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Montag, 25. Januar 2016

Großes Jubiläum und ein Todesfall

Am Sonntag, den 24. Januar 2016, feierte der FC Union seinen 50. Geburtstag - wie derzeit so viele Clubs der ehemaligen DDR-Oberliga. Und man ließ sich nicht foppen: Zu Gast kam Borussia Dortmund, die Hütte an der Alten Försterei war dementsprechend voll. Zudem hatte die Fanszene eine Choreo über drei Tribünen vorbereitet, nachdem in der 2. Liga zum Jahrestag bereits gezündelt worden war.



Doch war der fantastisch gefeierte Geburtstag begleitet von einem Unglücksfall. Denn zu Jahresbeginn war der Kultsänger Achim Mentzel verstorben. Blieb er vielen Fans als Autohauseröffner, Fleischthekenbegleitprogramm und zotiger Altersheimunterhalter in Gedanken, hat er sich auch seine Sporen um den FC Union verdient. Denn er bardete dem Club aus Berlin-Köpenick seine erste Vereinshymne auf Vinyl. Das war 1985. Man dankte es ihm nun mit einem Nachruf im Stadionheft.


Es war ein runder Abend.


Und Geburtstagskerzen gab es in der 60. Minute auch.

Bonus: Achim Menzels Union-Hit

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Twitter Top Ten: Real Madrid und Barcelona spitze

Auf den ersten Blick keine Überraschung bei den totalen Twitter Follower Zahlen der Fußballvereine. Real Madrid und Barcelona stehen ganz weit oben in der Gunst der Twitter Community. Stark auch die Klubs aus der englischen Premier League. Vertreten mit gleich vier Vereinen. Zu den spanischen und englischen Klubs gesellen sich dann noch jeweils zwei Klubs aus der Türkei und Brasilien. Teams aus der Bundesliga sind in der #TwitterFollowerTopTen nicht vertreten.

Die internationale Beliebtheit von Real Madrid und dem FC Barcelona steht außer Frage. Nicht nur sportlich spielbestimmend, auch wirtschaftlich sind es die beiden erfolgreichtsen Fußballklubs der Welt. Doch die absoluten Follower Zahlen im Vergleich zur Konkurrenz sind überraschend deutlich. Nur Arsenal, Manchester United und Chelsea zusammen gerechnet würden es schaffen mehr Follower auf sich zu vereinen.


Zahlen beziehen sich ausschließlich auf offizielle Hauptaccounts der Vereine. Follower von anderen offiziellen Accounts der Vereine wurden nicht berücksichtigt.


10 Millionen Follower Vorsprung


Knapp 18 Millionen interessieren sich für Ronaldo und Co. . Barcelona mit über 16 Millionen folgt. Top 3,4 und 5 halten gebührend Abstand. Etwa zehn Millionen User weniger interessieren sich für die Top-Teams der Premier League bei Twitter. Überraschend hingegen ist die hohe Follower Anzahl von Galatasaray und Fenerbahçe. Mit  knapp 6 Millionen Followern ist Galatasaray Top 6 in der Welt. Fenerbahçe mit fast 5 Millionen immerhin noch Top 8. Ebenfalls beachtenswert die brasilianischen Teams Corinthas und Flamengo, die mit jeweils über 3 Millionen Followern zu den Top 10 der Fußball-Twitter Welt gehören.

Top Ten ohne Bayern, Mailand und Turin


Die absoluten Zahlen besonders der Klubs ohne englischsprachigen Hintergrund, sind auch im Bezug auf die User und ihren Sprachhintergrund interessant. Nicht nur das Englisch die Weltsprache ist, auch bei Twitter findet über 50% der Kommunikation auf Englisch statt. Eigentlich ein Vorteil für die Klubs aus der Premier League. Denn Spanisch ist erst nach Japanisch die Nr. 3 im twitterschen Babylon. Trotzdem stehen die spanischen Klubs unangefochten ganz oben. Und das in der Türkei und Brasilien Twitter ein beliebtes Kommunikationsmittel ist nicht erst seit den Straßen Protesten von 2013 bekannt. Doch das jeweils zwei Teams aus beiden Ländern in den Top 10 sind und internationale Top-Marken wie Bayern München, AC Mailand und Juventus Turin hinter sich lassen überrascht. So sind die drei letztgenannten doch alle in der Top-Ten der wirtschaftlich erfolgreichsten Klubs.

