Chile verlangte Brasilien alles ab. Am Ende entschied das Glück.
"Schade, Chile, sehr schade", möchte man dem team hinterher rufen. Denn Gastgeber Brasilien hatte mit dem voller Einatz und Leidenschaft aufspielenden Team aus Chile im Achtelfinale der WM jede Menge Schwierigkeiten. Chile stellte sich nicht hinten rein, sondern biss sich in die Zweikämpfe und spielte stets schnell nach vorne. Doch leider klatschte der Schuss von Pinilla in der 116. Spielminute geradeaus an die Latte, bevor kurz darauf das entscheidende Elfer-Schießen anstand. Wie das ausging, ist bekannt. Adios Chile, ihr habt Spaß gemacht!
Montag, 30. Juni 2014
Donnerstag, 26. Juni 2014
Ghana: Wieder enttäuscht - wieder voller Hoffnung
Nach
dem deutlichen 4:0 Sieg der DFB-Elf über Portugal erwarteten
Viele, dass Ghana einfach so überrannt würde, erwarteten
sogar einen noch höheren Sieg. Umso mehr stieg meine Hoffnung,
hier genau das Gegenteil zu sehen.
Meine
Erwartung:
- 3 Punkte für Ghana, um den Einzug ins Achtelfinale zu verwirklichen
- Kevin-Prince Boateng legt Gyan ein schönes Tor vor
- K-P verletzt jemanden gehörig
- Essien darf nochmal zeigen, was er kann
- Deutschland zittert ums Weiterkommen
Leider
muss man ja zugeben, dass nichts davon zutraf, aber das Spiel war
eins der besten, das bei dieser WM bisher zu sehen war. Spannend bis zur letzten Sekunde, zwei auf Augenhöhe kämpfende Teams, die trotz aller Anspannung fair bleiben.
Mein neuer
persönlicher Held ist John Boye:
Auch wenn er gegen die USA mit verantwortlich für das schnelle 0:1 war, in diesem Spiel war er überall: Seine langen Beine retteten nicht nur einmal die Black Stars vor drohenden Gegentoren. Immer wieder hakte er in letzter Sekunde dazwischen, war wiederholt einen Schritt schneller als der Lucky Luke-ähnliche Thomas Müller. Auch sein Fallrückzieher als Befreiungsschlag war sehenswert. Laut fifa hatte er in den zwei Spielen eine Quote angekommener Pässe von 83,3%, wobei dies beim zweiten Spiel sicherlich höher war. Er erscheint als sichere Bank, greift auch mal zu kreativen Mitteln und reißt die Beine höher als ich springen kann. Aufgrund seiner Schnelligkeit muss er - als Innenverteidiger! - nicht auf Fouls zurückgreifen, sondern gewinnt die Bälle aufgrund seiner blitzartigen Reaktion, der langen Beine und Beweglichkeit. Wer sich mit ihm anlegt, sieht Blut (können Müller und Dempsey bestätigen).
Schade zwar, dass das Spiel nicht gewonnen werden konnte, aber eins ist sicher: Die Zitterpartie zeigte, dass Ghana nicht zu unterschätzen ist. Traumpässe wie der von Muntari auf Gyan vor dem 2:1 sind nicht selten. Solche Chancen können dann auch eiskalt ausgenutzt werden (wenn nicht gerade wieder jemand im Abseits steht). Auch ein Torhüter wie Neuer kann das Einnetzen dann nicht mehr verhindern.
Die Mannschaft aus Ghana hat sich spätestens mit dieser Partie Respekt im internatonalen Fußball erkämpft. Wer sie 2010 nach ihrem Einzug ins Viertelfinale (und ihrem unglücklichen Ausscheiden) noch für eine Eintagsfliege hielt, muss jetzt einsehen, dass hier noch immer ein feiner Ball gespielt wird.
Leider gewinnen schöne Spiele keine Punkte, so dass Ghana nun nach gutem Auftreten in zwei Spielen mit nur einem Punkt und negativem Torverhältnis dastehen und es nur ins Achtelfinale schaffen, wenn die anderen Gruppenmitglieder mitmachen.
