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Montag, 20. Juni 2016

1,2, Titel Nummer 3

Vor den Spaniern war es noch keinem Team gelungen, den Europameistertitel zu verteidigen und nun schicken sich die Spieler der Selección an, sogar den Titel-Hattrick perfekt zu machen. Spanien ist mein #EMBattle-Favorit.

Die ganze Welt schwärmt von Andreas Iniesta. Er sei in der Form seines Lebens, schreiben sämtliche europäische Sportmedien. Und sie haben damit recht. Der 32-jährige hat den Abgang seines langjährigen Partners Xavi wohl endgültig verkraftet. Bei der WM 2014 schien er mit der Rolle als alleiniger Taktgeber überfordert. In diesem Jahr überragt Iniesta. Er wird schon mit dem großen Andrea Pirlo verglichen. Dieser Vergleich trifft zu. Wie schon Pirlo, scheint auch die Fußballkunst von Andres Iniesta ein guter Wein zu sein. Um so älter, um so besser. 


Aber es ist nicht nur in Iniesta der Spanien zu alter Stärke verholfen hat. Die Rückkehr zum System mit einem echten Mittelstürmer, macht die Elf von Vincente del Bosque noch unberechenbarer. Natürlich haben sie im Gegensatz zu anderen Mannschaften, welche noch auf die falsche Neun bauen, mit Alvaro Morata auch den perfekten Spieler dafür im Kader. Der Torjäger von Juventus Turin gibt der sonst auf Kurzpassspiel spezialisierten Spanischen 11 eine brandgefährliche Variabilität im Angriff.

Da können die Italiener noch so erfahren sein, da können die Belgier eine noch so goldene Generation haben, da können die Engländer noch so viele Stürmer im Kader haben, da kann Deutschland kommen, da kann der Gastgeber mit seinen Fans im Rücken alles versuchen, am Ende werden die Spanier den Pokal nicht hergeben. 

Die Ausgeglichenheit zwischen offensive und defensive wird sich durchsetzen, denn neben all dem Lob über Iniesta und seine offensiv Kollegen, darf man nicht vergessen, dass Spanien mit Sergio Ramos und Gerard Pique auch noch zwei der besten Innenverteidiger der Welt aufs Feld schickt. Dahinter steht mit David de Gea ein junger Torwart, der sich gerade aufmacht in den elitären Kreis der Weltklassetorhüter zu Manuel Neuer und Gigi Buffon aufzusteigen.

Logische Konsequenz - Europameistertitel Abonement für Spanien! 

Vamos!

Die #EMBattle-Turnierleitung hat mir mitgeteilt, dass mein Tipp "Italien, denn sie haben keine Angst" nicht gültig am #EMBattle2016 teilnehmen kann, da Italien schon vergeben ist. Daher präsentiere ich mit Spanien meinen #EMBattle Favoriten. Wer jetzt denkt, Spanien wäre nur meine zweite Wahl, liegt falsch. In mir schlagen halt zwei Herzen und im Fußball entscheiden im Endeffekt manchmal  dann doch nur Nouancen oder der Fußballgott und der heißt nunmal Andres Iniesta.

Freitag, 13. Mai 2016

Das Final-Four in Berlin

Nicht wundern, wenn in Berlin die nächsten Tage bunte und laute Fans durch die Straßen ziehen. Am Wochenende steht in der Berliner Arena das Final Four der Basketball Euroleague an. Mit dabei sind ZSKA Moskau und Lok Kuban Krasnodar aus Russland, Laboral Kutxa aus Spanien sowie Fenerbahçe aus der Türkei. Start der Finalrunde ist am Freitag um 18 Uhr, das Finale wird am Pfingstsonntag um 20 Uhr angepfiffen.



