Mit einer langen und politischen Erklärung reagiert Ex-St. Pauli Stürmer Deniz Naki auf Darstellungen seitens seines Ex-Vereins, dem türkischen Süperligisten Genclerbirligi.
Am Dienstag wurde der Vertrag zwischen beiden Parteien vorzeitig im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst (siehe Nach Gewaltangriff: Deniz Naki kehrt zurück nach Deutschland). Doch das Einvernehmen hielt nicht mal 24 Stunden. Gençlerbirliği veröffentlichte eine Erklärung, in welcher sich der Verein zwar gegen Diskriminierungen allgemein äußerte, jedoch auch Zweifel formulierte. Pressesprecher Hakan Kayan wurde dann gegenüber der Presse deutlicher und äußerte Zweifel am Tatort, kritisierte die späte Meldung des Falles an den Verein und wiederholte die Frage warum der Fall nicht zur Anzeige gebracht wurde (siehe Reaktionen auf den Angriff auf Deniz Naki).
Deniz Naki antwortete nun über Facebook mit einer ausführlichen, emotionalen, als auch politischen Erklärung, in der er zu den Vorwürfen die von Vereinsseite gemacht wurden klar Stellung bezieht. Hier schildert er detailliert noch einmal den tätlichen Übergriff. Zudem betont er, dass er den Verein unverzüglich über den Vorfall informiert hätte und dass er dann Tage später darum bat den Vertrag aufzulösen. Entscheidend seien hier die mangelnde Unterstützung des Klubs auch bei vorherigen verbalen Angriffen wegen eines Tattoos (siehe: Deniz Naki im Stress um ein Tattoo) gewesen. Danach spricht er in dem Facebook-Eintrag den Pressesprecher Hakan Kaynar direkt an:„ Ich habe die Äußerungen des Pressesprecher von Gençlerbirliği, Hakan Kaynar, mit Betroffenheit gelesen und fühle mich dazu genötigt zu jedem einzelnen Vorwurf Stellung zu beziehen.“ Das ihn die Vorwürfe seines Ex-Klubs tief getroffen haben kann man dem Ende der Einleitung entnehmen: „Das ich mich zu solch einem Zeitpunkt auch noch mit einer Vereinserklärung beschäftigen muss, habe ich nicht gewollt.“ Die Vorwürfe bzgl. unterschiedlicher Tatorte und der angeblichen späten Information des Klubs, seitens des Spielers, beschreibt er als komisch und fügt hinzu: „Ich glaube nicht das ich die Situation der Pressearbeit in diesem Land zu erläutern habe. Fast alle Zeitungen haben ohne mit mir zu sprechen Nachrichten veröffentlicht, deshalb sind solche „Fehler“ normal. Das einzige was zählt sind meine Aussagen. Selbstverständlich bleibt Ihnen überlassen was sie glauben und was nicht“ heißt es verbittert. Zudem wird ergänzt, das er (Deniz Naki) ausschließlich mit der Tageszeitung Birgün ein Interview geführt habe, welches auch als Video vorliege.
Zum Vorwurf der Nichtanzeige bei der Polizei wird Deniz Naki dann politisch. „ Ja, ich habe mich nicht an offizielle Stellen gewandt“ gesteht er und erklärt die Nichtanzeige damit, das er nicht glaubt, das es Sinn mache sich an die Stellen zu wenden, die den Tod von u.a. Gezi-Park Protestlern und Grubenarbeitern nicht aufklären oder vertuschen.
Auf die Äußerung des Pressesprechers, das der Verein im vollen Wissen wer Deniz Naki sei und wo er herkommt, den Vertrag abgeschlossen habe, entgegnet Naki „Das was ich für alle ersichtlich gemacht habe, ist was ein jeder der ein Gewissen hat und sich Mensch nennt machen sollte. Sie können mich ausschließlich als Fußballer oder als Mitarbeiter sehen, doch vor allem bin ich „Mensch“ und während überall auf der Welt Menschen ermordet werden kann ich nicht schweigen.“ Falls er deshalb den Kriterien des Vereins nicht entspräche, wisse er nichts mehr zu sagen, schreibt er weiter.