Fraglich bleibt, wie Ghana im Spiel gegen Portugal ohne den gelb-gesperrten Muntari auskommt. Er ist der zentrale Motor des Spiels, nutzt Abspielfehler der Gegner aus und ist für das schnelle Umschalten im Konterspiel verantwortlich. In beiden Spielen setzte er durch kluge Pässe, schöne Flanken und den ein oder anderen Fernschuss Akzente. Atsu ist zwar auch recht schnell, hat aber bereits gezeigt, dass er das Tempo keine 90 Minuten halten kann. Damit ist er kein ausreichender Ersatz. Hoffentlich ist Essien fit, um die große Lücke zu füllen und das Mittelfeld zu organisieren.
In der Gruppe sieht es jetzt so aus:
Deutschland 4 P 6:2 Tore
USA 4 P 4:3 Tore
Ghana 1 P 3:4 Tore
Portugal 1 P 2:6 Tore
Bedeutet: In der Partie Deutschland-USA muss es einen Sieger geben, damit Ghana ins Achtelfinale einzieht. Mit dem Verlierer der Partie muss sich Ghanas Torverhältnis messen. Im Vergleich mit den USA hieße das, dass zweimal 1:0 nicht reichen würden, geht ein Spiel aber höher aus, wäre Ghana weiter.
Im Vergleich mit Deutschland wäre es schon schwieriger, hier müssten mindestens fünf Tore in die richtigen Richtungen fallen, damit Ghana noch überholen könnte.
So schwer es auch fallen wird, eventuell muss ich mich also dazu durchringen, heimlich darauf zu hoffen, dass die DFB-Elf die Amis richtig abschießt, um Ghana den Weg frei zu machen.
Unnötig zu erwähnen, dass ein weinender Christiano Ronaldo dazu gehört, auch wenn mir persönlich die langen Gesichter des deutschen Teams viel lieber wären.
Schlussendlich bleibt nur die Hoffnung, Ghana am Ende wieder tanzen zu sehen.
-------
Übrigens, wer einen "echten" Spielbericht möchte, der Ticker der ARD ist überraschend ok: Ticker der Sportschau Ghana - Deutschland
Mittwoch, 25. Juni 2014
Brasilien vor dem Aus!
Chile schreitet weiter im Turnier voran und trifft im Achtelfinale auf das Team des Gastgebers vom Zuckerhut. Schade eigentlich, dass Neymar & Co. so bald "nach hause" fahren, tut es Turnieren doch meistens gut, wenn die Heimmannschaft weit kommt. Doch dafür hätte das Team von Felipe Scolari den in der Vorrunde groß auftrumpfenden Chilenen aus dem Weg gehen müssen. Nun könnten unsachliche Statistik-Nerds einwenden, die Länderspielgeschichte der beiden südamerikanischen Länder spreche nicht gerade für einen Sieg der Blau-Rot-Weißen. Denn aus den 68 Partien ging Chile nur sieben Mal als Sieger vom Platz, holte 13 Unentschieden und ... verlor halt auch des Öfteren. Und ja, sowohl 1998 in Frankreich als auch 2010 in Südafrika bedeutete das Achtelfinale gegen den Rekordweltmeister jeweils das Aus. Na und, das ist Geschichte! Denn wer hat den amtierenden Weltmeister Spanien mit Laufbereitschaft und Spielwitz aus dem Turnier vidalt? Chile! Und wer wirds mit den Brasilianern ähnlich tun? Watch yourself: Samstag, 28.06., 18 Uhr in Belo Horizonte.
Sonntag, 22. Juni 2014
Belgien - ohne Kraftverlust in die K.o.-Phase
Die ZDF-Experten Oliver Welke und Oliver Kahn hatten sich vor dem Spiel gegen Russland noch über Marc Wilmots Aussage zum ersten Gruppenspiel der Belgier lustig gemacht. Über den 2:1 Sieg gegen Algerien hatte der Coach der Roten Teufel zu Protokoll gegeben, dass er den Spielverlauf genau so geplant habe. Man habe in der ersten Halbzeit Kraft gespart, um im zweiten Abschnitt die dann müder werdenden Gegner mit frisch eingewechselten Spielern zu überrennen.