Der wichtigste europäische Basketball Wettbewerb wird seit dem Jahr 2000 ausgetragen und wie auch schon im letzten Berliner-Finale 2009 ist ZSKA Moskau erneut dabei. Damals schafften es die Moskauer zwar ins Berliner Finale, mussten sich dann aber gegen Panathinaikos Athen mit dem zweiten Platz zufrieden geben. ZSKA Moskau spielt jedoch seit Jahren eine prominente Rolle im Wettbewerb und zählt als Final-Four Abonnement. In den letzten 14 Jahren, waren sie gleich 13 mal in der Endrunde, zuletzt fünf mal in Folge. Dabei konnten sie vier Finalspiele austragen und zweimal den Cup gewinnen. Zuletzt 2008. So geht ZSKA Moskau als routinierter Favorit in die Berliner Finalrunde, zudem die große Konkurrenz der letzten Jahre von Real Madrid, Maccabi Tel Aviv und den griechischen Klubs Olympiakos und Panathinaikos fehlt. Zudem kann das Team auch auf Unterstützung aus der Halle zähen, die deutsch-russische Community Berlins hat sich angesagt.

Heimspiel für Fenerbahçe


Mit dabei ist hingegen nun schon zum zweiten Mal in Folge Fenerbahçe und die Istanbuler werden in Berlin einen Heimvorteil genießen. Zudem bekommen die zahlreichen Berliner Fenerbahce-Fans Unterstützung. Auf den Berliner Flughäfen waren die Vereinsfarben dunkelblau-gelb der Kanierenvögel genannten Istanbuler unübersehbare Farbtupfer. Doch nicht nur die Unterstützung der Fans lässt den Klub auf den großen Coup hoffen. Noch nie hat ein türkisches Team den Titel geholt geschweige es bis in das Finalspiel geschafft. Doch das soll nun nachgeholt werden. Garant dessen soll Meistertrainer Zeljko Obradovic sein. Zum 15. Mal steht Obradovic in der Finalrunde. Den europäischen Titel hat schon er 8 mal gewonnen. Falls ihm das am Sonntag erneut gelingen sollte, wird nicht nur die Kanzone am Alexanderplatz, sondern auch der Ku´damm am Sonntagabend zur Partymeile. 

Fenerbahce-Team wird von Fans am Flughafen Tegel empfangen


Die Außenseiter


Das die Teams von Laboral Kutxa und Krasnodar dabei sind, gilt als Überraschung. Laboral Kutxa, das ständig den Namen wechselnde Team, aus dem spanischen Vitoria, hat zwar schon 5 mal in den Final-Four gestanden, es bis jetzt aber noch nie in das Endspiel geschafft. Ob es mit dem neuen Namen klappt? Qualifizieren müsste sich das Team mit einem Sieg über Fenerbahce/Obradovic.
Für Lok Kuban Krasnodar ist es, sogar das erste mal überhaupt das man in den Finalspielen dabei ist und dann geht es heute gleich im Start gegen den Favoriten Moskau im ersten inner-russischen Duell der Final-Four Geschichte.


Russisch-türkisches Finale?


Das das Finale Moskau-Istanbul heißt glauben auch die Wettbüros. Als Hauptkandidat auf den Titel gilt hier Moskau (durchschnittliche Quote von 2,0) vor Fener (2,8), während ein Sieg des spanischen Klubs mit 7,0 gehandelt wird. Bei einem Turniersieg von Krasnador sind sogar Traumqouten von 9.0 drin.  


Ein Endspiel zwischen Moskau und Istanbul würde jedoch nicht nur für sportliche Brisanz sorgen, seit dem Abschuß einer russischen Militärmaschine über Syrien im November 2015 befinden sich beide Länder in einer Art kalten Krieg, der zuletzt auch immer wieder sportliche Veranstaltungen in Mitleidenschaft gezogen hat. Bleibt zu Hoffen, das Fans und Funktionäre beider Klubs dies im Blick haben und das womögliche Finalspiel beider Teams sportlich fair über die Bühne geht. Aber vielleicht kommt alles ja ganz anders als zu erwarten ist.


