Donnerstag, 14. Januar 2016

Beeindruckend schöner Freistoßtrick

Fußball ist Kultur. Das wissen FußballiebhaberInnen auf der ganzen Welt. Den Zuschauern des Highschool-Matches zwischen East Fukuoka High School und Kokugakuin Kugayama  wurde nun jedoch eine Aufführung geboten, die selbst Fußball-Kultur Kritiker überzeugen könnte. Mitten im Spiel führten die Spieler einen  Gruppentanz wie aus einem Musical oder Musikvideo auf. Dazu belohnten sie sich selbst, mit dem Ü-Effekt und einem Tor. Zeuge davon ist dieses Video.


Seit nur vier Tagen ist der Klip erst Online und wurde bei You-Tube schon fast 400.000 mal geklickt. Fast 400.000 Klicks für einen Freistoß im japanischen Highschool Fußball. Denn dieser Freistoß-Trick hat es in sich. Der Ball ruht und die Spieler bewegen sich. Gemeinsame Schrittfolgen sorgen für Bewegung und einen Moment der Verwirrung. Dieser Überraschungseffekt im Moment des herbeigeführten Chaos wird, wie einstudiert, spielerisch genutzt. 

Ein Stück moderne Fußball-Geschichte. Mit dem wohl ausgefallensten Freistoßtrick ever. Eine Mischung aus Psychologie, Tanz und Fußball. Aber seht selbst.


Hier das Video 



Mittwoch, 13. Januar 2016

Berlin-Premiere der Fan-Doku „Ayaktakımı“

Am 28. Januar feiert der Dokumentar-Film „Ayaktakımı“ über die türkische Fußball Fanscene von Naz Gündoğdu und Friedemann Pitschak seine Berlin Premiere im Filmrauschpalast Moabit. Der Verein Gesellschaftsspiele lädt im Anschluß an die Vorführung zur Diskussion mit Fachleuten. Auf dem Podiom sitzen, neben den RegisseurInnen, Özcan Mutlu (MdB, Sportsprecher für Bündniss90/Die Grünen und Beşiktaş-Fan) und Duygu Aloğlu (Polit-Aktivistin und Mitglied im Fanclub „Karakızıl“ vom Klub Ankara Gençlerbirliği). Moderiert wird die Veranstaltung von Robert Claus, Fanforscher z.Zt. tätig für die Kompetenzgruppe Fankulturen und Sport bezogene Soziale Arbeit genannt KoFaS.


Ayaktakımı ist ein Dokumentarfilm über die türkische Fankultur. Eine Fankultur, zwischen „industriellem Fußball“ und staatlicher Repression.
Fußball in der Türkei ist niemals nur Fußball und beschränkt sich nicht auf den Stadionbesuch oder das Wochenende. Die Begeisterung ist riesig. In den vergangenen Jahren war der türkische Fußball - bei dem Korruption und Manipulation an der Tagesordnung stehen - eher für volle Stadien und fanatische Stimmung, als für guten Fußball berühmt. Die Industrialisierung und Professionalisierung des Sports hat in den letzten Jahren jedoch enorm zugenommen und damit einhergehend auch die Wahrnehmung seiner Fans. In den Medien wird oftmals ein Bild von Vandalen und Hooligans gezeichnet, welche einen familienfreundlichen Sport gefährden würden. Die Rede ist hierbei häufig von "Ayaktakımı” (deutsch: "Fußmannschaft“, Gesindel, Pöbel).

Der Trailer zum Film

Fokus auf Repression


Ayaktakımı thematisiert den modernen Fußball der Türkei mitsamt der vorherrschenden Istanbul-Hegemonie und den Auswirkungen auf die türkische Fankultur. Ein spezieller Fokus des Films liegt auf der staatlichen Repression, welcher sich die Fans ausgesetzt sehen. Es existiert z.B. eine Vielzahl an Fangesetzen. Die größte Einschneidung in die Freiheit der Fans ist „Passolig“, ein personalisiertes E-Ticket, welches von der staatsnahen „aktıfbank” herausgegeben wird. Einige Fangruppen boykottieren seither die Stadien, der Protest ist aber uneinheitlich. Spricht man über die Repression gegen türkische Fußballfans, kommt man auch unweigerlich zu den Gezi-Protesten 2013 zurück. Die Proteste liegen inzwischen zwei Jahre zurück, wirken aber bis heute nach und veränderten und politisierten die Fanszenen des Landes von Grund auf. Mit der Fangruppierung Çarşı von Beşiktaş Istanbul steht aktuell außerdem eine der federführenden türkischen Fangruppen wegen "versuchten Umsturz des Staates“ vor Gericht.



