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Dienstag, 6. September 2016

Ein KoFaS-Projekt: 5 Fußballfans - 5 Videos

Im Rahmen des Modellprojekts „Kicks für Alle! Fußball. Fanszenen. Geschlechtervielfalt.“ sind fünf Videos entstanden. Anhand verschiedener Fangbiografien wird Geschlechtervielfalt in Fußballfanszenen aufgezeigt. Dabei sind Trixi, Jan, Dele, Daniel und Jule auf unterschiedliche Weise in den Fanszenen ihres Vereins aktiv. Sie engagieren sich gegen verschiedene Diskriminierungsformen und setzen sich für eine vielfältige und bunte Fankultur ein.


Die Videoserie ist Teil des Modellprojekts „Kicks für Alle! Fußball. Fanszenen. Geschlechtervielfalt.“, das u.a. im Rahmen des Programms „Demokratie Leben!“ vom Bundesministerium Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird. Das Projekt setzt sich zum Ziel, Geschlechtervielfalt in Fußballfanszenen zu fördern und Sexismus und Homo- und Transfeindlichkeit mithilfe von geschlechterreflektierter Sozialer Arbeit entgegenzuwirken.



Mehr Informationen unter: www.kicks-fuer-alle.de


Alle 5 Video Porträts hier:





„Geschlossenheit und Stärke gehören zum Ultra-Business mit dazu"




Dele ist seit elf Jahren Teil der Ultraszene in Braunschweig. In dieser Zeit blieben auch Konflikte mit rechten Fans und Hooligans nicht aus. In diesem Zusammenhang hat er auch Erfahrungen mit Stadionverboten gemacht und in der Zwischenzeit andere Sportabteilungen der Eintracht unterstützt. Obwohl Dele Gewalt für sich persönlich ablehnt, beschreibt er Gewaltvorkommnisse als Gegenstand der Ultrakultur - mit unterschiedlichen Folgen für Männer und Frauen.




„Ich würde mir wünschen, dass Frauen selbstverständlich in den ersten Reihen stehen“



Schon als junges Mädchen hat sich Jule für Fußball und insbesondere für den SV Werder Bremen interessiert. So spielte sie zunächst selbst Fußball und wandte sich später der aktiven Fanszene zu. Beim Support für Werder kann Jule um sich herum alles vergessen. Trotzdem wünscht sie sich, dass Frauen selbstverständlicher Teil der Kurven sein können und sich weniger mit sexistischen Anfeindungen auseinandersetzen müssen. Deswegen engagiert sie sich unter anderem in dem Netzwerk F_in (Frauen im Fußball).



„Ich bereue diese Liebe nicht zum 1. FC Nürnberg, und ich bereue diese Liebe nicht, die ich lebe“



Über seine Mutter hat Daniel seine Liebe zum Fußball entdeckt. Während er zu Schulzeiten eher Einzelgänger war und auch in seinen Anfangszeiten als Fan des 1. FC Nürnberg noch alleine ins Stadion ging, ist er nun im Fußballumfeld angekommen. Der erste Kontakt zur aktiven Fanszene des schwul-lesbischen Fanclubs norisbengel kam über eine Dating-Plattform zustande. Mittlerweile ist der aktive Kicker überregional vernetzt und auch bei den Queer Football Fanclubs (QFF) engagiert. Dort übernimmt er Aufgaben, die er sich noch vor einigen Jahren niemals zugetraut hätte.



„Fan unserer Borussia zu sein ist für mich das Zweitwichtigste im Leben“

Trixi ist 59 Jahre alt und hat seit 1980 so gut wie jedes Heimspiel der Borussia im Station gesehen. Lediglich ihren Stehplatz auf der Süd hat sie im Laufe der Zeit gegen eine Sitzplatzdauerkarte eingetauscht. Trixi schätzt sich glücklich, dass ihre ganze Familie die Leidenschaft zur Borussia teilt. Seit einigen Jahren setzt sie sich im Vorstand der Fanabteilung aktiv für die Belange der BVB Fans ein und engagiert sich gemeinsam mit vielen anderen gegen Diskriminierung und Rechtsextremismus im Umfeld des Vereins.


