Zumindest in der Paderborner Medienwelt scheint die
Bundesliga noch nicht angekommen zu sein. Der heimische SC Paderborn feiert
seinen ersten Bundesliga Heimsieg und ist zumindest für einen Tag sensationell
Tabellenführer, doch die Paderborner Zeitung berichtet über Uwe Hübners Suche
nach "NRWs Schlagerhoffnung 2014". Die Paderborner überraschen eben
nicht nur auf dem Platz.
Sonntag, 21. September 2014
Mittwoch, 17. September 2014
Motocross am Sandstrand
Während im Sommer die Strände am Rande der Metropole Istanbul am Schwarzen Meer für Tausende der angenehmste Aufenthaltsort sind, erobern sich die Motorsportler die verwaisten Strände außerhalb der Sommersaison. Den Auftakt machte die 6. Etappe im türkischen Motocross am Dalia-Beach in Kilyos.
Hier ein paar eingefangene Momemte.
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Rallycross im Istanbul Park
Vom 11-12. Oktober ist die ehemalige Formel 1 Rennstrecke Istanbul Park Austragungsort des FIA World Rallycross Championship. Die Strecke wurde für den Wettbewerb eigens präpariert und so ist das Rennen vielleicht auch eine willkommene laute, staubige und adrenalingeladene Abwechslung für Istanbul-Touristen. Ich habe von der Pressekonferenz im Vorfeld zur Einstimmung einige Fotos mitgebracht.
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Tickets gibt es z.B. hier.
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Enduros am Schwarzen Meer II (Video)
Knapp zehn Minuten Video haben wir zusammengeschnitten von der 4. Etappe für Enduro-Maschinen in Azdavay Kastamonu.
TMF düzenlediği Enduro 4. Ayak Yarısı Azdavay 2014 from Sevan Özbülbül on Vimeo.
Enduros am Schwarzen Meer
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Mittwoch, 3. September 2014
Was tun wenn es sprengt?
Für ein nettes unterhaltsames Fußballspiel braucht es eine professionelle Platzpflege. Doch was passiert wenn der Platzwart die Sprinkleranlage automatisiert hat und sie mitten im 1.Ligaspiel angeht? So geschehen in der griechischen Liga zwischen Panathinaikos und Panionios. Die Rasenpflege setzte in der 71´ Spielminute ein und sorgte für Abwechslung und Erfrischung.
Mittwoch, 27. August 2014
Starker Andrang in größter Wahlurne der Welt
Das wäre eine Schlagzeile gewesen die Anfang August der historischen Zwischennutzung des Berliner Olympiastadions Rechnung getragen hätte. Denn über einen Andrang von über 50.000 wie beim Bundesliga-Auftakt von Hertha BSC gegen den SV Werder Bremen (2:2) hätten sich die Organisatoren der türkischen Präsidentschaftswahl gefreut.
Historisch war die vom 31. Juli bis zum 3. August u.a. im Berliner Olympiastadion ausgetragene türkische Präsidentschaftswahl allemal. Auch deutsche Medien widmeten sich ausführlich dem mit türkischen Fahnen geschmückten Nazi-Monumentalbau. Gern wurden beim Anblick des rot-weißen Fahnenschmucks verwunderte Touristen zitiert. Die Hauptattraktion waren jedoch nicht die Touristen sondern die Berliner mit türkischen Paß, die erstmals in ihrem Leben an ihrem Wohnort direkt an einer Wahl teilnehmen konnten. Zuvor konnten sie dies nur bei einer Reise in die Türkei direkt am Grenzübergang an eigens aufgestellten Urnen tun. Diese Neuerung ist einem neuen Wahlgesetz der Erdoğan Regierung zu verdanken. Mit dem die Regierung Erdoğan ihren Weg die über 3 Millionen Türken in Europa ernster zu nehmen fortsetzt. Nach der Einführung des Ministerium für die Auslandstürken ist dies ein weiterer wichtiger Schritt, denn die Menschen in Europa nicht so schnell vergessen werden. Deshalb ist die Begeisterung in den Gesichtern derer, die den Weg ins Olympiastadion und an weitere sechs Orte in der Bundesrepublik gefunden haben, abzulesen. Die Begeisterung wählen zu dürfen , - von zu Hause.