Mit Fans aus Istanbul, Ankara, Izmir und Diyarbakır


Ayaktakımı ist eine kleine filmerische Reise durch die türkischen Tribünen im Jahr 2015 und gibt Einblicke in eine interessante, vielseitige Fankultur in den Städten Istanbul, Ankara, Izmir und Diyarbakır/Amed (kurd.).

Wann? 

28. Januar um 20 Uhr

Wo?

Filmrauschpalast in Berlin-Moabit

Lehrter Str. 35, 10557 Berlin, Deutschland


Mit:


Naz Gündoğdu (Regisseurin des Filmes)
Friedemann Pitschak (Regisseur des Filmes)
Özcan Mutlu (Beşiktaş-Fan und Sprecher für Sportpolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, Beobachter des Çarşı-Prozesses in Istanbul)
Duygu Aloğlu (Polit-Aktivistin und Mitglied im Fanclub „Karakizil“ Ankara Genclerbirligi)

Moderation: 
Robert Claus (Projektleiter Kicks für Alle! Innerhalb der Kompetenzgruppe Fankulturen und Sport bezogene Soziale Arbeit [KoFaS])


Eine Veranstaltung von Gesellschaftsspiele. Mehr Informationen zum Film und weiteren Aufführungen: https://www.facebook.com/ayaktakimifilm/?fref=ts.

Quelle: Veranstaltungstext von Gesellschaftsspiele


Tweets von Gesellschaftsspiele










Montag, 11. Januar 2016

TOP 10 Sport Gadgets von der CES

Gerade hat die CES ihre Tore geschlossen. Über 3000 Aussteller stellten ausgewählten BesucherInnen in Las Vegas ihre neuen Produkte aus der Elektro-Unterhaltungsbranche vor. Die besten 10 Gadgets die sich auch für den Sport nutzen lassen, oder speziell für Sport konzipiert wurden haben wir euch rausgesucht.

Die große Innovation lässt dabei allerdings auf sich warten. Weiterhin werden die Chips und Sensoren in allerhand Textil oder in Sportgeräte eingearbeitet, um bessere Daten über den/die SportlerIn zu erhalten. Andererseits werden visuelle Aufzeichnungsgeräte immer smarter und fliegen um den Sport herum. Auch das ist nicht neu. Auch im e-Sport wird seit den 90ern an der adäquaten Umsetzung des Cyberspaces gearbeitet. Klar haben die Brillen heute bessere Auflösungen und auch die Sensoren an Händen, Füßen oder sonst wo werden immer besser und genauer. Doch die Entwicklung bringt zur Zeit keine neuen Innovationen. Es werden hingegen bestehende Konzepte immer kleverer gemacht und munter miteinander kombiniert.

TOP 1 – Sicherheit für Biker durch Radar


Bei unserer Nummer 1 besticht der Nutzen. Sie sorgt in erster Linie für Sicherheit. Varia Vision von Garmin aus der Schweiz setzt mit einer Smart-Brille für Biker neue Standards. Gut ein Navi fürs Fahrrad ist nichts neues. In der Brille, die auch noch vor Sonnenlicht schütz eingebaut, auch nicht unbedingt. Trotzdem besticht Varia Vision durch Design und klare Darstellung auf dem In-Sight Monitor, sprich der Brille. Der Clou des Ganzen ist jedoch die Radar-Funktion, mit der der Fahrer gewarnt wird vor Verkehr. Vor dem Verkehr den er nicht sieht, weil er hinter ihm ist. Einfach und genial. Mit mehr Sicherheit beim täglichen Trip auf dem Bike, lassen sich so nicht nur Stadtparkure sicherer bestreiten. Auch der Trip auf den Landstraßen, Serpentinen oder Bergpässen wird so ein bißchen sicherer. Für diese Innovation, gibt es von uns deswegen die TOP-Note. Savety first und so macht der Sport erst richtig Spaß.  Super wäre, wenn dies sich als Trend entwickeln könnte. Smart nicht nur für mehr Spaß und Vergnügen einsetzen, sondern für mehr Sicherheit, damit mehr Zeit für eben den Spaß und das Vergnügen bleibt. 


Varia Vision, die Brille die das fahren sicherer macht
(Screenshot http://garmin.blogs.com)

 Mehr zu Vara Vision hier.




