Posts mit dem Label Argentinien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Argentinien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 28. Mai 2016

Copa America 2016 beginnt am Freitag



Während die Europäer gespannt auf den EM-Auftakt am 10. Juni 2016 in Paris warten, können sich die Fußballfans auf der anderen Seite des Atlantiks schon eine Woche früher über den Start der Copa America freuen. Am 3. Juni eröffnet der Gastgeber USA gegen Kolumbien das Turnier. Gastgeber USA? Ja, richtig gelesen. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des südamerikanischen Fußballverbandes CONMEBOL findet die Copa erstmals außerhalb Südamerikas statt. 

Turnusgemäß hätte erst im Jahr 2019 die nächste Copa America stattgefunden, doch um den runden Geburtstag standesgemäß zu feiern, beschloss der CONMEBOL eine Sonderausgabe zu veranstalten. Sehr zur Freude aller Fußballfans in Nord- und Südamerika, denn neben dem ungewöhnlichen Austragungsort bietet die Sonderausgabe Copa America 2016 weitere Neuerrungen. So ist es zwar seit 1993 zur Gewohnheit geworden, dass ein oder zwei Gastmannschaften des nord- und mittelamerikanischen Verbandes CONCACAF an der Copa teilnehmen, - auch Japan wurde 1999 schon ein Mal eingeladen - aber in diesem Jahr sind neben dem Gastgeber USA noch fünf weitere CONCACAF-Mannschaften dabei. Costa Rica, Haiti, Jamaika, Mexico und Panama komplettieren das Teilnehmerfeld. Somit gehen erstmals in der Geschichte 16 Mannschaften auf die Jagd nach dem Titel.

Ob es diesmal auch den ersten nicht südamerikanischen Champion geben wird, bleibt abzuwarten.  Mexico - mit zwei Finalteilnahmen die erfolgsreichste Gastmannschaft - könnte den Südamerikaner noch am ehesten die Show stehlen. Die Debütanten Haiti und Panama und auch Jamaika (eine Teilnahme) gehen als krasse Außenseiter ins Turnier. Costa Rica geht in seine fünfte Copa, ist bisher jedoch noch nicht über das Viertelfinale hinausgekommen. Bleiben noch die von Jürgen Klinsmann trainierten US-Boys (drei Teilnahmen). Sicherlich hat der US-Fußball in den vergangenen Jahren enorm zugelegt, aber schon eine Wiederholung des Wunders von 1995, als die USA bis ins Halbfinale einzogen, wäre eine kleine Sensation für den Gastgeber. Wer Klinsmann kennt, weiß, dass er genau solche Momente liebt. Seine Jungs zeigen sich jedenfalls in entsprechender Form. Die Testspiele gegen Puerto Rico und Ecuador gewann die US-Elf souverän.

Turnierfavoriten sind aber andere. Argentinien und Brasilien sind hier immer an erster Stelle zu nennen. Wobei die Brasilianer zuletzt enttäuschten. Seit ihrem Triumph 2007 haben sie das Halbfinale nicht mehr erreicht. In den letzten Jahren haben der wiedererstarkte Copa-Rekordchampion Uruguay (15 Titel) und der von Bayern-Star Arturo Vidal angetriebene Titelverteidiger Chile den Etablierten die Plätze streitig gemacht. Paraguay und Peru haben ebenfalls mit regelmäßigen Halbfinalteilnahmen das gewohnte Bild durcheinander gewirbelt.

Wer bei der Jagd auf den Jubiläumstitel der Copa America live dabei sein möchte, kann alle Spiele im Live-Stream bei ran.de schauen.

Montag, 14. Juli 2014

Argentinien gewinnt WM-Battle

Das WM-Finale haben die Argentinier mit 1:0 gegen Deutschland verloren, doch beim WM-Battle auf Tricks und Märchen des Sports sichert sich die Albiceleste den Titel. Ob dies die Südamerikaner wirklich trösten kann, bleibt zugegebenermaßen abzuwarten. Für alle aus unserer Redaktion ist es allerdings erfreulich, dass es zumindest einer unserer Favoriten bis ins Finale geschafft hat.  Fritz Frottee hatte ein gutes Gespür, was die Stärke des Teams um Lionel Messi angeht. Wir gratulieren ihm zum Weltmeistertitel!