„Wir versuchen auf eine spielerische Art diesen Wettbewerb der Kurven zu führen“

Der FC stand für Jan immer schon an erster Stelle. So hat er auch irgendwann die eigenen Fußballschuhe an den Nagel gehängt, um keinen Spieltag zu verpassen. Mit seiner Ultragruppe engagiert er sich auch über die Stadiongrenzen hinaus gegen Diskriminierung. In den Räumlichkeiten des Fanprojekts organisiert er verschiedene Veranstaltungen, unter anderem zu Themen von Diskriminierung. Seine Vision ist es, dass das Engagement gegen Sexismus und Homophobie im Stadion Früchte trägt und von dort aus in die gesamte Gesellschaft getragen wird.





Montag, 14. März 2016

Runder Tisch gegen Homophobie im Fußball


Berliner Fußball-Verband lädt zusammen mit Lesben- und Schwulenverband ein

Am 30. März 2016 um 18.30 Uhr lädt der Berliner Fußball-Verband e.V. (BFV) zusammen mit dem Projekt „Soccer Sound“ des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg e.V. (LSVD) im Rahmen der gemeinsamen Kampagne „Rote Karte für Homophobie“ zum Runden Tisch ein. Die Veranstaltung findet im Haus des Fußballs statt.

Mit der Gesprächsrunde, zu der alle interessierten Berliner Fußballvereine zu einem offenen Austausch eingeladen sind, setzt der BFV sein Engagement gegen Homophobie und Diskriminierung fort. Der Runde Tisch, an dem auch Gerd Liesegang (Vizepräsident des BFV) teilnimmt,  bietet Vereinen die Gelegenheit, sich zum Thema Homophobie zu informieren, auszutauschen und gemeinsame Gegenstrategien zu entwickeln.  

Mittwoch, 30. März 2016, 18.30 Uhr bis 20.00 Uhr

Runder Tisch im Rahmen von „Rote Karte für Homophobie“
 
Haus des Fußballs, Humboldtstraße 8a, 14193 Berlin

Um Anmeldung wird gebeten: soccer@lsvd.de


Freitag, 9. Oktober 2015

8.Okt.-22.Okt.: fare Aktionswoche gegen Rassismus

Die 16. Fare-Aktionswoche startet am 8. Oktober und bietet bis zum 22. Oktober weltweit Raum für Botschaften und Aktionen gegen Rassismus und Diskriminierung im Umfeld des Fußballsports. Die von Fußball-Fans der europäischen Organisation gestarteten Aktionswochen sind damit wohl die nachhaltigsten und größten Aktivitäten im Fußball gegen Rassismus mit über 2000 Aktionen in 59 Ländern.


Fangruppen und Vereine bewerben sich im Vorfeld um finanzielle Unterstützung ihrer Aktion bei „fare“. So sichert „fare“, das nicht nur monetär gutgestellte Gruppen Social-Engagement leben können. Daraus ergibt sich ein Veranstaltungspaket, welches von Transparent-Aktionen in den Stadien über Ausstellungen bis hin zu Podiumsdiskussionen reicht.

So veranstaltet im Rahmen der Aktionswochen der Verein Gesellschaftsspiele e.V. am 20. Oktober eine Podiumsdiskussion zum Thema Homophobie und Xenophobie im russischen Fußball im Berliner BAIZ. Auch in der Türkei ist Homophobie ein Thema. So wird der vom türkischen Schiedsrichterverband, aufgrund seiner Homosexualität, geschasste Schiedsrichter Ibrahim Halil Dincdag, Begegnungen im Rahmen der Aktionswoche in den Städten Denizli und Izmir pfeifen. In den Teams spielen dann auch viele Geflüchtete mit LGBT Hintergrund.

Einen Überblick über das Programm der aktuellen fare-Aktionswochen gibt es hier und unter dem Doppel-Hashtag #Iam #FOOTBALLPEOPLE lässt sich das Treiben der Fanszenen und ihrer Supporter im Rahmen der Aktionswochen bei Twitter live mitverfolgen.

Aktuelle Tweets zum Hashtag #FOOTBALLPEOPLE