Dienstag, 13. Dezember 2016

Expertise „Geschlechterverhältnisse in Fußballfanszenen“

Die "Kompetenzgruppe Fankulturen und Sport bezogene Soziale Arbeit" (KoFaS) hat eine äußerst spannende Studie zu "Geschlechterverhältnissen in Fußballfanszenen" veröffentlicht. Sie bietet detaillierte Einblicke in die Szenen, schildert Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit und analysiert präzise, wie Sexismus und Homophobie funktionieren. Die Expertise ist Teil des Projektes "Kicks für Alle!"



Wir dokumentieren hier den Text zur Studie:

Fußballfanszenen sind große Jugendkulturen, die eine enorme Anziehungskraft auf Jugendliche ausüben. Als Ort des Peer-to-Peer-Lernens, dienen sie der Sozialisation jugendlicher Fußballfans und stellen eine Vielzahl an Ressourcen bereit. Noch immer sind diese Szenen – und vorranging die Jugendkultur der Ultras – in besonderem Maße männlich dominiert.

Die im Rahmen des Modellprojekts ‚Kicks für Alle! Fußball. Fanszenen. Geschlechtervielfalt.’ erstellte ́Expertise ‚Geschlechterverhältnisse in Fußballfanszenen ́ geht der Frage nach, welche Rolle Geschlecht und sexuelle Orientierung in der Zusammensetzung, Struktur und Inszenierung von Fußballfanszenen spielen. Sie beschäftigt sich mit in Fanszenen gängigen Praxen und arbeitet heraus, inwiefern diese geschlechtlich konnotiert sind. Ferner geht sie der Frage nach, welchen Anforderungen Jugendliche nachkommen müssen, um an den Ressourcen von Fußballfanszenen teilhaben zu können und welche Ausschlussmechanismen dabei wirken.

Zusätzlich wird der Aspekt der Sozialen Arbeit mit Fußballfans aufgegriffen. So zeigt die Expertise auf, welche Potentiale in einer geschlechterreflektierenden Pädagogik stecken, nicht zuletzt im Hinblick auf Gewaltprävention und Demokratieförderung.

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