Auch die Äußerung Kaynars, das der Verein bereit gewesen wäre Deniz Naki, wenn er sich nicht schon zum Gehen entschlossen hätte zu unterstützen bleibt nicht unwidersprochen. „Ich habe in den ersten Minuten den Vorfall dem Verein mitgeteilt und am Morgen mit Vereinsverantwortlichen gesprochen. Wie viel früher könnte ich es noch mitteilen. Bezüglich der angekündigten Unterstützung glaube ich Ihnen kein bißchen. Die die unterstützen hätten wollen, hätten bei den Angriffen wegen meinen Tattoos vor 6 Monaten Unterstützung gezeigt. In dieser Zeit habe ich zuvorderst von unseren Fans Unterstützung erfahren, ich möchte festhalten, das ich von Vereinsverantwortlichen keinerlei Unterstützung bekommen habe.“
Mit diesen klaren Worten verschafft sich Deniz Naki auch außerhalb des Fußballs gehör. Schon längst häufen sich die Anfragen von TV-Programmen in Deutschland. Seine Meinung ist gefragt. Doch der derweil zu seiner Familie nach Düren zurück gekehrte, Fußballer möchte erst mal zu sich kommen.
Zudem stehen sportliche Entscheidungen an, der 25 jährige möchte wieder in Deutschland spielen, am liebsten wohl bei seinem Ex-Verein St. Pauli. Seine klaren Worte werden ihnen bei den Fans der Hamburger noch beliebter machen, als er eh schon ist. Deniz Naki ist zudem ablösefrei zu haben, aber erst ab 2015 spielberechtigt. Doch bei den Hamburgern hält man sich bedeckt, Sportchef Rachid Azzouzi hat Deniz Naki erst einmal nicht auf dem Plan. So gewinnt das Interesse der Konkurrenz an Bedeutung.
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Nach Gewaltangriff: Deniz Naki kehrt zurück nach Deutschland
Deniz Naki im Stress um ein Tattoo
Reaktionen auf den Angriff auf Deniz Naki
Freitag, 7. November 2014
Mittwoch, 5. November 2014
Reaktionen auf den Angriff auf Deniz Naki
Am Dienstag lösten der türkische Süperligist Gençlerbirliği und der Ex-St. Pauli Stürmer Deniz Naki den noch bis 2016 bestehenden Vertrag im beiderseitigen Einvernehmen auf. Resultat eines tätlichen Angriffes, den der Fußballer am Sonntag in der türkischen Hauptstadt Ankara ertragen musste.
Aufgrund der Äußerungen der Angreifer, die Deniz Naki wegen seiner kurdisch-alevitischen Herkunft und seiner Solidarität mit den Kämpfen gegen die religiöse Terrorgruppe Isis beleidigten, wird der Angriff als rassistischer Angriff gewertet. (siehe: Nach Gewaltangriff: Deniz Naki kehrt zurück nach Deutschland )
Deniz Nakis ehemalige Arbeitgeber veröffentlichte auf der offiziellen Homepage des Vereins unter der klaren Überschrift „Gençlerbirliği ist gegen Diskriminierung“ eine kurze Stellungnahme. In dieser werden Angriffe wie der gegen Deniz Naki verurteilt und festgestellt, dass der Verein und seine Fans gegen Diskriminierungen eintreten würden. Der Auflösung des Vertrages sei zum Wohle des Spielers entsprochen worden. Weiterhin weißt der Verein daraufhin, dass er von dem Vorfall erst spät erfahren habe und dieser auch nicht bei der Polizei angezeigt worden sei. Deutlicher wird Pressesprecher Hakan Kaynar in einem Artikel der Tageszeitung Hürriyet. Dort äußert er Zweifel und verweißt auf unstimmige Aussagen über den Tatort. Gleichzeitig betont Kaynar jedoch, dass der Verein bereit gewesen wäre sich schützend vor den Spieler zu stellen. Deniz Naki jedoch die Entscheidung des Vertragsendes schon gefällt hätte. Er erklärt, dass der Verein und die Fans über den Transfer und die Anwesenheit Deniz Nakis immer glücklich gewesen seien und dass der Verein die Verpflichtung Deniz Nakis im Wissen seiner Herkunft und welche Tattoos er an welchem Arm trage abschloß.
Derweil erfährt Deniz Naki Solidarität in der Türkei und Deutschland. Auf seiner Facebook-Seite stellen sich Fans unterschiedlichster Vereine hinter Deniz. St. Pauli Fans fordern erneut seine Rückkehr an den Kiez. Journalist Yavuz Karamahmutoğlu veröffentlichte aus Solidarität einen offenen Brief in Gedichtform. Unter dem Hashtag #DenizNakiYalnizDegildir (Deniz Naki ist nicht allein) posten Twitter-User Solidaritätsbekundungen.