 TOP 2 – Zurück in die Zukunft


Passend zum Hype um „Zurück in die Zukunft“  werden mit Digitsole die Schuhe smart. Und ja sie können sich auch selbst "binden". Aber fernab vom Hype logisch, denn: Warum soll man sich mit extra Geräten abplagen? Schon bei den Walkmans nervte die Kabellage und das Gerät an sich. Danach mit i-pods, i-watches und Fittnestrackern in diversen Formen, es  war immer ein extra Gerät für die extra Funktion. Immer musste etwas mitgenommen, oder aufgeladen werden. So ist es sinnvoller die Sensoren dort einzubauen, was der/die SportlerIn eh dabei hat. In die Kleidung oder halt in  die Schuhe. Mit Digitsole bekommte der Läufer aber nicht nur einen klassischen Fittnesstracker an den Fuß geschnürt, sondern einen mit allerhand Gimmicks gespickten "Zurück in die Zukunft" look alike Sneaker. Der nicht nur deine Aktionen mitzählt, verrechnet und auswertet, sondern zusätzlich deine Füße beheizt, sich selbst „schnürt“, oder chipgesteuert deinen Tritt auf dem Laufgrund angepasst abfedert. Über eine Funktion als Navi wie bei dem Smartshoe von Ducere verfügt das für 400 Dollar im Frühjahr 2016 erscheinende Schuhwerk nicht, dafür über eingebaute mini Scheinwerfer für den Sprint im Dunkeln. Trotz des Preises wird sich so eine Käufergruppe finden. Den Smartshoe gibt es zudem in drei Varianten, neben der look alike Variante noch als klassischen Herrenschuh und als Stöckelschuh. Und wenn man dann zu Hause angekommen ist, stellt man die Schuhe anstatt ins Schuhregal in die Aufladestation. Irgendwie auch schön.



Zurück in die Zukunft look alike als Smartshoe
(Screenshot digitsole.com) 

Mehr zu Digitsole hier 




TOP 3 – Runder Freund


Klar, ganze ohne Fußball kommt eine Messe auch in den USA nicht aus. Und eins der wohl futuristischsten Produkte der Messe in Sachen Fußballsport ist dann auch der Ball an sich.  Adidas hat den Ball smart gemacht. Irgendwie ist er der wahrgewordene Traum der zukünftigen Fußballstars: Dein privater und immer gerechter Co-Trainer. Im Ball arbeiten Sensoren die u.a.  Daten zur Fluggeschwindigkeit, Spin, Treffpunkt registrieren. Das alles wird auf der dazugehörigen APP aufbereitet und an dein Smart-Endgerät verschickt. Hier kannst du dann die Daten auswerten, eigene Challenges aufstellen und natürlich alles mit den Freunden virtuell teilen. Und schick ist der Ball dazu auch noch. Ihn gibt’s für schlappe 200 Dollar. 

Der Adidas Smart Ball
(Screenshot http://www.adidas.com)

Mehr zu Adidas Smart Ball




TOP 4 – Smart schlagen


Dein persönlicher CO-Trainer beim Baseball. Das Prinzip ähnelt dem beim Adidas Ball, nur wird hier mit dem Easton Power Sender einem vorhandenen Spielgerät ein Zusatz beschert. Damit lässt sich jeder Baseball-, oder Softballschläger pimpen. Dein Schläger wird auf smart gepimpt. Der Easton Power Sender ist ein kleiner Aufsatz, der am Ende des Schlägers montiert wird. Somit wird dein alter Schläger smart und liefert dir u.a. Daten zum Treffpunkt, Schlagstärke oder Schlagschwung. Dein Bast-Faktor wird ermittelt, den du somit gezielt trainieren kannst. Klar gibt es dazu die passende App, auf der alle Daten übersichtlich aufbereitet werden. Listenpreis 149.99 Dollar.

Pimp my Schläger
(Screenshot easton.com)

Mehr zu Easton Power Sensor




TOP 5 – Der smarte BH


Sport-BHs gehören zum alltäglichen Kleidungsstück vieler Sportlerinnen. Folgerichtig wurde nun auch der Bra smart. Der OMbra von OMSignal ist ein klassischer Fittnesstracker, nur halt nicht in der Uhr oder dem Armband, sondern direkt auf der Haut. Auch hier gilt wie beim Smartshoe: Warum ein weiteres Gadget zum Training mitnehmen, wenn ich es eh schon anhabe? Und das Sport-BHs auch schick sein können, zeigt das ab Frühjahr 2016 für 150 Dollar erhältliche smarte Kleidungsstück auch noch, - ganz smart nebenbei. 