Fikret Ceylan, jahrzehntelanger Manager von Türkiyemspor Berlin, vom Boulevard Mr. Türkiyemspor genannt, bei seiner ersten Stimmabgabe in der Berliner Heimat. (Quelle: Facebook/Fikret Ceylan)
Zur Wahlurne wurde das Stadion für bundesdeutsche Verhältnisse überraschend schnell und unbürokratisch. Erst im Februar dieses Jahres hat Ministerpräsident Erdoğan bei seinem Staatsbesuch in Berlin die Bitte an Bundeskanzlerin Merkel herangetragen das Olympiastadion für einen ganz anderen Wettbewerb nutzen zu dürfen. Mit einem überzeugenden Sicherheitskonzept Ende April wurden die letzten Hürden aus dem Weg geräumt und die Tore für die Urnen geöffnet. Und auch wenn nur ein Teil der VIP-Kabinen des Stadions als Wahlkabine genutzt wurde, hat das Olympiastadion einen neuen Titel und kann sich rühmen die größte Wahlurne der Welt gewesen zu sein.
Doch wie schön das Olympiastadion mit türkischen Fahnen für viele auch ausgesehen haben mag, wird es wohl bei dieser einmaligen Veranstaltung dieser Art im Olympiastadion bleiben. Denn Erdogan gewann die Wahl wie erwartet, damit wurde ein zweiter Wahlgang, der für diese Woche angesetzt wäre, unnötig. Doch auch die größte Wahlurne steht in der Kritik und mit ihr das Wahlsystem. Nur sieben Wahlokale in der Bundesrepublik und eine unflexible computergestützte Vergabe der Wahltermine an die Wähler hat eine enttäuschende niedrige Wahlbeteiligung erbracht. Nur 8.15% der 1.383.042 Wahlberechtigten fanden schließlich den Weg an die Urnen. So wird nun fleißig an einer Reform des neueingeführten Wahlrechtes gearbeitet. Für die nächste Wahl in der Türkei 2015, dann geht es um Parlamentssitze, werden Besserungen angekündigt. Das Anmeldesystem soll verbessert werden und es soll mehr Wahllokale geben. Das wäre dann wohl das Aus für die größte Wahlurne der Welt.
Wenn der Fußball nicht wäre, so wurde auch von offizieller Seite kritisiert, dass bei Testspielen der türkischen Top-Teams in Europa mehr Wahlberechtigte zusammenkämen als an den Urnen selbst. Folgerichtig wäre dann den nächsten Wahltermin mit den Spieltagen der Süperlig abzustimmen. So könnten zum Beispiel Fenerbahçe, Galatasaray und Beşiktaş jeweils ein Pflichtspiel im Olympiastadion mit gleichzeitiger Wahlprozedur absolvieren. Eine höhere Wahlbeteiligung wäre so leicht zu erreichen und wohl nur so könnte das Olympiastadion seinen Titel als größte Wahlurne der Welt verteidigen. Da sage noch einer das Politik und Sport nicht zusammengehören.
Historisch war die vom 31. Juli bis zum 3. August u.a. im Berliner Olympiastadion ausgetragene türkische Präsidentschaftswahl allemal. Auch deutsche Medien widmeten sich ausführlich dem mit türkischen Fahnen geschmückten Nazi-Monumentalbau. Gern wurden beim Anblick des rot-weißen Fahnenschmucks verwunderte Touristen zitiert. Die Hauptattraktion waren jedoch nicht die Touristen sondern die Berliner mit türkischen Paß, die erstmals in ihrem Leben an ihrem Wohnort direkt an einer Wahl teilnehmen konnten. Zuvor konnten sie dies nur bei einer Reise in die Türkei direkt am Grenzübergang an eigens aufgestellten Urnen tun. Diese Neuerung ist einem neuen Wahlgesetz der Erdoğan Regierung zu verdanken. Mit dem die Regierung Erdoğan ihren Weg die über 3 Millionen Türken in Europa ernster zu nehmen fortsetzt. Nach der Einführung des Ministerium für die Auslandstürken ist dies ein weiterer wichtiger Schritt, denn die Menschen in Europa nicht so schnell vergessen werden. Deshalb ist die Begeisterung in den Gesichtern derer, die den Weg ins Olympiastadion und an weitere sechs Orte in der Bundesrepublik gefunden haben, abzulesen. Die Begeisterung wählen zu dürfen , - von zu Hause.