Den Sieg in der B-Wertung sichert sich Mike Werner mit Chile. Er betreute sein Team am hingebungsvollsten und seine Artikel bekamen die meisten Klicks. 

Den Titel "Meistgelesener-Artikel" sichert sich Harald "Hacky" Aumeier mit "USA: Cooler Außenseiter".

Überraschungsteam des WM-Battle sind ebenfalls die US-Amerikaner, denn wir anderen waren uns alle einig, dass unser geschätzter Kollege Aumeier bei seinem Tipp total danebenliegt. Doch er hat uns genauso überrascht, wie das Team von Jürgen Klinsmann die gesamte Fußballwelt zum Staunen brachte, dass die US-Boys jetzt auch Fußball spielen können.

WM-Battle Siegerin des Herzen wird Lisa-Princess BoaPeng. Mit ihrer einfallsreichen Berichterstattung hat sie die Jury und die Leser überzeugt.

Sonntag, 22. Juni 2014

Belgien - ohne Kraftverlust in die K.o.-Phase


Die ZDF-Experten Oliver Welke und Oliver Kahn hatten sich vor dem Spiel gegen Russland noch über Marc Wilmots Aussage zum ersten Gruppenspiel der Belgier lustig gemacht. Über den 2:1 Sieg gegen Algerien hatte der Coach der Roten Teufel zu Protokoll gegeben, dass er den Spielverlauf genau so geplant habe. Man habe in der ersten Halbzeit Kraft gespart, um im zweiten Abschnitt die dann müder werdenden Gegner mit frisch eingewechselten Spielern zu überrennen. 
 
Nach dem 1:0 Sieg der Belgier durch ein erneutes Jokertor in der 88. Minute und dem damit verbunden Achtelfinaleinzug, waren sich Welke und Kahn dann nicht mehr so sicher, ob Marc Wilmots vielleicht doch ein riesen Taktikfuchs ist. Ob er ein Fuchs ist oder doch ein Kampfschwein, wie er zu seinen Schalker Zeiten liebevoll von den Fans gerufen wurde, wissen wir nicht. 


Sicher ist, Wilmots weiß wie er sein Team bei diesen Bedingungen einzustellen hat. Belgien spielt ohne großen Aufwand sicher aus der eigenen Hälfte heraus und lässt Ball und Gegner laufen. Zum Ende eines jeden Spiels, bringt Wilmots ein paar frische Kräfte, Eden Hazard schaltet den Turbo an und Belgien geht als Sieger vom Platz. Eine ganz einfache Formel. Aber wenn wir ehrlich sind, eigentlich ist die Idee bei Argentinien abgeguckt. Nur dort heißt Hazard halt Messi. 

Klar Belgien hat noch kein spielerisches Feuerwerk abgebrannt, wie die Franzosen, Holländer oder Deutschen, doch nicht zuletzt die WM 2010 hat uns gezeigt, dass dieses Tempo nicht bis zum Finale durchzuhalten ist. Dort geriet die deutsche Mannschaft nach spielerischen Ergüssen gegen England und Argentinien im Halbfinale unter die Räder. Belgien hingegen wird sich im Turnierverlauf weiter steigern können und dank dieser teuflischen Philosophie Weltmeister werden.
 

Dienstag, 10. Juni 2014

Argentina - Wo Fußball mehr ist als eine Religion

Bei uns bzw. bei denen „ist Fußball wie eine Religion“. Wie oft hat man dieses Satz schon gehört, gilt er doch bei Brasilianern ebenso wie bei Südafrikanern, Kroaten oder – vergleicht man die schwindende Anzahl der Kirchgänger mit den steigenden Zuschauerzahlen in der Bundesliga – am Ende auch bei uns Deutschen.