Und Deniz selbst? Bisher äußerte er sich nur knapp in den Medien. Sein Rückkehr nach Deutschland wurde für heute angekündigt. Nun wird spekuliert welche Vereine sich um Deniz Naki bemühen. St. Pauli? Oder geht es doch in eine ganz andere Richtung? Zuerst geht es wohl nach Düren, in die Heimatstadt von Deniz Naki.
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Nach Gewaltangriff: Deniz Naki kehrt zurück nach Deutschland
Deniz Naki im Stress um ein Tattoo
weiterführende Artikel (türkisch)
Gençlerbirliği: Deniz Naki dayağı nerede yedi?
Deniz Naki’ye açık mektup
Aufgrund der Äußerungen der Angreifer, die Deniz Naki wegen seiner kurdisch-alevitischen Herkunft und seiner Solidarität mit den Kämpfen gegen die religiöse Terrorgruppe Isis beleidigten, wird der Angriff als rassistischer Angriff gewertet. (siehe: Nach Gewaltangriff: Deniz Naki kehrt zurück nach Deutschland )
Deniz Nakis ehemalige Arbeitgeber veröffentlichte auf der offiziellen Homepage des Vereins unter der klaren Überschrift „Gençlerbirliği ist gegen Diskriminierung“ eine kurze Stellungnahme. In dieser werden Angriffe wie der gegen Deniz Naki verurteilt und festgestellt, dass der Verein und seine Fans gegen Diskriminierungen eintreten würden. Der Auflösung des Vertrages sei zum Wohle des Spielers entsprochen worden. Weiterhin weißt der Verein daraufhin, dass er von dem Vorfall erst spät erfahren habe und dieser auch nicht bei der Polizei angezeigt worden sei. Deutlicher wird Pressesprecher Hakan Kaynar in einem Artikel der Tageszeitung Hürriyet. Dort äußert er Zweifel und verweißt auf unstimmige Aussagen über den Tatort. Gleichzeitig betont Kaynar jedoch, dass der Verein bereit gewesen wäre sich schützend vor den Spieler zu stellen. Deniz Naki jedoch die Entscheidung des Vertragsendes schon gefällt hätte. Er erklärt, dass der Verein und die Fans über den Transfer und die Anwesenheit Deniz Nakis immer glücklich gewesen seien und dass der Verein die Verpflichtung Deniz Nakis im Wissen seiner Herkunft und welche Tattoos er an welchem Arm trage abschloß.
Derweil erfährt Deniz Naki Solidarität in der Türkei und Deutschland. Auf seiner Facebook-Seite stellen sich Fans unterschiedlichster Vereine hinter Deniz. St. Pauli Fans fordern erneut seine Rückkehr an den Kiez. Journalist Yavuz Karamahmutoğlu veröffentlichte aus Solidarität einen offenen Brief in Gedichtform. Unter dem Hashtag #DenizNakiYalnizDegildir (Deniz Naki ist nicht allein) posten Twitter-User Solidaritätsbekundungen.
Und Deniz selbst? Bisher äußerte er sich nur knapp in den Medien. Sein Rückkehr nach Deutschland wurde für heute angekündigt. Nun wird spekuliert welche Vereine sich um Deniz Naki bemühen. St. Pauli? Oder geht es doch in eine ganz andere Richtung? Zuerst geht es wohl nach Düren, in die Heimatstadt von Deniz Naki.
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Dienstag, 4. November 2014
Nach Gewaltangriff: Deniz Naki kehrt zurück nach Deutschland
Faustschläge und ein blaues Auge führen heute zur sofortigen Vertragsauflösung zwischen dem türkischen Süperligisten Gençlerbirliği und dem Ex- St. Pauli Kicker Deniz Naki. Zuvor berichtete Deniz Naki (Stress um ein Tattoo) über Anfeindungen aufgrund einem seiner Tattoos. Kommt er jetzt zu seiner alten Liebe St. Pauli?