OMbra der smarte Sport-BH
(Screenshot omsignal.com)

Mehr zu OMbra




TOP 6 -  Preiswert Fit


Mit Withings Go ist ein weiterer Fittness Tracker auf den Markt. Entweder als smart Watch zu nutzen oder als Clip, überall ansteckbar. Das Gerät ist im Vergleich zur Konkurrenz mit nur 69 Dollar extrem preiswert, liefert aber dieselben Daten, wie die Produkte der großen Player. Der Clou des Gadgets ist aber neben dem niederigen Preis der e-Ink Monitor. Wie bei einem Buchlesegerät wird so ein schwarz-weißes Bild geliefert. Schonend für die Augen und für den Akku, der bis zu 8 Monaten halten soll. Und wer die Daten dann noch in bunt sehen will, freut sich bei der Nutzung der dazu passenden APP. 

Bei der Withings Go hält der Akku 8 Monate
(Screenshot withings.com)

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TOP 7 - Der Rhythmus, wo ich mit muß


Laufbänder aus dem Hause TechnoGym kennt man. Hier wurde nun Musik in das Laufband integriert und zwar so, dass das smarte Band einen Soundstream liefert der sich  deinem Lauftempo anpasst. Es registriert dein Tempo und liefert den passenden Sound und somit den Soundtrack für deinen täglichen Run. Mal schnell, mal lang, mal langsam.

Musikinteraktives Laufband von TechnoGym
(Screenshot http://www.technogym.com/gb/who-we-are/news-events-blog/?po=396000)

Mehr zu TechnoGyms interaktivem Laufband




TOP 8 -  Das e-Skateboard


Zurück in die Zukunft ist uptodate. Und damit auch der Traum vom Hoverboard. Das gibt es nun, wenn auch noch immer auf Rollen und anders als im Film vorausgesehen  Eher am fliegenden Original dran, ist das nun vorgestellte Acton Blink-Board. Auf den ersten Blick sieht es aus, wie ein klassisches Skateboard. Es ist aber in Wirklichkeit ein e-Board. Bis zu 25 km/h soll es an Geschwindigkeit bringen. Bremsen gehören bei dem Tempo natürlich  dazu. Gesteuert wird das Ganze über die App per Smartphone oder Tablet. Zu bekommen soll das Teil ab Ende Februar sein, für satte 500 Dollar.

Das Acton Blink-Board ist ein e-Skateboard. Es schafft bis zu 25 km/h
(Screenshot http://www.actonglobal.com/blink)

Mehr zum Acton Blink-Board




TOP 9 - 10 Jahre plus


Im Sportbereich kämpfen unzählige von datensammelnden Gadgets um Marktanteile. Die meisten in den nun schon klassischen Varianten als Uhr oder Band. Das Fittnessband der CES 2016 war für uns Mio Slice. Hier werden nicht nur Daten gesammelt, sondern auch nach dem Prinzip der persönlichen Aktivitäts-Intelligenz (PAI) ausgewertet. Die Daten entwickeln, bezogen auf Alter, Fittness-Zustand und Geschlecht des Users ein persönliches Tagesziel. Mit Erreichen dieses Ziels, soll die Lebenserwartung um bis zu 10 Jahre erhöht werden können. Die App gibt es umsonst, funktioniert aber nur mit dem Band Mio Slice, das soll im Laufe des Jahres für 100 Dollar zu haben sein.

Fittnesbänder von MIO
(Screenshot mioglobal.com)

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TOP 10 – Dein persönlicher Kameramann


Um Dronen kam man nicht herum auf der diesjährigen CES. Deshalb haben wir auch eine in unsere Top Ten aufgenommen und somit die Nr. 1 der Dronen 2016 gekürt: ONAGOfly. Auf der Fundraising Plattform IndieGogo ist das angepeilte Finanzierungsziel von 150.000 US Dollar für die Nano-Drone schon fast 1000% (!) übererfüllt worden. Knapp 1,5 Millionen Dollar stehen nun bereit. Und dadurch wird die Produktion der Drone, die automatisch der Person folgen kann und über Videoaufzeichnung in HD-Qualität verfügt, beginnen. Auf in IndieGogo kann noch mit 199 Dollar eingestiegen werden. Damit ist die Drone auch für neue jüngere Käuferschichten interessant. Spektakuläre Aufnahmen vom Skaten, Biken oder einfach nur beim Kicken werden das Actioncam-Fieber anheizen.

