Dienstag, 13. Dezember 2016

Zweitkarriere Kampfsport

Tim Wiese ist nicht der einzige, der seine ehemalige Arbeitsausstattung gegen den Ring getauscht hat. Was bei Wiese einstmals die Torwarthandschuhe waren, sind bei Nick Hein die Handschellen. Der ehemalige Polizist hat 2015 den Dienst quittiert, um in den USA seine Karriere als professioneller Kämpfer in Mixed-Martial-Arts (MMA) zu verfolgen.

Der 1984 in Köln geborene Hein unterzeichnete den Vertrag bei der Ultimate Fighting Championship (UFC) 2014 mit einem Kampfrekord von zehn Siegen und einer Niederlage. Seither hat sich seine Statistik zu 14-2 weiter entwickelt. Da kommt der nächste Schritt gerade recht. Während Hein also seine Profi-Karriere verfolgt, steckt MMA in Deutschland im internationalen Vergleich noch immer in den Kinderschuhen. Im Free-TV war der Sport aufgrund seiner Brutalität lange verboten, zuletzt übertrug Pro7 Maxx jedoch ein Turnier der UFC in Hamburg. Dabei steckt der Sport voller Potential, verbindet er doch unterschiedlichste Kampfsporttechniken miteinander und fordert den Kämpfern enorme Athletik ab. Zudem gibt es mit dem Veranstalter "We love MMA" eine Organisation, die sich aktiv gegen das Image wendet, dass derlei Veranstaltungen vorrangig Neonazis und Hooligans anziehen.

Wer sich selbst ein Bild machen und dabei nicht gleich ein Turnier besuchen will, kann am Freitag (16.12.) um 15 Uhr das Alexa am Alexanderlatz aufsuchen. Dort präsentiert Nick Hein sein Buch "Polizei am Limit" und signiert die Ausgabe.

Nick Hein hielt ein Grußwort bei "We love MMA" in der Berliner Mercedes-Benz-Arena am 10.12.2016.

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