Fikret Ceylan, jahrzehntelanger Manager von Türkiyemspor Berlin, vom Boulevard Mr. Türkiyemspor genannt, bei seiner ersten Stimmabgabe in der Berliner Heimat. (Quelle: Facebook/Fikret Ceylan)
Zur Wahlurne wurde das Stadion für bundesdeutsche Verhältnisse überraschend schnell und unbürokratisch. Erst im Februar dieses Jahres hat Ministerpräsident Erdoğan bei seinem Staatsbesuch in Berlin die Bitte an Bundeskanzlerin Merkel herangetragen das Olympiastadion für einen ganz anderen Wettbewerb nutzen zu dürfen. Mit einem überzeugenden Sicherheitskonzept Ende April wurden die letzten Hürden aus dem Weg geräumt und die Tore für die Urnen geöffnet. Und auch wenn nur ein Teil der VIP-Kabinen des Stadions als Wahlkabine genutzt wurde, hat das Olympiastadion einen neuen Titel und kann sich rühmen die größte Wahlurne der Welt gewesen zu sein.
Doch wie schön das Olympiastadion mit türkischen Fahnen für viele auch ausgesehen haben mag, wird es wohl bei dieser einmaligen Veranstaltung dieser Art im Olympiastadion bleiben. Denn Erdogan gewann die Wahl wie erwartet, damit wurde ein zweiter Wahlgang, der für diese Woche angesetzt wäre, unnötig. Doch auch die größte Wahlurne steht in der Kritik und mit ihr das Wahlsystem. Nur sieben Wahlokale in der Bundesrepublik und eine unflexible computergestützte Vergabe der Wahltermine an die Wähler hat eine enttäuschende niedrige Wahlbeteiligung erbracht. Nur 8.15% der 1.383.042 Wahlberechtigten fanden schließlich den Weg an die Urnen. So wird nun fleißig an einer Reform des neueingeführten Wahlrechtes gearbeitet. Für die nächste Wahl in der Türkei 2015, dann geht es um Parlamentssitze, werden Besserungen angekündigt. Das Anmeldesystem soll verbessert werden und es soll mehr Wahllokale geben. Das wäre dann wohl das Aus für die größte Wahlurne der Welt.
Wenn der Fußball nicht wäre, so wurde auch von offizieller Seite kritisiert, dass bei Testspielen der türkischen Top-Teams in Europa mehr Wahlberechtigte zusammenkämen als an den Urnen selbst. Folgerichtig wäre dann den nächsten Wahltermin mit den Spieltagen der Süperlig abzustimmen. So könnten zum Beispiel Fenerbahçe, Galatasaray und Beşiktaş jeweils ein Pflichtspiel im Olympiastadion mit gleichzeitiger Wahlprozedur absolvieren. Eine höhere Wahlbeteiligung wäre so leicht zu erreichen und wohl nur so könnte das Olympiastadion seinen Titel als größte Wahlurne der Welt verteidigen. Da sage noch einer das Politik und Sport nicht zusammengehören.
Dienstag, 26. August 2014
Enduros am Schwarzen Meer
Während in den letzten Monaten sich unsere Fotoarbeiten meist um Konzerte in Istanbul drehten haben wir am Wochenende mal wieder ein sportliches Actionhiglight begleitet. Die 4. Etappe der Enduro-Maschinen des Türkischen Motorsportverbandes (TMF) führte uns nach Azdavay in Kastamonu.
Eine Materialschlacht nicht nur für die Maschinen, auch unsere Drohne wurde in Mitleidenschaft gezogen. Trotzdem genossen wir das Rennen, die historischen Bauten in Kastamonu und entspannten bei abschliessenden Tauchgängen in die Tiefen des Schwarzen Meeres.
Und wie es sich für das Schwarze Meer gehört, machten die Fahrer auch auf zwei Beinen ein gute Figur.