Diese smarte Nano-Drone folgt dir und liefert HD Quali-Bilder. Knapp 200 Dollar.
(Screenshot onagofly.com)

Mehr zu ONAGOfly 





Sonntag, 10. Januar 2016

Torrekord in Italien - Pasciuti trifft in fünf verschiedenen Ligen


Lorenzo Pasciuti hat mit dem italienischen Erstligisten FC Carpi in den vergangenen Jahren unglaubliches geleistet: Von der fünften in die erste Liga. Das lässt sogar Durchmarsch erfahrene Darmstädter neidisch werden. Seinen ganz persönlichen Rekord hat Pasciuti hat am gestrigen Samstag durch seinen Treffer beim 2:1 Sieg gegen Udinese Calcio aufgestellt. Pasciuti hat in Italien als ersten Spieler überhaupt in den fünf höchsten Spielklassen getroffen. Immer im Trikot seines FC Carpi.


In Deutschland kann Pasciuti nur Andreas „Lumpi“ Lambertz das Wasser reichen. Das Düsseldorfer Idol lief für die Fortuna in der Oberliga, Regionalliga, 3. Liga, 2. Bundesliga und im Oberhaus auf und war dabei jeweils erfolgreich. Dennoch kommt er nicht ganz an Pasciuti ran, denn als „Lumpi“ in der Oberliga getroffen hat, gab es die 3. Liga noch nicht. Lambertz kommt daher „nur“ auf vier Spielklassen.

Freitag, 8. Januar 2016

Neue Homepage für SportlerInnen: Sport & Ich

Gefühlt gibt es jeden Tag zehn neue Projekte im Netz, die sich dem Thema Sport widmen. Heute stellen wir eine dieser Seiten vor. Erst diese Woche ging mit  „Sport & ich“ ein neues Online-Magazin für Sportler ins Netz. Thema: Geschichten von Sportlern über ihren Sport, ihren Verein und ihre Motivation.

Schon seit ein paar Wochen wirbt „Sport & Ich“ auf Facebook und Twitter. Für ein Magazin indem die SportlerInnen selbst schreiben sollen: Wie sie zum Sport kamen, und was sie antreibt. Dabei ist die Sportart egal. Den Anfang machen Iryna, eine Läuferin aus Leidenschaft und Anna C. eine Poletänzerin. Die Homepage ist übersichtlich und modern gestaltet. Schnell lassen sich auch von Neuankömmlingen eigene Geschichten einstellen.


So wirbt "Sport & Ich" um sportliche AutorInnen


Das Leipziger Internetprojekt stellt sich selbst wie folgt vor.: 
„Wer Sport machen will steht sich einer enormen Vielzahl von Sportarten gegenüber. Bei manchen Sportarten hat man nur eine wage Vorstellung davon wie dieser Sport ist und wer kann es genauer erklären als die Sportler selbst?„Sport und Ich“ – zeigt euch die Ansichten der Sportler, wie Sie Ihre Sportart finden, was Sie motiviert, warum man Sie machen sollte und was Sie für Tipps und Tricks für euch haben.Uns ist egal ob Ihr Fußball, Volleyball, Handball, Tennis oder sonst eine andere Ballsportart spielt, ob ihr Schach, Poker oder ein Action-Spiel Spielt, ob ihr Schwimmt, Segelt, Surft oder Boxt, in der Kreisklasse, Bundesliga oder zum Spaß eurem Sport nachgeht.Wir wollen eure Sportlichen Geschichten hören, eure Motivation!„Sport und Ich“ – ist das Online Sport Magazin von euch für euch!“

Von motivationsfördernd bis verwirrend


Das hört sich sehr nett, modern und interaktiv an. Und auch die klare Struktur kann Spaß machen. Der pädagogische Ansatz zur Motivationsförderung beizutragen ist klar zu erkennen, und auch im Bezug auf gesundheitliche Vorsorge haben die Beiträge einiges zu bieten. Auch der Text zum Thema Motivation ist erfrischend locker und wird eingeleitet mit einem Bertolt Brecht Zitat. Wo gibt es denn sowas?