Tätlicher Angriff Höhepunkt von Anfeindungen
Bisher noch unbekannte drei Männer griffen am Sonntag Deniz Naki in der türkischen Hauptstadt Ankara tätlich an. Sie bedrohten ihn, sprachen von einer ersten Warnung, berichtet der Stürmer auf seiner offiziellen Facebook-Seite heute Mittag. Die Bildzeitung von heute berichtet ebenso und bebildert den „Kloppe, blaues Auge! Flieht Naki zu Pauli?“ betitelten Bericht, mit einem Foto von Deniz Naki und blauem Auge. Deniz Naki berichtet zudem von Beleidigungen wegen seinem Eintretens gegen die religiöse Terrorgruppe Isis und seiner öffentlichen bekundeten Solidarität für die Städte Shingal und Kobane. Beide Städte kämpfen gegen eine Besetzung durch Isis.
Heute zog Deniz Naki einen Schlußstrich unter seinen Einsatz bei Gençlerbirliği (20 Einsätze in der Süperlig, 4 Einsätze türkischer Landespokal, 1 Tor). In beiderseitigem Einvernehmen wurde der Vertrag aufgelöst. Gleichzeitig kündigt er seine Rückkehr nach Deutschland an. „Ich komme zurück nach Deutschland“, heißt es und er fügt hinzu, das er es nicht mehr mit ansehen könne und erleben möchte, dass man in diesem Land noch nicht mal neutral Fußball spielen könne.
Schon vor den Ereignissen am Sonntag litt Naki unter Angriffen auf seine Person, auch wenn sich diese auch bisher auf verbale Attacken beschränkten und zumeist auf soziale Netzwerke begrenzt waren. Auslöser war hier ein Tattoo. „Dersim 62“ heißt es schlicht auf seinem Unterarm, eine Hommage an die Heimatstadt seines Vaters. Dersim heißt in der türkischen Republik nun jedoch nicht mehr Dersim, sondern Tunceli. Auch heute ist Tunceli im Osten des Landes Heimat vieler kurdisch-stämmiger Türken alevitischen Glaubens. Allein die Nennung des alten Stadtnamens ist in der Türkei weiterhin ein Politikum.
Wie geht es weiter ?
Zuletzt war Deniz Naki erst im Oktober in Hamburg beim Abschiedsspiel für Kapitän Fabian Boll. Hier steuerte er nicht nur ein Tor und etliche Vorlagen bei, sondern zitierte sich selbst und hämmerte die St. Pauli Fahne wie damals in Rostock in den Ground. Danach flirtete er öffentlich über Facebook mit dem FC St. Pauli und brachte sich als möglichen Trainingspartner der U23 der Hamburger ins Gespräch. Co-Trainer hier, sein alter Fußballfreund und gerade erst verabschiedete Fabian Boll. Nun könnte daraus schnell mehr werden. Obwohl auch bei einigen anderen Vereinen die angekündigte Rückkehr von Deniz Naki nach Deutschland Betriebsamkeit ausgelöst hat.
Weitere Artikel zu Deniz Naki:
Stress um ein Tattoo
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Heute zog Deniz Naki einen Schlußstrich unter seinen Einsatz bei Gençlerbirliği (20 Einsätze in der Süperlig, 4 Einsätze türkischer Landespokal, 1 Tor). In beiderseitigem Einvernehmen wurde der Vertrag aufgelöst. Gleichzeitig kündigt er seine Rückkehr nach Deutschland an. „Ich komme zurück nach Deutschland“, heißt es und er fügt hinzu, das er es nicht mehr mit ansehen könne und erleben möchte, dass man in diesem Land noch nicht mal neutral Fußball spielen könne.
Schon vor den Ereignissen am Sonntag litt Naki unter Angriffen auf seine Person, auch wenn sich diese auch bisher auf verbale Attacken beschränkten und zumeist auf soziale Netzwerke begrenzt waren. Auslöser war hier ein Tattoo. „Dersim 62“ heißt es schlicht auf seinem Unterarm, eine Hommage an die Heimatstadt seines Vaters. Dersim heißt in der türkischen Republik nun jedoch nicht mehr Dersim, sondern Tunceli. Auch heute ist Tunceli im Osten des Landes Heimat vieler kurdisch-stämmiger Türken alevitischen Glaubens. Allein die Nennung des alten Stadtnamens ist in der Türkei weiterhin ein Politikum.
Wie geht es weiter ?