Donnerstag, 31. Juli 2014
Was hat Einbahnstraßenfußball mit Fußball zu tun?
Einbahnstraßenfußball ist eine schmerzliche Angelegenheit. Wer einmal selbst unter dieser Form des Fußballs litt, wird diese Demütigung nicht vergessen. Natürlich kommt es darauf an auf welcher Seite man steht. Denn praktizierst du mit deinen Ballfreunden den Einbahnstraßenfußball, also seid ihr bist aktiv, spielt ihr euch s in einen Rausch. Es gelingen die unglaublichsten Pässe, Tricks und Aktionen, selbst der schlechteste Spieler in deinem Team ist heute ein Maradona. Der Platz gehört euch, es geht nur in eine Richtung.
Nur genau hier liegt das Dilemma der passiven Einbahnstraßenfußballer. Stehst du einmal auf der falschen Bahn, wirst du hinweggespült und an den Rand gedrängt. Selbst wenn du und dein Team sich mit Händen und Füßen wehren ist alles vergebens. Du rennst wie verrückt und jagst selbst verlorenen Bällen noch nach, doch je mehr du dich anstrengst, je mehr ihr kämpft umso mehr baut ihr den Gegner auf, verliert an Kraft und gebt eurem Gegner neue Räume. Es ist ein psychologischer Moment, der hier regiert. Jeder kleinste Fehler macht dich nur nervöser. Das ganze Team steckt fest in einem Perpetuum mobile der Hilflosigkeit.
Egal wo und egal was drauf steht. Diese Schilder erkennen alle. Aber nutzen Sie auch im Fußball was?
Darum werde ich nie ich meinen ersten Einsatz für das Neuköllner Straßenteam „Red Zombies“ vergessen. Obwohl! Eigentlich kann ich mich an nichts erinnern, außer an die Minuten vor meinem Einsatz. Die Zombies entstanden Ende der 80´er Jahre in der fußballfeindlichen Westberliner Alternativszene und kickten sich zuerst durch schrammelige Mottoturniere. Der große Wurf gelang mit der Teilnahme am regulären Spielbetrieb der Berliner Uni-Liga in den 90´er Jahren. Mein Studienfreund und ich waren gerade neu dabei. Nachdem wir an diversen Trainingseinheiten teilgenommen hatten und warteten wir nun an der Bande in frischen Trikots mit kryptischen Rückennummern, wie „der liegenden Acht“ und „666“, auf unseren Einsatz in einer Dahlemer Sporthalle. Unser erstes Spiel beginnt. Anstoß Zombies. Ein direkter Pass in den Fuß des Gegners - 0:1. Erneut Anstoß Zombies, der zweite Pass und 0:2. Nach 32 Spielsekunden zeigt die vermaledeite Anzeigetafel in leuchtend roten Lettern: 0:3. Mein Bankgenosse und ich sehen uns seufzend tief in die Augen. Irgendwann kam auch ich zu meinem Einsatz. Dabei fühlte ich mich wie eine Ameise, die ein nerdiger Teenie zum Spaß aus einem Ameisenhaufen in einen fremden transportierte. Ich wurde rumgeschubst und lief gegen andere Ameisen. Ich fühlte mich ausgestoßen und fehl am Platz.
Früher nannte man die Einbahnstraße: Einrichtungsstraße. Auch passend, denn es geht nur in eine Richtung, ob man nun will oder nicht. An Tagen wie diesen gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder ergibt man sich seinem Schicksal oder man lässt die aufkommende Aggressivität raus. Doch auch dies baut den Gegner weiter auf und jede Äußerung oder Aktion wird ironisch kommentiert und schlimmstenfalls direkt mit Toren bestraft. Die erlebte Verletzung steigert sich in eine schützende Ohnmacht. So gibt es nur nur eine Chance: Aus einer Einbahnstraße kommt nur raus wer mitschwimmt. Ist Aufgeben auch verpönt im Fußball, so ist die aus der Psycho-Therapie bekannte Problemakzeptanz ein erster wichtiger Schritt. Deshalb werden in unteren Ligen Einbahnstraßen-Spiele schon mal vom Schiedsrichter abgebrochen, wegen erdrückender Überlegenheit. Zu Recht! Denn Einbahnstraßenfußball hat eigentlich nichts mit mehr mit einem Fußballspiel zu tun.Es ist eher ein Training, mit einem angeschlagenen Sparrings-Partner.
