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Mittwoch, 11. Oktober 2017

Update: Außenminister lässt US- Sportlerinnen einreisen

Emma Cannon und Brionne Jones Spielerinnen des russischen Basketball Europaligisten dürfen nun doch in die Türkei zum heutigen Spiel gegen Fenerbahce einreisen. Zuvor war ihnen die Einreise aufgrund eines Einreisverbotes gegen US-Amerikaner verboten worden. Nun hat der türkische Außenminister zu mindestens für Emma Cannon und Brionne Jones ein Außnahme gemacht. 


Am gestrigen Dienstag erschütterte die Nachricht des Einreiseverbotes von Cannon und Jones den russisches Sport. Als Skandal betitelte Klubchef Oleg Hramkin das Einreiseverbot. (siehe Einreiseverbot für US-Sportler )  Auch vorherige Kontaktaufnahme zum internationalen Basketballverband (FIBA) half den Russen nicht. Die türkische Seite stellte sich stur und beharrte darauf, dass seit dem 8. Oktober keine US-Bürger mehr in das Land einreisen dürfen, die nicht über ein zuvor ausgestelltes Visum verfügen. Neue Visa werden an US-Bürger nicht vergeben, heisst es dort.

Das ein Einreiseverbot von Sportlern, aufgrund ihrer Herkunft gegen die Grundlagen des Sport verstößt war den Entscheidern gestern noch egal. Heute jedoch wurde zurück gerudert. Stunden vor Spielbeginn wurde den beiden Sportlerinnen erlaubt ihrem Team hinterher zu reisen. Der Klub Orenburg sah aber davon ab die Spielerinnnen ihrem am Dienstag in die Türkei geflogenen Team nach reisen zu lassen und tritt nur mit einem 8-köpfigen Kader in Istanbul an. Somit bleibt auch weiterhin möglich, das der Klub sich aufgrund der Benachteiligungen durch die türkische Regierung im Anschluß an die Partie an die FIBA wendet um eine Bestrafung des türkischen Klubs bzw. des Verbandes zu erlangen.  

Meldung zum Spiel gg. Fenerbahçe auf der Homepage von Orenburg

US-Sportler aufgepasst


Fakt ist jedoch, das mit Emma Cannon und Brionne Jones zu mindestens zwei Sportlerinnen in die Türkei einreisen durften, während der US-Bann weiterhin besteht und alle US-Amerikaner an den türkischen Grenzen abgewiesen werde, sofern sie nicht über ein Visum verfügen, welches vor dem 8. Oktober erstellt wurde. Für Sportvereine und Sportler gilt bei Reisen in die Türkei gut zu planen. Kontaktaufnahme zur Presse und zum türkischen Außenminister direkt scheinen erfolgsversprechender zu sein als die Kontaktaufnahme zu den internationalen Sportsverbänden, welche anscheinend ratlos dem Visa-Krieg zwischen der USA und der Türkei gegenüberstehen.

Live im Internet

Die Partie zwischen Fenerbahce und Orenburg wird um 19 Uhr (20 Uhr Ortszeit) angepfiffen und auf dem Haussender des Istanbuler Klubs, FB TV, live übertragen.




Ergänzung: In einer älteren Version dieses Artikels gingen wir noch davon aus, das Orenburg versucht nachträglich die Spielerinnen in die Türkei einfliegen zu lassen. Dies stellte sich jedoch im Laufe des Abends als falsch heraus. Die Spielerinnen mit US-Pass blieben zu Hause in Russland. Der Artikel wurde dementsprechend aktualisiert.


Weiterführende Artikel


Am heutigen Dienstag wurde Emma Cannon und Brionne Jones, zwei Spielerinnen des russischen Basketball Europaligisten Nadejda Orenburg, die Einreise in die Türkei verboten. Ihr Team soll am morgigen Mittwoch gegen den türkischen Klub Fenerbahçe antreten. Hintergrund des Einreiseverbotes ist eine Maßnahme der Türkei, die seit Sonntagnacht, die Einreise von US-Bürgern, die nicht über ein vor dem 8.10.2017 erteiltes Visum verfügen verbietet. Ein US-Bann. ...

tumds.blogspot.de - 10. Oktober 2017, Dienstag




Dienstag, 10. Oktober 2017

Einreiseverbot für US-Sportler

Am heutigen Dienstag wurde Emma Cannon und Brionne Jones, zwei Spielerinnen des russischen Basketball Europaligisten Nadejda Orenburg, die Einreise in die Türkei verboten. Ihr Team soll am morgigen Mittwoch gegen den türkischen Klub Fenerbahçe antreten. Hintergrund des Einreiseverbotes ist eine Maßnahme der Türkei, die seit Sonntagnacht, die Einreise von US-Bürgern, die nicht über ein vor dem 8.10.2017 erteiltes Visum verfügen verbietet. Ein US-Bann.