Entwicklungsland Deutschland



Twitter fristet in Deutschland ein Schattendasein. So verwundert es nur im ersten Moment das Bayern oder Dortmund nicht in den Top-Ten sind. 2,4 Millionen Follower wie bei Bayern oder 1,8 Millionen wie bei Dortmund reichen eben nicht zur virtuellen Spitze. Dabei scheint bei Bayern zumindestens erkannt worden zu sein, das die Konzentration auf den deutschsprachigen oder deutschaffinen Markt alleine nicht reicht und bietet mit @FCBayernEN oder @FCBayernES offizielle Kanäle in anderen Sprachen an. Doch beide Accounts haben zusammen gerechnet bisher gerade mal 600.000 User generiert. Der @BVB hingegen setzt weiterhin auf Mixed-Content. Hier wird neben dem Deutschen auch auf Englisch getwittert. Richtig erfolgreich war das bisher auch nicht. Platz 21 in der Twitter Follower Liste. So wird offensichtlich weiterhin nach der richtigen interkulturellen Kommunikationsstrategie in der Bundesliga gesucht.

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Bayern Top, auch bei Twitter


Während die Bundesliga gerade gestartet ist, steht der Meister im Twitter Follower-Ranking schon fest. Klar führt hier der FC Bayern vor Borussia Dortmund. Die anderen Teams sind weit abgeschlagen. ...
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tumds.blogspot.de - 20 August 2015, Donnerstag
© tumds.blogspot.de

Hertha Top im Berliner Twitter Ranking

Was machen die Berliner Klubs außerhalb des grünen Rasens? Wir haben einen kurzen Blick auf die Zahlen bei twitter geworfen. Und das Ergebnis ist ernüchternd. Von den über 400 beim Berliner Fußballverband registrierten Vereinen ließen sich nur 15 Twitter-Accounts eindeutig einem Verein bzw. einer Fußballabteilung eines Klubs (@fuechsefussball) zu ordnen. Und auch die Follower-Zahlen sind niederschmetternd. ...
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tumds.blogspot.de - 4 August 2015, Dienstag
© tumds.blogspot.de

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Sonntag, 15. Februar 2015

Never change a winning team - Reus und Juno mit neuen Trend?


Erfolg im Fußball hat oft mit Kontinuität zu tun. Nur leider hat Fußball sehr oft auch was mit Geld zu tun. So fällt es manchem Verein schwer, Kontinuität in seinen Kader zu bekommen, da die besten Spieler dem Ruf des Geldes folgen. Umso erfreulicher sind daher die Meldungen der letzen Woche. Marco Reus verlängert trotz Lockrufen aus Madrid, Manchester und München in Dortmund und - weniger spektakulär aber mit gleicher Signalwirkung  - Zlatko Junuzovic bleibt Werder Bremen erhalten.

Die Hoffnung besteht, dass die beiden damit einen Trend setzen der zum Umdenken bei anderen Spielern einsetzt. Natürlich ist es nicht immer falsch den Verein zu wechseln, auch der Reiz mehr Geld zu verdienen ist verständlich, doch zeigen etliche Beispiele, dass nicht jeder Wechsel einen Spieler weiterbringt. Reus hat gleich zwei gute Beispiele als Mitspieler. Nuri Sahin wechselte 2011 als gefeierter Stratege der Dortmunder Meisterelf zu Real Madrid, ein Jahr später zum FC Liverpool und kam im Januar 2013 mit der "Erfahrung" von vier Primera Division und sieben Premier League Einsätzen zurück zum BVB. Ähnlich erging es Shinji Kagawa bei Manchester United.

Auch beim SV Werder gibt es genügend negativ Beispiele für die Stagnation eines Spielers nach einem Wechsel. Aktuelles Beispiel ist Aaron Hunt, schon im Winter gab es heftige Spekulation über eine Rückkehr an die Weser. Verständlich, dass ein Spieler der jahrelang Stammspieler war, nicht zufrieden ist, wenn er bei seinem neuen Club auf der Bank versauert. Da hilft dann auch das Plus auf dem Konto nix. Und seien wir doch mal ehrlich, es sollte den Herren Bundesligaspielern doch eigentlich egal sein, ob Sie an der Weser ein bis zwei Millionen oder in Wolfsburg vier plus X Millionen verdienen und selbst mit dem Gehalt eines Mainzer Fußballjecken lebt es sich wohl derzeit besser als mit Hamburger Millionen. Wir könnten ja mal Nicolai Müller fragen. Letztes Jahr klopfte er mit neun Toren noch bei Jogi Löw an, aktuell schlägt er sich mit dem Hamburgern im Abstiegskampf rum und erzielte bisher nur ein mageres Tor. Glücksmomente? Fehlanzeige!