Siehe auch Brasilien vs. BR Deutschland Halbfinale WM 7:1.Nett zu sehen hier im Video von BBC. Um die Trainingsperspektive zu verdeutlichen wurden die brasilianischen Spieler einfach heraus retuschiert.
Nur genau hier liegt das Dilemma der passiven Einbahnstraßenfußballer. Stehst du einmal auf der falschen Bahn, wirst du hinweggespült und an den Rand gedrängt. Selbst wenn du und dein Team sich mit Händen und Füßen wehren ist alles vergebens. Du rennst wie verrückt und jagst selbst verlorenen Bällen noch nach, doch je mehr du dich anstrengst, je mehr ihr kämpft umso mehr baut ihr den Gegner auf, verliert an Kraft und gebt eurem Gegner neue Räume. Es ist ein psychologischer Moment, der hier regiert. Jeder kleinste Fehler macht dich nur nervöser. Das ganze Team steckt fest in einem Perpetuum mobile der Hilflosigkeit.
Egal wo und egal was drauf steht. Diese Schilder erkennen alle. Aber nutzen Sie auch im Fußball was?
Darum werde ich nie ich meinen ersten Einsatz für das Neuköllner Straßenteam „Red Zombies“ vergessen. Obwohl! Eigentlich kann ich mich an nichts erinnern, außer an die Minuten vor meinem Einsatz. Die Zombies entstanden Ende der 80´er Jahre in der fußballfeindlichen Westberliner Alternativszene und kickten sich zuerst durch schrammelige Mottoturniere. Der große Wurf gelang mit der Teilnahme am regulären Spielbetrieb der Berliner Uni-Liga in den 90´er Jahren. Mein Studienfreund und ich waren gerade neu dabei. Nachdem wir an diversen Trainingseinheiten teilgenommen hatten und warteten wir nun an der Bande in frischen Trikots mit kryptischen Rückennummern, wie „der liegenden Acht“ und „666“, auf unseren Einsatz in einer Dahlemer Sporthalle. Unser erstes Spiel beginnt. Anstoß Zombies. Ein direkter Pass in den Fuß des Gegners - 0:1. Erneut Anstoß Zombies, der zweite Pass und 0:2. Nach 32 Spielsekunden zeigt die vermaledeite Anzeigetafel in leuchtend roten Lettern: 0:3. Mein Bankgenosse und ich sehen uns seufzend tief in die Augen. Irgendwann kam auch ich zu meinem Einsatz. Dabei fühlte ich mich wie eine Ameise, die ein nerdiger Teenie zum Spaß aus einem Ameisenhaufen in einen fremden transportierte. Ich wurde rumgeschubst und lief gegen andere Ameisen. Ich fühlte mich ausgestoßen und fehl am Platz.
Früher nannte man die Einbahnstraße: Einrichtungsstraße. Auch passend, denn es geht nur in eine Richtung, ob man nun will oder nicht. An Tagen wie diesen gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder ergibt man sich seinem Schicksal oder man lässt die aufkommende Aggressivität raus. Doch auch dies baut den Gegner weiter auf und jede Äußerung oder Aktion wird ironisch kommentiert und schlimmstenfalls direkt mit Toren bestraft. Die erlebte Verletzung steigert sich in eine schützende Ohnmacht. So gibt es nur nur eine Chance: Aus einer Einbahnstraße kommt nur raus wer mitschwimmt. Ist Aufgeben auch verpönt im Fußball, so ist die aus der Psycho-Therapie bekannte Problemakzeptanz ein erster wichtiger Schritt. Deshalb werden in unteren Ligen Einbahnstraßen-Spiele schon mal vom Schiedsrichter abgebrochen, wegen erdrückender Überlegenheit. Zu Recht! Denn Einbahnstraßenfußball hat eigentlich nichts mit mehr mit einem Fußballspiel zu tun.Es ist eher ein Training, mit einem angeschlagenen Sparrings-Partner.