Das Einreiseverbot für US-Bürger ohne Visum ist eine Reaktion der türkischen Regierung, auf die am Sonntag angekündigte Schließung der US-Vertretungen in der Türkei für Publikumsverkehr. In einer u.a. auf Twitter verbreiteten Erklärung, stellt die US-Botschaft fest, dass der Publikumsverkehr für alle Visa, außerhalb der Migrations-Visa vorübergehend eingestellt sei. Damit soll die Sicherheit der Angestellten und der Missionen gewährleistet werden. Dem vorausgegangen war eine Festnahme eines Angestellten des Konsulates in Istanbul. Dem türkischen Mitarbeiter wird, wie so oft in der Türkei, der Vorwurf der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung gemacht. In diesem Falle, wohl die Organisation um den Prediger Fetullah Gülen, der in der USA lebt und von der türkischen Regierung für den gescheiterten Putschversuch 2016 verantwortlich gemacht wird.  Zuvor gab es auch schon im türkischen Adana eine Festnahme eines US-Mitarbeiters.

Homepage von Orenburg mit der Meldung zum Einreiseverbot


Einreiseverbot für US-Bürger


Die US-Botschaft weißt daraufhin, dass türkische Staatsbürger überall auf der Welt weiterhin ein Visum für die USA beantragen können, eben zur Zeit nur nicht in der Türkei und das es sich somit nicht um ein Einreiseverbot gegenüber türkischen Staatsbürgern handelt. Die türkische Seite nahm  jedoch die Teil-Schließung der US-Missionen zum Anlaß, ein fast gleichlautende Erklärung zur verfassen, nur mit dem Zusatz, das alle Visa, für US-Bürger nun nicht mehr erteilt werden. Dies traf nun auch, wie viele Reisende, die beiden Sportlerinnen. Denn bis zum Sonntag wurden Visa für US-Bürger an der Grenze selbst bei der Einreise gegen einen Betrag von 30 Dollar erteilt. Nun ist eine Einreise für US-Bürger in die Türkei nicht mehr möglich. 


Fast wortgleiche Erklärungen der Botschaften, der letzte Satz in der Türkischen führte zum US-Bann


„´Geschenk` Erdogans“


Der russische Klub reagierte verärgert. Der Klubchef Oleg Hramkin bezeichnet gegenüber der russischen Agentur Tas das Verhalten der Türkei als Skandal, will jedoch trotzdem gegen Fenerbahce antreten und geht zudem weiterhin von einem Sieg aus. Auf der Homepage des Klubs, wird die Nachricht über das Einreiseverbot der Sportlerinnen mit „´Geschenk` Erdogans“ betitelt. Im Bericht wird daraufhin gewiesen, dass der Klub sich im Vorfeld an den internationalen Basketballverband (FIBA) wandte, doch von der FIBA an die Türkei verwiesen wurde. Auch wenn Vereinschef Hramkin fest an einen Sieg glaubt, wird sich die FIBA wohl spätestens bei einer Niederlage von Orenburg mit dem Fall beschäftigen müssen. Ein Einspruch gegen die Wertung im Nachhinein scheint fast unausweichlich.

Sportverbände gefragt



Auch andere Vereine müssen ihre Spielerinnen und Spieler noch einmal checken vor einer Reise in die Türkei. Kaum zu glauben, das die Sportverbände diese Vorgehen der Türkei so durchgehen lassen.  Wettbewerbsverzerrung ist hier nur ein Stichpunkt. Desweiteren stellt dies einen Eingriff in die Transferpolitik aller Klubs dar. Auch internationale Sportereignisse in der Türkei stehen nunmehr unter einem schlechten Stern. Die Turkish Airlines Open im November oder der internationale Marathon in  Istanbul im Oktober ohne US-Akteure? Dass der Sport internationaler ist, als es die Politik wahrhaben möchte, zeigte sich zuletzt erst in den USA. Denn selbst Trump musste bei seinen Versuchen einen Muslim-Bann in seinem Land einzuführen vor der Macht des Sportes zurückweichen.  Nationale Sportverbände und das nationale olympische Komitee riefen den US-Präsi schnell zurück.  Dass die nationalen Sportverbände in der Türkei offen die Regierung kritisieren und zu einer Kursänderung bewegen scheint unwahrscheinlich, doch ist mit dem Einreiseverbot von Cannon und Jones das Thema erst mal auf dem Tisch.