Zuletzt war Deniz Naki erst im Oktober in Hamburg beim Abschiedsspiel für Kapitän Fabian Boll. Hier steuerte er nicht nur ein Tor und etliche Vorlagen bei, sondern zitierte sich selbst und hämmerte die St. Pauli Fahne wie damals in Rostock in den Ground. Danach flirtete er öffentlich über Facebook mit dem FC St. Pauli und brachte sich als möglichen Trainingspartner der U23 der Hamburger ins Gespräch. Co-Trainer hier, sein alter Fußballfreund und gerade erst verabschiedete Fabian Boll. Nun könnte daraus schnell mehr werden. Obwohl auch bei einigen anderen Vereinen die angekündigte Rückkehr von Deniz Naki nach Deutschland Betriebsamkeit ausgelöst hat.
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Stress um ein Tattoo
Sonntag, 21. September 2014
Paderborn ist Tabellenführer und niemand merkt es
Zumindest in der Paderborner Medienwelt scheint die
Bundesliga noch nicht angekommen zu sein. Der heimische SC Paderborn feiert
seinen ersten Bundesliga Heimsieg und ist zumindest für einen Tag sensationell
Tabellenführer, doch die Paderborner Zeitung berichtet über Uwe Hübners Suche
nach "NRWs Schlagerhoffnung 2014". Die Paderborner überraschen eben
nicht nur auf dem Platz.
Mittwoch, 17. September 2014
Motocross am Sandstrand
Während im Sommer die Strände am Rande der Metropole Istanbul am Schwarzen Meer für Tausende der angenehmste Aufenthaltsort sind, erobern sich die Motorsportler die verwaisten Strände außerhalb der Sommersaison. Den Auftakt machte die 6. Etappe im türkischen Motocross am Dalia-Beach in Kilyos.
Hier ein paar eingefangene Momemte.
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Rallycross im Istanbul Park
Vom 11-12. Oktober ist die ehemalige Formel 1 Rennstrecke Istanbul Park Austragungsort des FIA World Rallycross Championship. Die Strecke wurde für den Wettbewerb eigens präpariert und so ist das Rennen vielleicht auch eine willkommene laute, staubige und adrenalingeladene Abwechslung für Istanbul-Touristen. Ich habe von der Pressekonferenz im Vorfeld zur Einstimmung einige Fotos mitgebracht.
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Enduros am Schwarzen Meer II (Video)
Knapp zehn Minuten Video haben wir zusammengeschnitten von der 4. Etappe für Enduro-Maschinen in Azdavay Kastamonu.
TMF düzenlediği Enduro 4. Ayak Yarısı Azdavay 2014 from Sevan Özbülbül on Vimeo.
Enduros am Schwarzen Meer
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Mittwoch, 3. September 2014
Was tun wenn es sprengt?
Für ein nettes unterhaltsames Fußballspiel braucht es eine professionelle Platzpflege. Doch was passiert wenn der Platzwart die Sprinkleranlage automatisiert hat und sie mitten im 1.Ligaspiel angeht? So geschehen in der griechischen Liga zwischen Panathinaikos und Panionios. Die Rasenpflege setzte in der 71´ Spielminute ein und sorgte für Abwechslung und Erfrischung.
Mittwoch, 27. August 2014
Starker Andrang in größter Wahlurne der Welt
Das wäre eine Schlagzeile gewesen die Anfang August der historischen Zwischennutzung des Berliner Olympiastadions Rechnung getragen hätte. Denn über einen Andrang von über 50.000 wie beim Bundesliga-Auftakt von Hertha BSC gegen den SV Werder Bremen (2:2) hätten sich die Organisatoren der türkischen Präsidentschaftswahl gefreut.
Historisch war die vom 31. Juli bis zum 3. August u.a. im Berliner Olympiastadion ausgetragene türkische Präsidentschaftswahl allemal. Auch deutsche Medien widmeten sich ausführlich dem mit türkischen Fahnen geschmückten Nazi-Monumentalbau. Gern wurden beim Anblick des rot-weißen Fahnenschmucks verwunderte Touristen zitiert. Die Hauptattraktion waren jedoch nicht die Touristen sondern die Berliner mit türkischen Paß, die erstmals in ihrem Leben an ihrem Wohnort direkt an einer Wahl teilnehmen konnten. Zuvor konnten sie dies nur bei einer Reise in die Türkei direkt am Grenzübergang an eigens aufgestellten Urnen tun. Diese Neuerung ist einem neuen Wahlgesetz der Erdoğan Regierung zu verdanken. Mit dem die Regierung Erdoğan ihren Weg die über 3 Millionen Türken in Europa ernster zu nehmen fortsetzt. Nach der Einführung des Ministerium für die Auslandstürken ist dies ein weiterer wichtiger Schritt, denn die Menschen in Europa nicht so schnell vergessen werden. Deshalb ist die Begeisterung in den Gesichtern derer, die den Weg ins Olympiastadion und an weitere sechs Orte in der Bundesrepublik gefunden haben, abzulesen. Die Begeisterung wählen zu dürfen , - von zu Hause.
