Mittwoch, 29. Januar 2014

Sportwetten & Groundhopping

Wie schrieb Nick Hornby sinngemäß? - Er leide jedes Mal und es tue ihm weh. Er erlebe Frust und Schaudern. Es deprimiere ihn mal für mal - Und doch gehe er jede Woche hin.' Fußball fasziniert und deprimiert zugleich. Und das Internet hat das Dilemma nicht verbessert. Statt nur alle sieben Tage grottige Kicks zu schauen, geht dies nun auch nachts, am anderen Ende der Welt. Doch nicht nur die mit Altstars aufgefüllte australische A-League entzückt, sondern - dem Sportwettenmarkt und seinen seinen weltweiten Live-Übertragungen sei Dank! - auch die südkoreanische 2. Liga versprüht ihren Charme für Wettkumpis, die noch tiefnachts nicht genug haben. So an einem Abend im November. SüdKorea, 3 Uhr nachts mitteleuropäischer Zeit, Army vs. Navy. Wer will das nicht gesehen haben? Im Grunde ist es postmodernes Groundhopping. Hier zählen nicht die großen Namen - von Wembley bis Maracana - sondern die Stadien, in die sich niemand verirren würde. Nicht einmal um drei Uhr nachts. Die Crux ist nur - das Spiel ist mies und die Regelauslegung des Schiris schräg. Weshalb fordert er Army auf, für einen Freistoß zwei hinter einander stehende Mauern aufzustellen? Vielleicht setzt sich das ja bald in den höheren Ligen durch ... nur erfolgreich war es nicht. Dem Jubel für Navy verfallen, erhöhte ich meinen Wetteinsatz um weitere zwei Euro. Doch wer keine Ahnung hat, der sollte auch nicht wetten. Denn merke: auch die südkroeanische 2. Liga fasziniert und deprimiert zugleich! Und setze nicht auf Navy ...

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