Samstag, 6. August 2016

Olympia Live-TV Einigung in letzter Sekunde

Die olympischen Spiel in Rio 2016 sind eröffnet und die ganze Welt war zugeschaltet. Ob und wie Bewohner der Türkei die Spiele sehen können, war aber bis Freitag Mittag noch unklar. Erst buchstäblich in letzter Sekunde einigte sich Rechteinhaber Saran Group mit dem staatlichen TV Sender TRT, der nun auch Live Bilder im TV aus Rio sendet.


Da bahnte sich eine paradoxe Posse an, wie man sie sich kaum selbst ausdenken könnte. Wie kaum zuvor hat sich das das nationale Olympische Komitee der Türkei im Vorfeld der olympischen Spiele ins Zeug gelegt. Um die magere Medaillenausbeute der Türkei zu beenden, wird auf  eine neue Strategie gesetzt. Devşirme-SportlerInnen sind die neue Kraft in der Türkei.  Dies sind SportlerInnen, die vorher noch nicht für die Türkei angetreten sind, eingebürgert wurden und zu einem großen Teil, auch noch gar kein Türkisch sprechen. Der Begriff Devşirme, bezieht sich dabei auf einen Begriff aus der Geschichte der Osmanen. Die auf Deutsch „Knabenlese“ genannte Politik des osmanischen Reiches, beschreibt die gut 400 Jahre andauernde Rekrutierung, oft Zwangsrekrutierung von nichtmuslimischen jungen Einwohnern des Reiches zum Militär. Viele dieser machten dann erfolgreich militärische Karriere, entrissen ihrer Herkunft und Familien, waren sie durch langjährige Ausbildung mit Leib und Seele dem Militär und seinen Institutionen verfallen.  Im Sportbereich soll dieser Begriff nun für SportlerInnen stehen, die nachträglich für die Türkei eine Startberechtigung erlangt haben. Und trotz seiner rassistischen Note, wird der Begriff in den gängigen Sportmedien des Landes genutzt um die neuen SportlerInnen zu beschreiben. Knapp 25% der teilnehmenden türkischen Sportlerinnen fallen in diese Kategorie. In Zahlen von den 103 im türkischen Team, kommt jeder vierte nicht aus Bursa, Istanbul, Konya oder Ankara, sondern aus Kenia, Jamaika oder Äthophien. Mit der in Nürnberg geborenen Lara Sanders ist im Basketball, sogar eine US-Amerikanerin dabei.




Ziel dieser Maßnahme sollen mehr Medaillen sein, die das Interesse an den Sportarten im Lande fördern sollen und somit langfristig neue SportlerInnen auch in der Türkei generieren sollen. Eine ähnliche Strategie, wurde auch schon letztes Jahr im Fußball gefahren. Auch hier sollte durch die Aufhebung der Kontingente für Ausländer im Team, türkische Spieler motiviert werden und von den Erfahrungen der Migranten profitiert werden.


Sportminister mit am Tisch


Gerade im Bezug auf die Anstrengungen des nationalen olympischen Komitees war die Hängepartie um die Übertragungsrechte jedoch paradox. Was würden  wo mögliche  Medaillen bringen, wenn sie nicht im TV live zelebriert werden würden? Denn noch zwei Tage vor Beginn der Spiele, ließ TRT verkünden, dass es keine Übertragung auf dem stattlichen Sender geben werde. Erst Hashtags bei Twitter, die TRT aufforderten die Spiele zu übertragen, brachten den Sender wohl nochmal an den Verhandlungstisch mit der Saran Group zurück.  Diese richteten aber schon einmal vorsorglich eine You Tube Seite ein, zu der sie im Internet ankündigten, das türkische Sportfans auf jeden Fall in den Genuss einer türkischen Übertragung kämen, zur Not eben auf You Tube. Wieviel TRT im letzten Moment für die Übertragungsrechte nun bezahlen musste wurde nicht bekannt. Aber das die Übertragung zum Schluss zu einem Politikum wurde, zeigt die Danksagung von Selim Usta, dem Chef der Sportabteilung der Saran Group, an den Sportminister des Landes, Akif Çağatay Kılıç. Bedankte wurde sich ausdrücklich für den Einsatz des Ministers während der Vertragsverhandlungen mit dem staatlichen TV.