Nach dem 1:0 Sieg der Belgier durch ein erneutes Jokertor in der 88. Minute und dem damit verbunden Achtelfinaleinzug, waren sich Welke und Kahn dann nicht mehr so sicher, ob Marc Wilmots vielleicht doch ein riesen Taktikfuchs ist. Ob er ein Fuchs ist oder doch ein Kampfschwein, wie er zu seinen Schalker Zeiten liebevoll von den Fans gerufen wurde, wissen wir nicht.
Sicher ist, Wilmots weiß wie er sein Team bei diesen Bedingungen einzustellen hat. Belgien spielt ohne großen Aufwand sicher aus der eigenen Hälfte heraus und lässt Ball und Gegner laufen. Zum Ende eines jeden Spiels, bringt Wilmots ein paar frische Kräfte, Eden Hazard schaltet den Turbo an und Belgien geht als Sieger vom Platz. Eine ganz einfache Formel. Aber wenn wir ehrlich sind, eigentlich ist die Idee bei Argentinien abgeguckt. Nur dort heißt Hazard halt Messi.
Klar Belgien hat noch kein spielerisches Feuerwerk abgebrannt, wie die Franzosen, Holländer oder Deutschen, doch nicht zuletzt die WM 2010 hat uns gezeigt, dass dieses Tempo nicht bis zum Finale durchzuhalten ist. Dort geriet die deutsche Mannschaft nach spielerischen Ergüssen gegen England und Argentinien im Halbfinale unter die Räder. Belgien hingegen wird sich im Turnierverlauf weiter steigern können und dank dieser teuflischen Philosophie Weltmeister werden.
Im Zweifel Abseits
Es wurde viel diskutiert und gestritten über die Einführung
der Torlinientechnologie. Bei der WM in Brasilien kommt sie nun zum ersten Mal
bei einem großen Turnier zum Einsatz. Doch was bringt sie uns? Fröhlich
präsentiert die Regie der FIFA fast nach jedem Tor auch die technologische
Auflösung der Frage "Tor oder nicht Tor". Doch mehr als ein
grafisches Gimmick war dies bisher nicht. Es gab bisher zwei Wembley-Tor Situationen
bei dieser WM und in den beiden Fällen hatte der Schiedsrichter jeweils schon
vor der Auflösung durch das "Hawk-Eye" richtigerweise auf Tor
entschieden.
Doch was bringt uns die Torlinientechnologie, wenn die Schiedsrichter
die Abseitsregeln nicht verstehen, werden sich Edin Džeko, Josep Drmic und
Giovanni Dos Santos fragen. Allen dreien wurden schon Tore wegen angeblicher
Abseitsstellungen zurückgepfiffen. Dos Santos ereilte dieses Schicksal im Spiel
gegen Kamerun sogar gleich doppelt. Heißt es jetzt: Im Zweifel Abseits?
Hinzu kommen fragwürdige Elfmeterentscheidungen. Wofür
Brasilien im Auftaktmatch gegen Kroatien einen Elfmeter bekommen hat, weiß immer
noch nur Herr Nishimura. Hingegen wurden Joel Campbell von Costa Rica und Ashkan Dejagah vom Iran so dermaßen
deutlich im Strafraum umgesenst, dass es hierfür eigentlich keine Wiederholung
bräuchte, um auf den Punkt zu zeigen.
Dies soll kein Apell dazu sein, das Spiel noch weiter mit
technischen Mittel zu überwachen, sondern einfach nur eine Erinnerung daran,
dass das Spiel eben auch von Fehlern lebt. Und diese passieren nicht nur den
hochbegabtesten Spielern eines jeden Landes sondern auch den Unparteiischen.
Manchmal geht das ganze gut aus, wie diesmal für die
Schweizer, Mexikaner und Costa Rica. Hingegen platzten für Bosnien, Kroatien
und den Iran kleine und große WM-Träume. Aber Fußball ist ein Spiel und zu
jedem Spiel gehören nun mal auch Glück und Pech dazu. Und wäre der Fußball
nicht ohne das "Wembley-Tor" und "Die Hand Gottes" um
ein großes Stück Emotion beraubt?
USA: Cooler Außenseiter
Im zweiten Gruppenspiel der Gruppe G trifft das von Klinsmann trainierte US-Team Sonntagnacht (24:00 Uhr) auf die angeschlagene Mannschaft von Portugal. Für die Südeuropäer geht es nach der 0:4 Niederlage gegen die BRD-Auswahl schon um alles oder nichts.
