Mittwoch, 23. September 2015

Barcelona Präsi: „Wir sind mit der Türkei eng verbunden“



Für Aufmerksamkeit sorgte Barcelonas Klubchef Josep Maria Bartomeu mit dem Statement zum Verhältnis zwischen dem Klub FC Barcelona und der Türkei. Mit „Wir sind mit der Türkei eng verbunden“, beschrieb er offen den aktuellen Beziehungsstaus.

FC Barcelona, Klublogo


Hintergrund der Bindungserklärung ist der Start der Partnerschaft Barças mit der türkischen Reifenmarke „Lassa“. Der Reifenhersteller Brisa wird für die nächsten 4 Jahre den Verein mit den Reifen der „Lassa“-Marke fahren lassen. Dafür tragen die Teams der Sparten Basketball, Handball, Futsal und Rollschuh Hockey im offiziellen Namen den Zusatz Lassa: FC Barcelona Lassa.

Für den Sponsorvertrag bei dessen Präsentation u.a. auch die Fußballstars Lionel Messi, Neymar, Luis Suarez, Andres Iniesta, Juan Carlos Navarro und Ante Tomiç anwesend waren, zahlt Brisa an den Klub 21.6 Millionen Euro. Im Rahmen dessen Sponsoring werden die Stars auch in die internationalen Werbekampagnen der Marke integriert.

Zu Lande und in der Luft: Made in Turkey

Schon seit 2009 ist die ebenfalls in der Türkei beheimatete Fluggesellschaft Turkisch Airlines Sponsor der Katalanen und offizieller Flugpartner. So verlässt sich Barca in Zukunft zu Lande und in der Luft auf Marken aus der Türkei. Mit der Verpflichtung des türkischen Auswahlspielers Arda Turan, der zwar noch nicht spielberichtigt ist, wird das türkische Trio dann in Zukunft auch auf dem Rasen komplettiert. Ein Glücksgriff für den neuen Sponsor Lassa. Denn Brisa Vorstandsmitglied Hakan Bayman gab gegenüber der Presse an, dass man bei Abschluss der Sponsorvertrages noch nichts über einen Wechsel des populären Stürmers wusste. Man sei nun positiv überrascht.

Wahlen bereiten Sorgen

Klar ist die weltweite Popularität des Klubs der Hauptgrund für ein Engagement bei Barcelona. Gut Eine Milliarde Menschen sollen sich über die Marke „ FC Barcelona“ erreichen lassen. Auch in der Türkei, steht der Klub, unter den Vereinen die nicht aus der Türkei kommen, ganz weit oben. Und das trotz der durchaus problematischen ethnopolitischen Stellung des Klubs. Denn mit Blick aus der Türkei, lässt sich ein Verein, aus dem es immer wieder offene Stimmen für die Separation von Spanien gibt, innenpolitisch nur sehr schwer vermitteln. Die Frage: „Können türkische Firmen Sponsoren eines Klubs mit separatistischen Sympathisanten sein?“, steht im Raum.

So wird der Ausgang der Wahlen in Katalonien nächste Woche, auch von den türkischen Sponsoren aufgeregt verfolgt werden. Dabei steht nicht nur der wo mögliche Ausschluss des FC Barcelonas vom spanischen Fußballverband im Zuge eines Erfolg der Separatisten, im Blickfeld. Bei einem Erfolg der Separatisten könnte sich ein weiteres Engagement bei Barça neben wirtschaftlichen Druck, auch innenpolitischem Gegenwind ausgesetzt sehen. So bleibt abzuwarten, inwieweit Bartomeus Angabe über den aktuellen Beziehungsstatus zu der Türkei, auch die ersten Beziehungskrisen übersteht.

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