Eine Nichtübertragung der Spiele wäre ja nicht nur kontraproduktiv für die Ziele des NOC, sondern auch peinlich für die Türkei. Schließlich hatte sich das Land zuletzt mit Istanbul fast jedes mal  seit der Jahrtausendwende  um die Austragung der Spiele beworben (2000,2004,2008, 2012, 2020). Für die Spiele 2020 war Istanbul für die Türkei, sogar erstmals in der finalen Abstimmungsrunde gelandet, scheiterte dann letztendlich an Tokio. Das die Türkei auch bei der nächsten Bewerbungsrunde wieder dabei sein wird, steht so gut wie außer Frage, da wäre eine Nichtübertragung der Spiele aus Rio, schon ein Grund für ein frühes Ausscheiden. Motto: Wer die Übertragung der Spiele nicht hinbekommt, wie kann er sie dann adäquat beheimaten?

Liste aller Broadcaster von #RIO2016



Freitag, 13. Mai 2016

Das Final-Four in Berlin

Nicht wundern, wenn in Berlin die nächsten Tage bunte und laute Fans durch die Straßen ziehen. Am Wochenende steht in der Berliner Arena das Final Four der Basketball Euroleague an. Mit dabei sind ZSKA Moskau und Lok Kuban Krasnodar aus Russland, Laboral Kutxa aus Spanien sowie Fenerbahçe aus der Türkei. Start der Finalrunde ist am Freitag um 18 Uhr, das Finale wird am Pfingstsonntag um 20 Uhr angepfiffen.



Der wichtigste europäische Basketball Wettbewerb wird seit dem Jahr 2000 ausgetragen und wie auch schon im letzten Berliner-Finale 2009 ist ZSKA Moskau erneut dabei. Damals schafften es die Moskauer zwar ins Berliner Finale, mussten sich dann aber gegen Panathinaikos Athen mit dem zweiten Platz zufrieden geben. ZSKA Moskau spielt jedoch seit Jahren eine prominente Rolle im Wettbewerb und zählt als Final-Four Abonnement. In den letzten 14 Jahren, waren sie gleich 13 mal in der Endrunde, zuletzt fünf mal in Folge. Dabei konnten sie vier Finalspiele austragen und zweimal den Cup gewinnen. Zuletzt 2008. So geht ZSKA Moskau als routinierter Favorit in die Berliner Finalrunde, zudem die große Konkurrenz der letzten Jahre von Real Madrid, Maccabi Tel Aviv und den griechischen Klubs Olympiakos und Panathinaikos fehlt. Zudem kann das Team auch auf Unterstützung aus der Halle zähen, die deutsch-russische Community Berlins hat sich angesagt.

Heimspiel für Fenerbahçe


Mit dabei ist hingegen nun schon zum zweiten Mal in Folge Fenerbahçe und die Istanbuler werden in Berlin einen Heimvorteil genießen. Zudem bekommen die zahlreichen Berliner Fenerbahce-Fans Unterstützung. Auf den Berliner Flughäfen waren die Vereinsfarben dunkelblau-gelb der Kanierenvögel genannten Istanbuler unübersehbare Farbtupfer. Doch nicht nur die Unterstützung der Fans lässt den Klub auf den großen Coup hoffen. Noch nie hat ein türkisches Team den Titel geholt geschweige es bis in das Finalspiel geschafft. Doch das soll nun nachgeholt werden. Garant dessen soll Meistertrainer Zeljko Obradovic sein. Zum 15. Mal steht Obradovic in der Finalrunde. Den europäischen Titel hat schon er 8 mal gewonnen. Falls ihm das am Sonntag erneut gelingen sollte, wird nicht nur die Kanzone am Alexanderplatz, sondern auch der Ku´damm am Sonntagabend zur Partymeile. 