Fikret Ceylan, jahrzehntelanger Manager von Türkiyemspor Berlin, vom Boulevard Mr. Türkiyemspor genannt, bei seiner ersten Stimmabgabe in der Berliner Heimat. (Quelle: Facebook/Fikret Ceylan)
Zur Wahlurne wurde das Stadion für bundesdeutsche Verhältnisse überraschend schnell und unbürokratisch. Erst im Februar dieses Jahres hat Ministerpräsident Erdoğan bei seinem Staatsbesuch in Berlin die Bitte an Bundeskanzlerin Merkel herangetragen das Olympiastadion für einen ganz anderen Wettbewerb nutzen zu dürfen. Mit einem überzeugenden Sicherheitskonzept Ende April wurden die letzten Hürden aus dem Weg geräumt und die Tore für die Urnen geöffnet. Und auch wenn nur ein Teil der VIP-Kabinen des Stadions als Wahlkabine genutzt wurde, hat das Olympiastadion einen neuen Titel und kann sich rühmen die größte Wahlurne der Welt gewesen zu sein.
Doch wie schön das Olympiastadion mit türkischen Fahnen für viele auch ausgesehen haben mag, wird es wohl bei dieser einmaligen Veranstaltung dieser Art im Olympiastadion bleiben. Denn Erdogan gewann die Wahl wie erwartet, damit wurde ein zweiter Wahlgang, der für diese Woche angesetzt wäre, unnötig. Doch auch die größte Wahlurne steht in der Kritik und mit ihr das Wahlsystem. Nur sieben Wahlokale in der Bundesrepublik und eine unflexible computergestützte Vergabe der Wahltermine an die Wähler hat eine enttäuschende niedrige Wahlbeteiligung erbracht. Nur 8.15% der 1.383.042 Wahlberechtigten fanden schließlich den Weg an die Urnen. So wird nun fleißig an einer Reform des neueingeführten Wahlrechtes gearbeitet. Für die nächste Wahl in der Türkei 2015, dann geht es um Parlamentssitze, werden Besserungen angekündigt. Das Anmeldesystem soll verbessert werden und es soll mehr Wahllokale geben. Das wäre dann wohl das Aus für die größte Wahlurne der Welt.
Wenn der Fußball nicht wäre, so wurde auch von offizieller Seite kritisiert, dass bei Testspielen der türkischen Top-Teams in Europa mehr Wahlberechtigte zusammenkämen als an den Urnen selbst. Folgerichtig wäre dann den nächsten Wahltermin mit den Spieltagen der Süperlig abzustimmen. So könnten zum Beispiel Fenerbahçe, Galatasaray und Beşiktaş jeweils ein Pflichtspiel im Olympiastadion mit gleichzeitiger Wahlprozedur absolvieren. Eine höhere Wahlbeteiligung wäre so leicht zu erreichen und wohl nur so könnte das Olympiastadion seinen Titel als größte Wahlurne der Welt verteidigen. Da sage noch einer das Politik und Sport nicht zusammengehören.
Historisch war die vom 31. Juli bis zum 3. August u.a. im Berliner Olympiastadion ausgetragene türkische Präsidentschaftswahl allemal. Auch deutsche Medien widmeten sich ausführlich dem mit türkischen Fahnen geschmückten Nazi-Monumentalbau. Gern wurden beim Anblick des rot-weißen Fahnenschmucks verwunderte Touristen zitiert. Die Hauptattraktion waren jedoch nicht die Touristen sondern die Berliner mit türkischen Paß, die erstmals in ihrem Leben an ihrem Wohnort direkt an einer Wahl teilnehmen konnten. Zuvor konnten sie dies nur bei einer Reise in die Türkei direkt am Grenzübergang an eigens aufgestellten Urnen tun. Diese Neuerung ist einem neuen Wahlgesetz der Erdoğan Regierung zu verdanken. Mit dem die Regierung Erdoğan ihren Weg die über 3 Millionen Türken in Europa ernster zu nehmen fortsetzt. Nach der Einführung des Ministerium für die Auslandstürken ist dies ein weiterer wichtiger Schritt, denn die Menschen in Europa nicht so schnell vergessen werden. Deshalb ist die Begeisterung in den Gesichtern derer, die den Weg ins Olympiastadion und an weitere sechs Orte in der Bundesrepublik gefunden haben, abzulesen. Die Begeisterung wählen zu dürfen , - von zu Hause.