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tumds.blogspot.de - 2 Dezember 2015, Mittwoch
© tumds.blogspot.de


Aktuelle Tweets zum Final-Four Hashtag #F4GLORY 



Sonntag, 22. Juni 2014

Der zweite Streich

Während Chile noch immer über den klaren Sieg gegen Spanien jubelt, ist hier mal Zeit für Klugscheisserei. Dazu ein Zitat aus dem Vorbericht aus diesem Blog: "Wenn die 20. Fußball-WM der Herren am 12. Juni beginnt, ist es einfach auf die „Großen“ zu setzen. Und zeugt eher davon, medial beschwatzt worden zu sein, als sich an die unübersehbaren Fakten zu halten", hieß es da und sprach Wahrheit. Spaniens Leistung war das Flugticket nach Brasilien nicht wert und die tattoowierte Gang um Arturo Vidal hat dies überdeutlich gemacht. Weitere Demonstrationen werden folgen. Denn das Team ist topfit, rannte gegen Spanien 136 Kilometer und damit 9 mehr als Spanien. Als nächstes warten die Niederlande im Spiel um den Gruppensieg. Je nach Ergebnis geht es im Achtelfinale dann gegen Brasilien, Mexiko oder Kroatien, welche alle noch um die Plätze in der Gruppe A spielen, während Kamerun dort bereits ebenso nach hause fährt wie Spanien und Australien. Es bleibt spannend.

Dienstag, 17. Juni 2014

Der erste Streich

3:1 gegen Australien - für Chile war es ein Auftakt nach Maß. So führte das Team um Arturo Vidal bereits nach 15 Minuten mit 2:0, kam danach zwar noch etwas unter Bedrängnis, doch das war einzig und allein der Tatsache geschuldet, dass man bei 30 Grad Hitze und einer deutlichen Führung den letzten Schritt auch nicht mehr machen muss. Da die Spanier - Chiles nächster Gegner - gegen die Niederlande mit 5:1 brachial und für einen amtierenden Weltmeister ungebührlich unter die Fahrräder kamen - eine weise Entscheidung. Denn das Team des überalterten Cassillas wird erpicht sein, ein Schicksal wie es Frankreich 2002 ereilte - ein Aus in der Vorrunde als Titelverteidiger - zu vermeiden und in Ramos`scher Manier ringen. Nur helfen, wird es nichts. Die Prognose: Chile feuert Spanien raus! Mittwoch (18.06.) um 21:00 in Rio de Janeiro.

Donnerstag, 29. Mai 2014

Chile Chile Chile, el título es tu!

----------------------------Ein Team - Ein Titel! Chile hat hohe Ziele im Visier.---------------------

Wenn die 20. Fußball-WM der Herren am 12. Juni beginnt, ist es einfach auf die „Großen“ zu setzen. Und zeugt eher davon, medial beschwatzt worden zu sein, als sich an die unübersehbaren Fakten zu halten. Denn Chile, diese fußballwahnsinnige Ländchen, wird den lang ersehnten Titel holen. Diesen Sommer. Kein Zweifel.

Dabei spricht eine schier unendliche Liste an Argumenten für die vom Argentinier Jorge Sampaoli trainierte Auswahl. Damit dieser Text jedoch lesbar bleibt, sei an dieser Stelle nur eine Auswahl der wichtigsten Punkte angeführt:

a) Historisches: Südamerikanische Mannschaften gewinnen nur dann Heimtitel, wenn eine schaurige Diktatur gerade das Land zu zerrütten droht – so wie die argentinische Militärjunta 1978. Brasilien ist – bei allen sozialen Verwerfungen – eine Demokratie, woraus folgt, dass die Gelb-Grünen den Titel nicht holen. Stattdessen wird Chiles Kapitän Arturo Vidal von Juventus Turin den Pokal nach knapp vier Wochen in die Luft stemmen, da das Land vom südamerikanischen Pazifik auf Revanche sinnt: Denn wer gewann die WM 1962 im Land des Literaturnobelpreisträgers Pablo Nehuda? Genau, Pelé und seine Trickserbande. Dieses Mal läuft`s andersrum!

b) Wer denn sonst?: Statistiken lügen nicht – kein europäisches Land wird das Turnier gewinnen, denn das gab es ja noch nie. Das Klima, die Zeitumstellung, Joachim Löws Führerscheinentzug – der Weg für Teams aus Europa ist steinig, zu steinig zum Laufen. Bliebe da noch die Konkurrenz vom Kontinent. Doch wer wäre schon so blind, seine güldenen Taler derart aus der Loge zu werfen? Brasilien ist schon lange nicht mehr das Land, von dem es hieß, dass auf jedem Bolzplatz der nächste Bundesliga-Torschützenkönig warte. Und Argentinien kommt trotz wild-entschlossener Versuche, Tiki-Taka zu kopieren, nicht darüber hinweg, dass sich Messi nun mal wohler an der spanischen Mittelmeerküste fühlt als in Hellblau. Die einzigen, die Chile gefährlich werden können, sind die Ecuadorianer: Denn die haben so eben beschlossen, ein lokales Ökoreservat geplanten Ölbohrungen zu ergeben. Das wiederum könnte der korruptionsgewohnten FIFA-Gang gefallen und den benötigten Beistand „von oben“ sichern.