Fenerbahce-Team wird von Fans am Flughafen Tegel empfangen


Die Außenseiter


Das die Teams von Laboral Kutxa und Krasnodar dabei sind, gilt als Überraschung. Laboral Kutxa, das ständig den Namen wechselnde Team, aus dem spanischen Vitoria, hat zwar schon 5 mal in den Final-Four gestanden, es bis jetzt aber noch nie in das Endspiel geschafft. Ob es mit dem neuen Namen klappt? Qualifizieren müsste sich das Team mit einem Sieg über Fenerbahce/Obradovic.
Für Lok Kuban Krasnodar ist es, sogar das erste mal überhaupt das man in den Finalspielen dabei ist und dann geht es heute gleich im Start gegen den Favoriten Moskau im ersten inner-russischen Duell der Final-Four Geschichte.


Russisch-türkisches Finale?


Das das Finale Moskau-Istanbul heißt glauben auch die Wettbüros. Als Hauptkandidat auf den Titel gilt hier Moskau (durchschnittliche Quote von 2,0) vor Fener (2,8), während ein Sieg des spanischen Klubs mit 7,0 gehandelt wird. Bei einem Turniersieg von Krasnador sind sogar Traumqouten von 9.0 drin.  


Ein Endspiel zwischen Moskau und Istanbul würde jedoch nicht nur für sportliche Brisanz sorgen, seit dem Abschuß einer russischen Militärmaschine über Syrien im November 2015 befinden sich beide Länder in einer Art kalten Krieg, der zuletzt auch immer wieder sportliche Veranstaltungen in Mitleidenschaft gezogen hat. Bleibt zu Hoffen, das Fans und Funktionäre beider Klubs dies im Blick haben und das womögliche Finalspiel beider Teams sportlich fair über die Bühne geht. Aber vielleicht kommt alles ja ganz anders als zu erwarten ist.


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Sport wird zum Spielball in türkisch-russischer Krise

Sport kann Menschen zusammenbringen, Sport kann ein Vorreiter auch für die Politik sein. All zu oft gerät der Sport aber zum Spielball der Politik. So sind die türkisch russischen Beziehungen nach dem Abschuß eines russischen Kampfjets über Syrien durch die türkische Armee, zutiefst gestört. Beide Länder belegen sich gegenseitig mit den unterschiedlichsten Sanktionen. Darunter leidet auch der Sport. Wir haben die aktuellen Auswirkungen der türkisch-russischen Krise auf die Sportwelt kurz zusammengefasst. ...


tumds.blogspot.de - 2 Dezember 2015, Mittwoch
© tumds.blogspot.de


Aktuelle Tweets zum Final-Four Hashtag #F4GLORY 



Samstag, 19. Dezember 2015

Bestes Interview des Jahres 2015 Kategorie Sport

Auch das Sportjahr 2015 geht zu Ende. Kurz auf der Zielgeraden wird das Jahr abgerundet mit einem sportjournalistischen Höhepunkt. Gespräche in der Interview-Zone im Anschluß an Sportereignisse gehören zum Alltag. Doch was im Anschluß an die Begegnung Adana Botaş gegen Galatasaray (73-70) in der türkischen Süperlig passierte, hat das Zeug zu einem ungewollten viralen Hit.

TRT Spor: Gute Stimmung beim Interview

Der Journalist vom staatlichen Sender „TRT Spor“ startete sein Interview mit seiner Gesprächspartnerin standardisiert mit einem Glückwunsch aufgrund des gewonnen Spiels. Danach wollte er eine Statement der Spielerin bekommen und hielt ihr das Mikrofon hin. Sie antwortete mit einem verwunderten „Äh“ und dem Wort „English“. Darauf stammelte der TRT- Sprecher: „ Äh, Äh, Okay. Okay, Thank you. Thank you.“ bevor er zurück zu seinem Kollegen in die Zentrale gab. 

Hier das beeindruckende Interview in voller Länge.


Hier wurden wir wohl Zeuge des kürzesten Interviews des Jahres. Es könnte auch sein, das der Journalist einfach nur Angst hatte sich mit rudimentären Englisch-Kenntnissen zum Gespött der Internet-Community zu machen. So gibt es bei YouTube eine sehr beliebte Liste in der  die 50 besten Englisch Varianten ala Turka von Reportern, Sportlern und Trainern aus der Türkei dokumentiert werden. So macht Sport-Journalismus Spaß.

Mittwoch, 11. November 2015

Oops! He did it again.

Seit einigen Tagen begegnet uns in den sozialen Medien erneut ein Video von einem halbnackten, Speckröllchen schwingenden Basketball Fan. Viele fragen sich, was geht da genau ab? Wir haben einen Blick hinter das Video geworfen.