Diese Liste kann man unendlich weiter führen. Also liebe Tim Borowskis, Andi Herzogs, Sidney Sams, Ailtons, Marcell Jansens der Zukunft, bevor ihr wechselt, denkt immer daran, dass eine Million im Jahr schon sehr viel Geld ist und "Never change a winning team".

Donnerstag, 31. Juli 2014

Leipzig, Wolfsburg und Hoffenheim - Kauf dir deinen Club


Die Kritik an den sogenannten Retortenclubs wird es wohl immer geben, aber sind sie wirklich eine Bedrohung für die Fairness im Fußball? Mit viel, sehr viel Geld geförderte Vereine gehören in England längst zur Tagesordnung. Mit Chelsea hat es angefangen, eine Ende ist nicht in Sicht und ging es nicht sowieso schon immer darum, den besten Sponsor zu finden?


Der finanzielle Rahmen von Paris St. German ist zugegebenermaßen Lichtjahre von dem des BVB entfernt, doch denkt der SC Freiburg nicht seit Jahren das gleiche über Clubs wie den HSV. Fußballerisch haben die Hamburger in den vergangen Spielzeiten nicht mehr auf die Beine gestellt als die Breisgauer, doch in Punkto Investitionen sind die Zahlen eindeutig. Der HSV hat sich in den letzten fünf Jahren ein Transferminus von ca. 25 Millionen Euro gegönnt. Während die Freiburger ein Plus von 15 Millionen erwirtschaftet haben. Dennoch können die Hamburger in dieser Saison wieder ordentlich auf Shoppingtour gehen, während der SCF kleine Brötchen backt. Die einfache Erklärung hierfür ist; der Standortvorteil. 

Letztendlich gehört, wie so oft im Sport, Glück dazu. Red Bull dachte eben, dass man den Leipzigern am schnellsten Flügel verleihen kann. In Freiburg denkt man sich, dass man auch gerne Fliegen lernen würde. 

Doch wie der HSV oder auch Leipzig zeigen, schießt Geld von allein nicht automatisch Tore. Der HSV hinkt seit Jahren seinen Ansprüchen hinterher und auch die Leipziger haben in der Regionalliga drei Anläufe gebraucht um sich gegen Teams wie Meuselwitz, Goslar und Türkiyemspor durchzusetzen.

Mittwoch, 16. April 2014

Kein Märchen des Sports – Henrikh Mkhitaryan – Spielmacher der Extraklasse

Die Kritiker an den Stammtischen des Ruhrpotts sind groß. Doch sie werden verstummen. Mkhitaryan kostete über 25 Millionen Euro Ablöse, sollte Mario Götze ersetzen. Keine einfache Rolle für die erste Saison in einer europäischen Topliga. Rein statistisch gesehen läuft alles prima 27/7/9 in Spielen, Toren und Vorlagen lautet seine Bilanz in der Bundesliga.

Doch manchmal schien er gehemmt, zu schüchtern oder nicht entschlossen genug auf dem Platz. In den wichtigen Spielen spielte er nicht immer spektakulär, was ihm am Stammtisch natürlich übel genommen wird. Kenner sahen aber schon sein Können aufblitzen, wie er mit aller Ruhe den Ball berührt, verführt ja fast streichelt und das Spiel ganz nach seinem Belieben gestalten und verwalten kann. Typ Spielmacher der Extraklasse!

In den letzten beiden Spielen ist er nunmehr explodiert. Am letzten Wochenende gegen die Bayern in der Liga und gestern im Pokal gegen den VfL Wolfsburg kam zu dem sonst nur vom Fachmann zu erkennenden Spielverständnis auch noch eine große Portion Spektakel dazu. Umso bemerkenswerter ist, dass Mkhitaryan diesen enormen Schub nach der wohl schwersten Stunde seiner noch jungen Kariere hinlegt. Noch vor einer Woche war er der tragische Held. Beim 2:0 Erfolg des BVB gegen die Königlichen aus Madrid fehlte der Borussia nur ein Tor um die Verlängerung zu erzwingen und Mkhitaryan hatte nicht eine, nicht zwei sondern drei Riesenchancen dieses zu erzielen. Doch es wirft ihn nicht um, es macht ihn besser. Typ Spielmacher der Extraklasse – wie schon gesagt. Und nächste Saison, das wage ich vorherzusagen, startet er erst richtig durch.