Fikret Ceylan, jahrzehntelanger Manager von Türkiyemspor Berlin, vom Boulevard Mr. Türkiyemspor genannt, bei seiner ersten Stimmabgabe in der Berliner Heimat. (Quelle: Facebook/Fikret Ceylan)
Zur Wahlurne wurde das Stadion für bundesdeutsche Verhältnisse überraschend schnell und unbürokratisch. Erst im Februar dieses Jahres hat Ministerpräsident Erdoğan bei seinem Staatsbesuch in Berlin die Bitte an Bundeskanzlerin Merkel herangetragen das Olympiastadion für einen ganz anderen Wettbewerb nutzen zu dürfen. Mit einem überzeugenden Sicherheitskonzept Ende April wurden die letzten Hürden aus dem Weg geräumt und die Tore für die Urnen geöffnet. Und auch wenn nur ein Teil der VIP-Kabinen des Stadions als Wahlkabine genutzt wurde, hat das Olympiastadion einen neuen Titel und kann sich rühmen die größte Wahlurne der Welt gewesen zu sein.
Doch wie schön das Olympiastadion mit türkischen Fahnen für viele auch ausgesehen haben mag, wird es wohl bei dieser einmaligen Veranstaltung dieser Art im Olympiastadion bleiben. Denn Erdogan gewann die Wahl wie erwartet, damit wurde ein zweiter Wahlgang, der für diese Woche angesetzt wäre, unnötig. Doch auch die größte Wahlurne steht in der Kritik und mit ihr das Wahlsystem. Nur sieben Wahlokale in der Bundesrepublik und eine unflexible computergestützte Vergabe der Wahltermine an die Wähler hat eine enttäuschende niedrige Wahlbeteiligung erbracht. Nur 8.15% der 1.383.042 Wahlberechtigten fanden schließlich den Weg an die Urnen. So wird nun fleißig an einer Reform des neueingeführten Wahlrechtes gearbeitet. Für die nächste Wahl in der Türkei 2015, dann geht es um Parlamentssitze, werden Besserungen angekündigt. Das Anmeldesystem soll verbessert werden und es soll mehr Wahllokale geben. Das wäre dann wohl das Aus für die größte Wahlurne der Welt.
Wenn der Fußball nicht wäre, so wurde auch von offizieller Seite kritisiert, dass bei Testspielen der türkischen Top-Teams in Europa mehr Wahlberechtigte zusammenkämen als an den Urnen selbst. Folgerichtig wäre dann den nächsten Wahltermin mit den Spieltagen der Süperlig abzustimmen. So könnten zum Beispiel Fenerbahçe, Galatasaray und Beşiktaş jeweils ein Pflichtspiel im Olympiastadion mit gleichzeitiger Wahlprozedur absolvieren. Eine höhere Wahlbeteiligung wäre so leicht zu erreichen und wohl nur so könnte das Olympiastadion seinen Titel als größte Wahlurne der Welt verteidigen. Da sage noch einer das Politik und Sport nicht zusammengehören.
Dienstag, 26. August 2014
Enduros am Schwarzen Meer
Während in den letzten Monaten sich unsere Fotoarbeiten meist um Konzerte in Istanbul drehten haben wir am Wochenende mal wieder ein sportliches Actionhiglight begleitet. Die 4. Etappe der Enduro-Maschinen des Türkischen Motorsportverbandes (TMF) führte uns nach Azdavay in Kastamonu.
Eine Materialschlacht nicht nur für die Maschinen, auch unsere Drohne wurde in Mitleidenschaft gezogen. Trotzdem genossen wir das Rennen, die historischen Bauten in Kastamonu und entspannten bei abschliessenden Tauchgängen in die Tiefen des Schwarzen Meeres.
Und wie es sich für das Schwarze Meer gehört, machten die Fahrer auch auf zwei Beinen ein gute Figur.
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