„Jiggly Boy" Returns...and KG Approves, heisst das Video, welches allein bei Youtube schon über 7 Millionen mal gesehen wurde. Star des Videos ist nicht Basketball Star Kevin Garnett, sondern John Sweeney aka „Jiggly Boy“, der Wackel-Junge. Seinen Spitznamen hat der Minnesota Timberwolves Fan von den Medien verpasst bekommen. Und das schon vor zehn Jahren. Da hielt es ihn nicht mehr auf den Sitzen und er tanzte sich auf den Treppenstufen der Sporthalle in die Herzen der Fans. Vor den Augen der Zuschauer und der Kameras zerriss er sich enthusiastisch sein T-Shirt und ließ seinen Körper schwungvoll zur Musik wackeln. Zum Vorschein kam nicht nur sein nackter und wallender Oberkörper. Auf ihm hatte er zudem seine Liebe zu den Wolves und KG, eben Kevin Garnett, schrftlich fixiert. Seine spektakuläre Tanzeinlage wurde dann aber von der eilig herbeieilenden Security unterbrochen.

Doppeltes Comeback


Nun, 2015, sollte Kevin Garnett nach zehn Jahren endlich wieder bei den Wolves spielen. Die Rückkehr des Stars. Und im Vorfeld der Rückkehr bekam John Sweeney eine Nachricht mit der Frage: „KG kommt zurück, was ist mit Jiggly?“  Denn Sweeney verschwand nach seinem atemberaubenden Auftritt von vor 10 Jahren und machte sich rar im Hallenrund. Dann beim Comeback von Kevin Garnett saß er wieder in der Halle in Begleitung seiner beiden Söhne. Und natürlich trugen er und seine Kids die blauen Dresses der Wolves. Dann bei der klassischen Zuschaueranimation „Show us your moves“, blieb die Hallen-Kamera dann auch auf ihm hängen. Einmal, ganz kurz. Und das Publikum erkannte ihn wieder und jubelte, - nach all den Jahren. Der Hallensprecher hingegen brauchte einen Moment ehe er Richtung Kamera-Regie fragte:“ Moment, können wir hier mal zurück gehen?“. Schwupss, brachte die Kamera erneut Sweeney ins Bild. Noch größerer Jubel brandete auf. Doch Sweeney saß etwas schüchtern zwischen seinen jetzt schon tanzenden Söhnen. Er hatte wohl keine Lust auf eine neue Tanzeinlage. Die Kamera schwenkte ab. Doch der Hallensprecher ließ nicht locker und leitete den nächsten Schwenk auf Sweeney mit: „Laßt es uns nochmal versuchen“ ein. Bang! Sweeney war wieder im Bild, die Halle tobte. Sweeney schaute noch sichtlich verunsichert zu seinen beiden Kindern, ehe der Stadion-DJ Ushers „Yeah“ auflegte. Da gab es dann auch bei Sweeney kein Halten mehr. Und abermals wurden die Hallentreppen zur Tanzfläche umfunktioniert. In Sekunden war auch das Trikot wieder verschwunden und der in die Jahre gekommende Sweeney ließ noch einmal spektakulär seinen Körper rollen. Seine Kids fungierten dabei als fröhliche Backgroundtänzer.

Sweeney in Action

Philosophische Fragen


Egal wie spontan das ganze Video scheint, Sweeney war vorbereitet auf sein Comeback. Denn auf seiner nackten Haut stand diesmal: „Welcome Home KG“.  Sein Comeback als hüftschwingender Tänzer kam auch bei KG gut an, vom Hallenparkett grüßte er seinen wohl ungewöhnlichsten Fan. Der US-amerikanischen Presse sagte Garnett später süffisant: „Ich glaube wenn du einen fetten Typen siehst, oben ohne, tanzend mit deinem Namen auf seinem Bauch, dann gibst du ihm etwas Aufmerksamkeit, zu mindestens für ein paar Sekunden.“ Und auch Sweeney legte nochmal nach: „ Auf dem nach Hause Weg hatte ich mit meinen Söhnen im Auto eine philosophische Diskussion darüber wann es gestattet ist, sein T-Shirt auszuziehen.“

Wir wissen zwar nicht zu welchem Schluß die Familie Sweeney gekommen ist, aber fest steht: Die Welt giert nach mehr solchen rührenden, emotionalen und lustigen Momenten. Dafür gilt Dank der Familie Sweeney.


Das Video: „Jiggly Boy" Returns...and KG Approves