Siehe auch Brasilien vs. BR Deutschland Halbfinale WM 7:1.Nett zu sehen hier im Video von BBC. Um die Trainingsperspektive zu verdeutlichen wurden die brasilianischen Spieler einfach heraus retuschiert.
Leipzig, Wolfsburg und Hoffenheim - Kauf dir deinen Club
Die Kritik an den sogenannten Retortenclubs wird es wohl immer geben, aber sind sie wirklich eine Bedrohung für die Fairness im Fußball? Mit viel, sehr viel Geld geförderte Vereine gehören in England längst zur Tagesordnung. Mit Chelsea hat es angefangen, eine Ende ist nicht in Sicht und ging es nicht sowieso schon immer darum, den besten Sponsor zu finden?
Der finanzielle Rahmen von Paris St. German ist zugegebenermaßen Lichtjahre von dem des BVB entfernt, doch denkt der SC Freiburg nicht seit Jahren das gleiche über Clubs wie den HSV. Fußballerisch haben die Hamburger in den vergangen Spielzeiten nicht mehr auf die Beine gestellt als die Breisgauer, doch in Punkto Investitionen sind die Zahlen eindeutig. Der HSV hat sich in den letzten fünf Jahren ein Transferminus von ca. 25 Millionen Euro gegönnt. Während die Freiburger ein Plus von 15 Millionen erwirtschaftet haben. Dennoch können die Hamburger in dieser Saison wieder ordentlich auf Shoppingtour gehen, während der SCF kleine Brötchen backt. Die einfache Erklärung hierfür ist; der Standortvorteil.
Letztendlich gehört, wie so oft im Sport, Glück dazu. Red Bull dachte eben, dass man den Leipzigern am schnellsten Flügel verleihen kann. In Freiburg denkt man sich, dass man auch gerne Fliegen lernen würde.
Doch wie der HSV oder auch Leipzig zeigen, schießt Geld von allein nicht automatisch Tore. Der HSV hinkt seit Jahren seinen Ansprüchen hinterher und auch die Leipziger haben in der Regionalliga drei Anläufe gebraucht um sich gegen Teams wie Meuselwitz, Goslar und Türkiyemspor durchzusetzen.
Montag, 14. Juli 2014
Argentinien gewinnt WM-Battle
Das WM-Finale haben die Argentinier mit 1:0 gegen Deutschland verloren, doch beim WM-Battle auf Tricks und Märchen des Sports sichert sich die Albiceleste den Titel. Ob dies die Südamerikaner wirklich trösten kann, bleibt zugegebenermaßen abzuwarten. Für alle aus unserer Redaktion ist es allerdings erfreulich, dass es zumindest einer unserer Favoriten bis ins Finale geschafft hat. Fritz Frottee hatte ein gutes Gespür, was die Stärke des Teams um Lionel Messi angeht. Wir gratulieren ihm zum Weltmeistertitel!
Überraschungsteam des WM-Battle sind ebenfalls die US-Amerikaner, denn wir anderen waren uns alle einig, dass unser geschätzter Kollege Aumeier bei seinem Tipp total danebenliegt. Doch er hat uns genauso überrascht, wie das Team von Jürgen Klinsmann die gesamte Fußballwelt zum Staunen brachte, dass die US-Boys jetzt auch Fußball spielen können.
Den Sieg in der B-Wertung sichert sich Mike Werner mit Chile. Er betreute sein Team am hingebungsvollsten und seine Artikel bekamen die meisten Klicks.
Den Titel "Meistgelesener-Artikel" sichert sich Harald "Hacky" Aumeier mit "USA: Cooler Außenseiter".
Überraschungsteam des WM-Battle sind ebenfalls die US-Amerikaner, denn wir anderen waren uns alle einig, dass unser geschätzter Kollege Aumeier bei seinem Tipp total danebenliegt. Doch er hat uns genauso überrascht, wie das Team von Jürgen Klinsmann die gesamte Fußballwelt zum Staunen brachte, dass die US-Boys jetzt auch Fußball spielen können.
WM-Battle Siegerin des Herzen wird Lisa-Princess BoaPeng. Mit ihrer einfallsreichen Berichterstattung hat sie die Jury und die Leser überzeugt.
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