Bei der Rubrik „Sport Frei“ wird es den einen oder anderen schon mal durchschütteln. Zwar ist der Gruß aus den Anfängen des Sports der Arbeiterklasse in den 20er Jahren und danach besonders in der DDR kultiviert worden, doch für viele Westler steht der Gruß jedoch nicht nur für etwas Altbackenes, sonders auch für die Hooligan-Szene, die sich nach der Wende den Begriff aneignete, sowohl im Alltag, als auch im Merchandising. Das der Begriff auch heute noch im Osten weit gebräuchlich ist und vor vielen Spielen im Fußball noch genutzt wird und sogar eine Sportmesse sich „ Sport Frei“ nennt, tut dem keinen Abbruch. Diese Begrifflichkeit schreckt Wessis und antifaschistisch orientierte UserInnen ab. Trotzdem ein interessantes Projekt, dem eine weitere Verbreitung zu wünschen wäre. Vielleicht lernen wir ja in Zukunft deine Geschichte auf „Sport & Ich“ kennen. Als sportliche Unterhaltung oder Motivation für dich & mich.  


 „Sport & Ich“ im Netz






Aktuelle Tweets von „Sport & Ich“



Donnerstag, 7. Januar 2016

Das Ekel Foul des Jahres hat Nachspiel

Kurz vor Jahresende machte der Amateurfussballer Mehmet Değirmenci auf sich aufmerksam. Im Spiel der 1. Türkischen Amateurliga zwischen Dallıcaspor und Sanayispor trat er einem am Boden liegenden Gegenspiel gezielt an den Kopf und sorgte für landesweite Empörung.

Tritt gegen den Kopf (Screenshot) 
Dem groben Foul von Değirmenci ging ein Angriff von Dallıcaspor voraus. Kayhan Karakaş führte den Ball und drang in den Strafraum von Sanayispor ein. Dort verteidigte Değirmenci, der zuerst den Gegenspieler blockte und somit aus dem Strafraum drängte. Beim Rückzug des Stürmers ging Değirmenci von hinten in die Beine des Gegenspielers. Der Schiedsrichter reagierte sofort und bestrafte Değirmenci mit der roten Karte. Değirmenci reagierte ebenso sofort, drehte sich um und trat dem am Boden liegenden Gegenspieler mit voller Wucht gegen den Kopf. So als ob er einen Ball treten würde. Dies alles dokumentiert ein Video welches von der Tribüne aufgenommen wurde und im Internet schnell die Runde machte.


Video von der Spielszene in dessen Folge Değirmenci zutrat 

 

„Ich würde wieder zutreten“


Zügig die Reaktion des Verbandes. Der 31 jährige Fußballer wurde für zwei Jahre vom Fußballsport suspendiert, im Anschluss an die Suspendierung folgt eine Spielsperre von 21 Pflichtspielen. Doch Değirmenci verteidigt sich skurril. Gegenüber dem Internet-Portal mynet.com kündigte der Spieler an auch in Zukunft wieder so zu Handeln, da der groben Unsportlichkeit von ihm eine Beleidigung seiner Mutter durch Karakaş vorausgegangen sei.  
„Während einer körperbetonten Spielposition hat der Gegenspieler meine Mutter beschimpft. Als ich dann die rote Karte sah habe ich zugetreten. Wenn die selbe Situation noch einmal stattfinden würde, würde ich wieder zutreten. Hätten die Beschimpfungen mir gegolten, gäbe es kein Problem, aber weil es um meine Familie ging habe ich zugetreten“ wird Değirmenci zitiert. Wegen der Beschimpfungen will er zudem vor ein ordentliches Gericht ziehen. Dort wird der Fall wohl sowieso landen, denn auch Karakaş hat diesen Weg eingeschlagen. Beleidigungen gegenüber der Mutter seines Gegenspielers, soll es nicht gegeben haben. Linienrichter und Schiedsrichter seien zudem nah am Geschehen gewesen und haben diesbezüglich auch nichts notiert.  Der hauptberufliche Lehrer wurde im Anschluß an die Atacke krankgeschrieben und hat Anzeige beim zuständigen Staatsanwalt gestellt, der wiederum Untersuchungen eingeleitet hat. Dabei werden sowohl das Video, als auch die Äußerungen von Değirmenci gegenüber der Presse eine Rolle spielen. Hinzu kommt, dass die Strafe des Verbandes Değirmenci nicht wirklich tangiert. So wollte der Amateurfußballer eh mit 32 Jahren, dann auch gänzlich mit dem Fußballsport aufhören.