Jedoch gilt Portugal trotz des miserablen Starts in Brasilien und trotz der vielen Verletzten und Gesperrten (Pepe wg. Rot-Sperre, Hugo Almeida, Rui Patricio und Fabio Coentrao sind verletzt) immer noch als Favorit. Bei den Wettbörsen zeigen die Quoten mit Portugal einen klaren Seiger. Die Quoten auf einen Sieg Portugals liegen zwischen 1.75 (bet-at-home) und 1.83 (bet365). Für einen Sieg der USA liegt die Quote zwischen 5.1 (betfair) und 4.30 (bet-at-home).
Die USA ist somit trotz des Auftaktsieges krasser Außenseiter. Denn die Partie gegen Ghana konnte auf den ersten Blick nicht überzeugen. Fans und Kritiker sahen einen glücklichen knappen Erfolg ohne spielerische Glanzleistungen. Nach dem 2:2 der BRD-Auswahl gegen Ghana, wird die Leistung der US-Amerikaner zu mindestens in den USA neu betrachtet. Der USA gelang es Ghana nicht ins Spiel kommen zu lassen und nur wenig zwingende Torchancen zuzulassen. Zudem war die Offensive mit einer Torausbeute von zwei Toren bei vielleicht 3-4 Chancen im Spiel bestens in Form. So steigerte sich die eh gute Laune und lockere Stimmung im US-Team nach dem Unentschieden zischen Ghana und der BRD. Das Ergebnis von Sonnabend wird als Bestätigung der eigenen Leistung gewertet. Klinsmann kündigt dementsprechend selbstbewusst an, das man gegen Portugal nicht antrete um ein Unentschieden zu erreichen.
Doch wie soll das Gelingen? Wie kann Ronaldo ausgebremst werden? Wird es ein verstärktes defensives Mittelfeld geben, mit mehreren Sonderbeauftragten für den Weltfußballer des Jahres? Die größte Unbekannte ist jedoch die Psyche Portugals. Welche Auswirkungen hat der Druck der auf dem Team lastet? Wie groß ist die Angst nicht wie Spanien zu enden? Wie steckt die Psyche die Auftaktschlappe weg?
Wenn die Defensive der USA zu Anfang steht und Ronaldo nicht zum Zuge kommt, werden bei Portugal die Nerven flattern. Ein Sieg der USA und die Qualifikation in der Todesgruppe zum Achtelfinale schon nach dem zweiten Gruppenspiel wäre für Klinsmann und Co. ein bedeutender Erfolg. Und man ist doppelt cool, denn die USA kann theoretisch auch verlieren, dann käme es zum spannenden Finale am Donnerstag gegen die BRD, und vor denen fürchtet sich bei den USA keiner mehr.
Live in TV bei ESPN, ZDF oder TRT1 Sonntagnacht um 24:00 Uhr.
Weitere Einträge zum US-Team:
USA: Endspiel für Klinsmann
USA: Go for it!
Jedoch gilt Portugal trotz des miserablen Starts in Brasilien und trotz der vielen Verletzten und Gesperrten (Pepe wg. Rot-Sperre, Hugo Almeida, Rui Patricio und Fabio Coentrao sind verletzt) immer noch als Favorit. Bei den Wettbörsen zeigen die Quoten mit Portugal einen klaren Seiger. Die Quoten auf einen Sieg Portugals liegen zwischen 1.75 (bet-at-home) und 1.83 (bet365). Für einen Sieg der USA liegt die Quote zwischen 5.1 (betfair) und 4.30 (bet-at-home).
Die USA ist somit trotz des Auftaktsieges krasser Außenseiter. Denn die Partie gegen Ghana konnte auf den ersten Blick nicht überzeugen. Fans und Kritiker sahen einen glücklichen knappen Erfolg ohne spielerische Glanzleistungen. Nach dem 2:2 der BRD-Auswahl gegen Ghana, wird die Leistung der US-Amerikaner zu mindestens in den USA neu betrachtet. Der USA gelang es Ghana nicht ins Spiel kommen zu lassen und nur wenig zwingende Torchancen zuzulassen. Zudem war die Offensive mit einer Torausbeute von zwei Toren bei vielleicht 3-4 Chancen im Spiel bestens in Form. So steigerte sich die eh gute Laune und lockere Stimmung im US-Team nach dem Unentschieden zischen Ghana und der BRD. Das Ergebnis von Sonnabend wird als Bestätigung der eigenen Leistung gewertet. Klinsmann kündigt dementsprechend selbstbewusst an, das man gegen Portugal nicht antrete um ein Unentschieden zu erreichen.