Ein Tag in Buenos Aires jedoch zeigt, dass Fußball auch mehr sein kann als Religion. Fußball ist überall, Fußball ist Thema Nr. 1, Fußball ist alles, was zählt. Die Stadt, die als Welthauptstadt des Fußballs gilt, atmet Bälle, Taktiken und Spielzüge. Vierzehn der zweiundzwanzig Vereine der ersten argentinischen Liga kommen aus Buneos Aires und jeder einzelne wird hingebungsvoll vergöttert, sei es River Plate, die Boca Juniors oder auch „kleinere“ Vereine wie Racing oder Independiente. Welche Magie dieser geballte Fußballwahn ausübt, aber auch welche Konflikte dadurch in einer Stadt mit gefühlt 500 Derbys pro Saison aufkommen, zeigt z.B. die Dokumentation „Ekstase und Schock – Die Fußballhauptstadt Buenos Aires“ recht eindrucksvoll.

Aber all die Rivalität, die der argentinische Fußball nach innen ausstrahlt, wird in den nächsten Wochen keine Rolle spielen, denn da thront über allem nur eines: La Albiceleste! Stellt man sich vor, all die Energie, die die Argentinier in ihren alltäglichen Fußball einbringen, wird für vier Wochen gebündelt und auf die „Weiß-Himmelblauen“ übertragen, muss einem fast Angst und Bange um eine ganze Nation werden, egal was passiert. Wie das dann auf den Rängen aussehen kann, sieht man z.B. in Ansätzen hier (Man beachte den prominenten Mitsinger und den verdutzten Holländer):

 
Ein weiterer Grund, warum Fußball in Argentinien mehr ist als eine Religion, zeigt sich in der Verehrung ihrer Gottheit. In den Straßen von Buenos Aires hängt sie in jedem Laden, ziert 9/10 aller Souvenirs und strahlt von jeder Hauswand. Die Rede ist von „El Diez“, „Pibe de Oro“, der „Hand Gottes“, the one and only: Diego Armando Maradona. Dem kleinen, leicht pummeligen Ballkünstler mit dem Hang zu leistungsfördernden und bewusstseinserweiternden Mittelchen wird eine Vergötterung zuteil, der der Begriff kaum gerecht wird, da wohl jeder Gott dieser Welt im Verhältnis nur neidisch sein kann. Und auch die große Anzahl der „Maradonistas“ rund um den Globus unterstützt die Annahme, schaut euch nur mal die Anzahl der Diegos an, die heute in Neapel registriert sind und jeden Morgen das "Diego unser" beten. Es gibt nicht nur ein Lied über Maradona, es gibt sogar eine „Top Ten der besten Lieder über Maradona“Mein Favorit ist Manu Chao, „La vida tombola“. Das Leben ist eine Lotterie. Treffsichere Poesie.
Heute, so könnte man meinen, sollte längst ein anderer argentinischer Fußballer den Gottesstatus erreicht haben: Lionel Messi. In den letzten Jahren (abgesehen von diesem) stets zum besten Fußballer des Universums gekürt, ist er prädestiniert dafür, Maradona vom Gottesthron zu stoßen. Allerdings wollte ihm das bisher nicht so recht gelingen, konnten die Leistungen von „La Pulga“ (dem Floh) im Dress der Albiceleste doch nie so richtig an die beim FC Barcelona anknüpfen. Ob es am hohen Erwartungsdruck oder dem abweichenden Spielsystem liegt, weiß keiner genau. Aber es wird definitiv Zeit, dass sich das ändert. Der wertvollste Spieler der Welt ist er weiterhin mit großem Abstand – Da kann CR7 so viel posen, wie er will und Real noch so viel für ihre walisische Elfe hinblättern.
So, genug Blabla. Kommen wir zur entscheidenden Frage hier bei der VAHA-WM: Warum wird Argentinien Weltmeister? Dazu gibt es ein paar Hypothesen:
Hypothese 1 – Übernatürliche Kräfte
Wie schon im ersten Absatz beschrieben, lässt sich für unsereins kaum erahnen, welche Energie und grenzenlose Euphorie bei den Fans der „Gauchos“ (nennt sich oder die Mannschaft in Argentinien keine Sau) freigesetzt wird, wenn es endlich los geht. Schlagkräftig ist die Unterstützung bisweilen auch. Wenn dazu auch noch der Übergott mit Sixpack antanzt und den Sieg prophezeit kann eigentlich kaum noch was schiefgehen. 
Hypothese 2 – Der Südamerika-Faktor
Fakt 1: Weltmeisterschaften in Südamerika können nur südamerikanische Teams gewinnen.
Fakt 2: Brasilien kann zuhause keine WM gewinnen.
Fakt 3: Argentinien ist mindestens die zweitbeste Mannschaft Südamerikas.
Fakt 1+2+3= Argentinien wird Weltmeister
Nicht zu vergessen, die Rivalität zwischen beiden Mannschaften und wie süß der Erfolg schmeckt, wenn der Cup im Land des Erzrivalen geholt wird.
Hypothese 3 – Die ÜberOffensive
Ein schöner Vergleich ist bspsw. die Stürmer-Spalte im deutschen und argentinischen Kader. Unserem alten Haudegen Miro Klose stehen auf argentinischer Seite Namen wie Gonzalo Higuaín, Ezequiel Lavezzi, Sergio Agüero und natürlich Messi gegenüber. Einen Carlos Tevez ließ man gar ganz galant gar zuhause. Ein Traum, sich so etwas leisten zu können. Dahinter lauert unter anderem Angel di Maria, für mich der überragende Akteur im Champions League Finale. Und auch wenn sich die Defensive nicht ganz so prominent liest, sind mit Zabaleta und Garay auch zwei Kanten dabei, auf die kaum ein Team der Welt verzichten könnte.
Hypothese 4 – It’s Messi Time
Hört sich im ersten Moment komisch an, aber Messis kleines Tief in der vergangenen Saison könnte der ausschlaggebende Faktor für Argentiniens dritten WM-Titel werden. Es ist ein wenig ruhig geworden um den kleinen Floh, was wiederum zur Folge haben könnte, dass er endlich einmal entspannt aufspielen kann, ohne die maradonsche Last auf seinen Schultern. Außerdem hat er nach dem verlorenen Goldenen Ball noch etwas gut zu machen. WM-MVP wäre da doch schon etwas. Und wer sonst, als Lionel Messi hätte diesen Titel verdient (ohne jetzt gespielt zu haben)? Neymar? Ich geh mal kurz brechen.