c) Die Spieler, dieses Team!: Um auf der Gangsterskala jedoch nicht ins Hintertreffen zu geraten, haben sich Vidal und Starstürmer Sánchez vom FC Barcelona just vor Turnierbeginn nochmal ordentlich Tinte in die Arme hacken lassen. Umgeben sind die beiden Superstars von Eduardo Vargas vom FC Valencia, Francisco Silva von CA Osasuna, Mauricio Isla von Juventus Turin, der dort jedoch nur Vidal in seiner Muttersprache bei Laune hält, und Claudio Bravo von Real Sociedad. Ansonsten ist das Team größtenteils mit jungen Megatalenten besetzt, von denen die meisten für die Erzrivalen „Colo-Colo“ oder „La U“ (Universidad de Chile) in der Hauptstadt Santiago de Chile kicken. Beim zweiten Club spielen auch die drei Ersatzkeeper Johnny Herrera, Paulo Garces und Cristopher Toselli, die es in den vorläufigen Kader geschafft haben. Mit dieser nur für Außenstehende eigenartig anmutenden Kaderzusammenstellung, kann das Team ja kaum verlieren. Denn wer es dem ersten chilenischen Sieger der Copa Sudamerica (2011) nachmacht und gleich drei Auswahltorhüter plus den etatmäßigen Stammkeeper in den Kasten stellt, dem ist der Titel sicher!

Ohnehin hat die Elf fasst so viele Punkt in der Qualifikation gesammelt, wie es Pinguine pro Quadratmeter an der Küste gibt: 28 Punkte aus 16 Partien bei einem positiven Torverhältnis von 29:25 berechtigten zu einem soliden Platz drei. Dabei darf selbst der Fünftplatzierte Uruguay noch zur WM fahren und das obwohl sich Brasilien als Gastgeber nicht einmal qualifizieren musste. Zudem hat das ebenso rot-weiß-blaue wie absolut unterschätzte Team erst kürzlich bewiesen, wozu es fähig ist, als es die deutsche Auswahl im März in Stuttgart lange gegen die Wand spielte und nur knapp mit 0:1 verlor. Daraus hat man gelernt. Das Team wird sich erst gegen Australien (wer hat die denn reingemoogelt?) warmschießen, dann die Ära von Vincent del Bosque und seinen alternden, wie titelverfetteten Spaniern beenden, um die Gruppenphase mit einem Kantersieg gegen Holländer abzuschließen, die vorne zwar mit Namen wie Huntelaar, Robben und van Persie prahlen, doch dahinter nix mehr haben. Denn wer soll sie anspielen, kann in der Abwehr doch ein Paul Verhaegh vom FC Augsburg auf Einsatzzeit hoffen. Nichts gegen den FCA, aber ein spielgenialer Stratege wie die Seedorfs, Koemans oder Cruyffs der orangen Fußballgeschichte ist der nicht. Also Chile - Valparaiso, deine Perle von Strandstadt ist zu Jahresbeginn durch ein Feuer zerstört worden – überkomme diesen Schmerz und flamme deinem ersten Titel entgegen!

Hier die Kurzfakten zum Turnierstart für Chile: Mannschaftsquartier und Trainingsstätte wird das Toca da Raposa II in Belo Horizonte sein.

• Chile – Australien: Freitag, 13. Juni 2014, 18:00 Uhr (24:00 Uhr MESZ) in Cuiabá
• Spanien – Chile: Mittwoch, 18. Juni 2014, 16:00 Uhr (21:00 Uhr MESZ) in Rio de Janeiro
• Niederlande – Chile: Montag, 23. Juni 2014, 13:00 Uhr (18:00 Uhr MESZ) in São Paulo