Doch wie soll das Gelingen? Wie kann Ronaldo ausgebremst werden? Wird es ein verstärktes defensives Mittelfeld geben, mit mehreren Sonderbeauftragten für den Weltfußballer des Jahres? Die größte Unbekannte ist jedoch die Psyche Portugals. Welche Auswirkungen hat der Druck der auf dem Team lastet? Wie groß ist die Angst nicht wie Spanien zu enden? Wie steckt die Psyche die Auftaktschlappe weg?
Wenn die Defensive der USA zu Anfang steht und Ronaldo nicht zum Zuge kommt, werden bei Portugal die Nerven flattern. Ein Sieg der USA und die Qualifikation in der Todesgruppe zum Achtelfinale schon nach dem zweiten Gruppenspiel wäre für Klinsmann und Co. ein bedeutender Erfolg. Und man ist doppelt cool, denn die USA kann theoretisch auch verlieren, dann käme es zum spannenden Finale am Donnerstag gegen die BRD, und vor denen fürchtet sich bei den USA keiner mehr.
Live in TV bei ESPN, ZDF oder TRT1 Sonntagnacht um 24:00 Uhr.
Weitere Einträge zum US-Team:
USA: Endspiel für Klinsmann
USA: Go for it!
Der zweite Streich
Donnerstag, 19. Juni 2014
Ghana: Live-Berichterstattung in Gut - Die mutmachende Enttäuschung
Nach
der überaus beeinflussten Berichterstattung zum Spiel
Deutschland-Portugal (Einschätzungen von Schirientscheidungen durch Nationalismus anleiten zu lassen ist nicht so mein Fall)1
sollte das beim sehnlichst erwarteten Auftaktspiel der Black Stars
besser laufen, also übernehm ich das mal selbst. Hier der
Ticker. Könnte einige wütende Kommentare zu Kommentatoren und Moderatoren und Experten und so enthalten.
Noch 1 Std 25 Min
Das
Spiel Iran-Nigeria führt zu gesteigerter Vorfreude auf später.
Je früher später ist, desto besser.
Noch 1 Std 00 Min
Giovanne Elber und Reinhold Beckmann übernehmen. In
jeder freien Sekunde wird über Deutschland geredet. Ich habe
einen Ohrwurm
Noch 52 Min
O-Ton:
„Deutsche Tore machen glücklich, selbst im brasilianischen
Urwald“
Gleich schmeiß ich den Fernseher aus dem Fenster.
Noch 38 Min
Juhu,
sie reden über das Spiel! Hoffentlich nicht nur über
Klinsmann.
Noch 37 Min
Sie haben sich umentschieden, sie philosophieren über „brasilianische Mentalität“. Warum über Fußball sprechen, wenn es so viele rassistische Vorurteile zu verbreiten gibt?
Noch 28 Min
Jetzt beschäftigen sie sich mit dem kommenden Match. Die Spannung ist schier unerträglich. Meine zumindest. Elber wirkt wie immer etwas gelangweilt.
Noch 26 Min
Es gibt Gerüchte,
dass Kevin-Prince nicht spielt!?! Essien soll wohl auch auf der Bank sitzen. Noch habe ich die Hoffnung, dass es nur eine gewitzte Strategie ist, den Gegner zu verwirren.
Noch 15 Min
Giovanne
Elber scheint sich gut vorbereitet zu haben. Er kann Namen aus dem Kader
vorlesen. Und falsch aussprechen. Mehr hat er zum Team aus Ghana leider nicht zu sagen.
Noch 2 Min
Tom Bartels versorgt mit wichtigen
Zusatzinfos: Der Schiri hat bei der schwedischen Version von „Wer wird Millionär“ gewonnen.
Anpfiff
Endlich! Es geht los. Der Blutdruck steigt.