Donnerstag, 29. Mai 2014

Chile Chile Chile, el título es tu!

----------------------------Ein Team - Ein Titel! Chile hat hohe Ziele im Visier.---------------------

Wenn die 20. Fußball-WM der Herren am 12. Juni beginnt, ist es einfach auf die „Großen“ zu setzen. Und zeugt eher davon, medial beschwatzt worden zu sein, als sich an die unübersehbaren Fakten zu halten. Denn Chile, diese fußballwahnsinnige Ländchen, wird den lang ersehnten Titel holen. Diesen Sommer. Kein Zweifel.

Dabei spricht eine schier unendliche Liste an Argumenten für die vom Argentinier Jorge Sampaoli trainierte Auswahl. Damit dieser Text jedoch lesbar bleibt, sei an dieser Stelle nur eine Auswahl der wichtigsten Punkte angeführt:

a) Historisches: Südamerikanische Mannschaften gewinnen nur dann Heimtitel, wenn eine schaurige Diktatur gerade das Land zu zerrütten droht – so wie die argentinische Militärjunta 1978. Brasilien ist – bei allen sozialen Verwerfungen – eine Demokratie, woraus folgt, dass die Gelb-Grünen den Titel nicht holen. Stattdessen wird Chiles Kapitän Arturo Vidal von Juventus Turin den Pokal nach knapp vier Wochen in die Luft stemmen, da das Land vom südamerikanischen Pazifik auf Revanche sinnt: Denn wer gewann die WM 1962 im Land des Literaturnobelpreisträgers Pablo Nehuda? Genau, Pelé und seine Trickserbande. Dieses Mal läuft`s andersrum!

b) Wer denn sonst?: Statistiken lügen nicht – kein europäisches Land wird das Turnier gewinnen, denn das gab es ja noch nie. Das Klima, die Zeitumstellung, Joachim Löws Führerscheinentzug – der Weg für Teams aus Europa ist steinig, zu steinig zum Laufen. Bliebe da noch die Konkurrenz vom Kontinent. Doch wer wäre schon so blind, seine güldenen Taler derart aus der Loge zu werfen? Brasilien ist schon lange nicht mehr das Land, von dem es hieß, dass auf jedem Bolzplatz der nächste Bundesliga-Torschützenkönig warte. Und Argentinien kommt trotz wild-entschlossener Versuche, Tiki-Taka zu kopieren, nicht darüber hinweg, dass sich Messi nun mal wohler an der spanischen Mittelmeerküste fühlt als in Hellblau. Die einzigen, die Chile gefährlich werden können, sind die Ecuadorianer: Denn die haben so eben beschlossen, ein lokales Ökoreservat geplanten Ölbohrungen zu ergeben. Das wiederum könnte der korruptionsgewohnten FIFA-Gang gefallen und den benötigten Beistand „von oben“ sichern.

