das twittert die Twitter-Community zum Thema Nationaltrikot



Sonntag, 22. Februar 2015

Verrückte Regeln - Wenn ein Elfmeter über die Dauer einer Sperre entscheidet




Das Berliner Katzbachstadion bietet im idyllischen Viktoria Park gelegen an einem sonnigen Tag den perfekten Ort für Fußballphilosophen und ihre Geschichten. Als ich letzte Woche auf meinen alten Trainer traf, wollte dieser mich mit einer Erinnerung an eine Kuriosität aus unser Vergangenheit vom Comeback überzeugen. 

Von Zeit zu Zeit vertrieben wir uns gemeinsam unsere spielfreien Wochenenden mit Einsätzen in der Freizeitmannschaft unseres Vereins. In einem dieser Spiele merkten wir schnell, dass die Gegner das Fußball-Einmaleins nicht sicher beherrschten, so nutzen wir des Gegners Unkenntnis darüber, dass es beim Einwurf kein Abseits gibt, eiskalt zum Torerfolg aus. Noch heute amüsieren wir uns köstlich über die verdutzen Gesichter und wilden Diskussionen unserer Hobbyfußballkollegen. 

Tiefergehende Comeback-Überzeugungsversuche stoppte ich damit, dass ich die Diskussion aufs Thema Regeln lenkte und die Frage in den Raum stellte, welche Regeln denn wohl die unbekannteste ist. Wir schwadronierten über Abseits beim Abstoß und Abschlag, über die Rolle der Eckfahne, was passiert wenn ein Fan oder ein Auswechselspieler den Ball auf der Linie wegschlägt und vieles mehr.

Doch beim heutigen Doppelpass rief Thomas Strunz im Rahmen der "Dreifachbestrafungs-Diskussion" die aktuell wohl absurdeste Regel in Erinnerung. Nach einer Verhinderung einer klaren Torchance im Strafraum, gibt es Elfmeter und Rot inklusive anschließender Sperre. Die Diskussion ob die Rote gerechtfertigt ist, hin oder her, es  wird noch kurioser. Denn was bitte soll es, dass der Elfmeter darüber entscheidet, wie lange der Rotsünder gesperrt wird. Trifft der Schütze, gibt es ein Spiel Sperre. Trifft er nicht, sind es zwei. "?". Wer bitte denkt sich sowas aus. Soll der Trainer, im Fall eines Spiels welches schon entschieden ist, seinem Torwart zurufen, dass er den Ball rein lassen soll, damit der Mitspieler nur ein Mal aussetzen muss? 

Für März hat die FIFA das Thema immerhin auf die Tagesordnung gesetzt. Bleibt zu hoffen, dass die Herren in Nadelstreifen  nicht probieren ihre Fehler mit neuen Absurditäten zu korrigieren.