1.Min
Klinsmann hat versprochen, dass sie erst nach 20 Minuten ins Spiel finden, aber das war wohl ne Lüge. Einwurf, Pass, Tor (Dempsey). Das geht nicht gut los. Blutdruck im Keller.----------1:0----------
7. Min
Anschließend
wirken die Black Stars etwas fahrig – kein Wunder.
8. Min
Zuckerpass
durch die Schnittstelle auf Gyan, der etwas zu hastig abschließt.
18. Min
Auch
wenn sie einige Male ins Abseits laufen, das Team aus Ghana macht
jetzt das Spiel. Frühe Angriffe, immer der Versuch, die Lücken
der Abwehr zu finden und Gyan zu schicken.
20. Min
Die
USA stehen ziemlich kompakt und lauern auf Konter.
22. Min
Einer der starken Konterer ist raus: Altidore hat sich verletzt
und wird gegen Johannsson (kennt den irgendwer?) ausgewechselt.
24. Min
Erste
Ecke für Ghana, leider geht der Kopfball ins nichts. Das Spiel
wird jetzt insgesamt etwas starr.
26. Min
Defensiv
stellt sich Ghana nicht so gut an, hohe Bälle reißen
gleich große Lücken. Hoffentlich geht das nicht schief.
28. Min
Zweite Ecke für Ghana. Kommentar Tom Bartels: „Eckstöße
häufen sich“. Das ist geBallte Kompetenz.
29. Min
Erste gelbe Karte: Rabiu schlägt Beckerman bei einem
Kopfballduell den Ellbogen ins Gesicht. Unnötiges Foul in
ungefährlicher Situation.
33. Min
Dempsey
liegt mit blutiger Nase auf dem Feld. Wie hoch kann ein Bein fliegen?
Keine Absicht von Boye, aber sah schon lustig aus. Wer es nicht gesehen hat, sollte sich das nochmal ansehen. In Superslowmo!
39. Min
Beide
Mannschaften setzen sich voll ein, aber wirken etwas ideenlos. Viel
hohe Bälle. Leichte Vorteile für Ghana, aber Konter der USA
werden schnell gefährlich.
45. Min
Opare
foult Jones, Freistoß aus guter Position. Faustabwehr, Ecke.
45+2. Min
Jones
und Muntari mögen sich nicht so. Jones ist immer mal gut für
ein böses Revanchefoul, vielleicht wird er ja noch sauer :)
45+5. Min
Ecke
für Ghana, schlecht, führt zum Konter, der zum Gegenkonter
führt, aber diese sehr aussichtsreiche Situation wird kläglich
vergeben.
Halbzeit
Guter
Zeitpunkt für eine Pause. Das Spiel wurde zum Ende hin etwas
schlechter, beide verloren nach und nach an Dynamik und Spielfreude.
Insgesamt hat sich Ghana bisher ganz gut präsentiert, das frühe
Tor wurde nach einigen Minuten weggesteckt und sie haben sich auf ihr
Spiel konzentriert. Sie setzen auf Pressing, viel läuft im
Angriff über die rechte Außenbahn. In einigen Situationen
haben sie zwar zum Konter eingeladen, aber das schnelle Umschalten
ist im Repertoire vorhanden. Alles ist noch offen, wenn die
Halbzeitansprache zu Motivation führt, ist da durchaus noch was
drin.
Anpfiff 2.Halbzeit
Weiter
gehts. Brooks kommt für Besler. Wer Herthaner einwechselt und
sich von Andreas Herzog reinquatschen lässt, kann doch nicht
gewinnen, oder?
51. Min
Böser
Fehler von Brooks, der aber leider nicht zum Tor führt.
53. Min
Die
Nordamerikaner machen hinten wieder zu, doppeln zentral und drängen
das Spiel nach außen. Im Zweikampf aber oft unterlegen.
55. Min
Schöner
Weitschuss von Muntari, dreht aber vom Tor ab. Jetzt bekommt das
Spiel wieder etwas Schwung.
58. Min
Große
Chance für Gyan, schicker Kopfball. Und endlich endlich kommt
K-P! Jordan Ayew geht für ihn, war bisher auch kaum zu sehen.
62. Min
Ghana
drängt auf den Ausgleich, es scheint nur noch eine Frage der
Zeit.