c) Die Spieler, dieses Team!: Um auf der Gangsterskala jedoch nicht ins Hintertreffen zu geraten, haben sich Vidal und Starstürmer Sánchez vom FC Barcelona just vor Turnierbeginn nochmal ordentlich Tinte in die Arme hacken lassen. Umgeben sind die beiden Superstars von Eduardo Vargas vom FC Valencia, Francisco Silva von CA Osasuna, Mauricio Isla von Juventus Turin, der dort jedoch nur Vidal in seiner Muttersprache bei Laune hält, und Claudio Bravo von Real Sociedad. Ansonsten ist das Team größtenteils mit jungen Megatalenten besetzt, von denen die meisten für die Erzrivalen „Colo-Colo“ oder „La U“ (Universidad de Chile) in der Hauptstadt Santiago de Chile kicken. Beim zweiten Club spielen auch die drei Ersatzkeeper Johnny Herrera, Paulo Garces und Cristopher Toselli, die es in den vorläufigen Kader geschafft haben. Mit dieser nur für Außenstehende eigenartig anmutenden Kaderzusammenstellung, kann das Team ja kaum verlieren. Denn wer es dem ersten chilenischen Sieger der Copa Sudamerica (2011) nachmacht und gleich drei Auswahltorhüter plus den etatmäßigen Stammkeeper in den Kasten stellt, dem ist der Titel sicher!

Ohnehin hat die Elf fasst so viele Punkt in der Qualifikation gesammelt, wie es Pinguine pro Quadratmeter an der Küste gibt: 28 Punkte aus 16 Partien bei einem positiven Torverhältnis von 29:25 berechtigten zu einem soliden Platz drei. Dabei darf selbst der Fünftplatzierte Uruguay noch zur WM fahren und das obwohl sich Brasilien als Gastgeber nicht einmal qualifizieren musste. Zudem hat das ebenso rot-weiß-blaue wie absolut unterschätzte Team erst kürzlich bewiesen, wozu es fähig ist, als es die deutsche Auswahl im März in Stuttgart lange gegen die Wand spielte und nur knapp mit 0:1 verlor. Daraus hat man gelernt. Das Team wird sich erst gegen Australien (wer hat die denn reingemoogelt?) warmschießen, dann die Ära von Vincent del Bosque und seinen alternden, wie titelverfetteten Spaniern beenden, um die Gruppenphase mit einem Kantersieg gegen Holländer abzuschließen, die vorne zwar mit Namen wie Huntelaar, Robben und van Persie prahlen, doch dahinter nix mehr haben. Denn wer soll sie anspielen, kann in der Abwehr doch ein Paul Verhaegh vom FC Augsburg auf Einsatzzeit hoffen. Nichts gegen den FCA, aber ein spielgenialer Stratege wie die Seedorfs, Koemans oder Cruyffs der orangen Fußballgeschichte ist der nicht. Also Chile - Valparaiso, deine Perle von Strandstadt ist zu Jahresbeginn durch ein Feuer zerstört worden – überkomme diesen Schmerz und flamme deinem ersten Titel entgegen!

Hier die Kurzfakten zum Turnierstart für Chile: Mannschaftsquartier und Trainingsstätte wird das Toca da Raposa II in Belo Horizonte sein.

• Chile – Australien: Freitag, 13. Juni 2014, 18:00 Uhr (24:00 Uhr MESZ) in Cuiabá
• Spanien – Chile: Mittwoch, 18. Juni 2014, 16:00 Uhr (21:00 Uhr MESZ) in Rio de Janeiro
• Niederlande – Chile: Montag, 23. Juni 2014, 13:00 Uhr (18:00 Uhr MESZ) in São Paulo