Samstag, 13. Februar 2016

Premier League: Bunt und sprühbar

Das ging schnell. Erst Mitte Januar hieß es, das die englische Fußballliga eine Ausschreibung machen würde mit dem Ziel der Liga eine neues Design zu verpassen. Hintergrund dessen ist das Auslaufen der Zusammenarbeit mit dem Bankhaus Barclay, welches nicht nur Namensgeber der Liga, sondern auch im Logo prominent vertreten war.

Was die Agenturen DesignStudio und Robin Brand Consultants in unter vier Wochen entwickelt haben, soll ab der Saison 2016/17 die Berichterstattung zur Premier League begleiten. Die teuerste Liga Europas geht dabei zurück zu den Wurzeln und lässt den Liga Namen wieder alleine für sich stehen. Premier League heißt es jetzt schlicht old-school like. Passend dazu auch die Logovarianten. Mit der Besinnung auf die Wurzeln im Verband kehrt auch der Löwe wieder ins Zentrum zurück. Mit den insgesamt vier leicht unterschiedlichen Logo-Varianten, soll die Liga ans Medium angepasst repräsentiert werden können. 

Neu oder alt, oder beides? Das neue Logo der Premier League


Das neue Logo wirkt dabei schlicht und weckt ironischerweise Assoziationen durch seine nüchterne Klarheit an Logos großer Bankhäuser. Dabei ist die Partnerschaft mit Barclay doch gerade erst Vergangenheit. Gebrochen wird die Klarheit der Logos dann durch Farbe, fast im Stile von Pop-Art. Denn cool will die Liga sein und dazu gehört auch eine Portion street credibility.  So docken der old-School Löwe und die Schrifttype auch beim Stil des Schablonensprühens an. Ähnlich wie zuvor schon bei Kampagnen von Sportartikelherstellern, die Straßenkunst imitierten um anzubandeln mit den jugendlichen Konsumenten. Mit Sicherheit würde sich das Premier-League Grunddesign auch an den Häuserwänden von London, Manchester und Liverpool gut machen. Eine Streetkampagne des Verbandes, die diesen Ansatz aufgreift und das Logo auf die Straße, an die Stadien bringt, wäre  folgerichtig. Dann würde die Premier League endgültig mondäne Guerilla spielen.


Hier wird zur Premier League getwittert:


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