69. Min
Asamoah
imitiert C.Ronaldo mit Tricksereien. Sieht schön aus und ist
überraschend hilfreich.
71. Min
Essien
kommt für Radiu.
74. Min
Boateng
und Atsu sorgen weiter für Wirbel.
76. Min
Beide
Wechseln: Atsu (hat sich wohl kaputt gerannt) geht für Adomah,
Klinsmann bringt Zusi für Bedoyah.
79. Min
Ghana
wirkt nicht mehr so zwingend, vielleicht fehlt Atsu da zu sehr.
Essien bisher nicht so stark beteiligt.
82. Min
Schöner
Hackentrick von Gyan gibt Ayew die Chance und er machts! TOOOR!!!
----------1:1-----------
83. Min
Jetzt
drehen sie wieder auf, wollen unbedingt den Sieg. So habe ich mir das vorgestellt. Sieht aus, als würde es auf das altbekannte 2:1 hinauslaufen, das bisher immer rauskam, wenn die beiden Mannschaften aufeinander trafen.
85. Min
Aber langsam befreien sich die Amerikaner aus der Klammer, Zusi initiiert
einige Angriffe
86. Min
Gerade
sag ichs noch, da bringt Zusi die Ecke rein und Brooks hält den
Schädel hin. Erneute Führung. Völlig unverdient.
----------2:1----------
88. Min
Jetzt
wirds hektisch, aber die USA lassen sich natürlich Zeit. Es gibt
5 Minuten oben drauf. Hoffentlich reicht das aus. Der Ausgleich wäre mehr als angemessen.
90. Min
Gelb
für Muntari. Und die Zeit läuft.
Abfiff nach 5 Minuten Nachspielzeit.
Scheiße.
Fazit
Sie hätten den Sieg wirklich verdient, die zweite Halbzeit lag
fast komplett in ihren Händen. 2 Minuten haben sie die
Amerikaner spielen lassen, die machen aus einer Ecke das Tor. So
gehen sie mit 0 Punkten raus. Das ist Darts. Dritter Platz in der
Gruppe, jetzt wirds richtig eng. Positives aus diesem eigentlich
schlecht gelaufenen Tag: Verletzte bei allen Gruppengegnern, Rot bei
Portugal. Mal sehen, ob das noch was bringt, um sich trotz dieser
Niederlage im so wichtigen Spiel noch den Weg ins Achtelfinale zu
erkämpfen. Auf jeden Fall hat sich die Klasse dieser Mannschaft
heute gezeigt: Muntari, Atsu und Boateng sind immer in der Lage,
aussichtsreiche Chancen zu erkämpfen, nur die Verwertung ist
durchaus ausbaufähig. Es bleibt also spannend, als nächstes
kommt Deutschland. Ein Sieg ist hier so oder so Pflicht.
1Großartig
allerdings die Reaktion des Interviewers auf die Aussage von Mats
Hummels, er hoffe, seine angenommene Verletzung sei wirklich nur ein
leichter Schlag: „Das hoffen wir nicht“
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World Cup 2014
Dienstag, 17. Juni 2014
Der erste Streich
Montag, 16. Juni 2014
England: "The heat is on"
England-Italien (1:2 )
"The pressure's high, just to stay alive
'Cause the heat is on"
Das Spiel gegen den schwersten Gruppengegner haben die "Three Lions" damit hinter sich gebracht. Im Stadion Arena Amazonia in Manaus wurde bei Verhältnissen die dem inneren Gebäudeteils des Alfred Brehm Hauses des Berliner Tierparks alle Ehre gereicht hätten leider gegen die "Squadra Azzurra" verloren. (M)ein typisches Pro Evo Ergebnis. Sah gut aus, man spielt mit und wird dann doch kaltschnäuzig abgezogen.
"The pressure's high, just to stay alive
'Cause the heat is on"
Das Spiel gegen den schwersten Gruppengegner haben die "Three Lions" damit hinter sich gebracht. Im Stadion Arena Amazonia in Manaus wurde bei Verhältnissen die dem inneren Gebäudeteils des Alfred Brehm Hauses des Berliner Tierparks alle Ehre gereicht hätten leider gegen die "Squadra Azzurra" verloren. (M)ein typisches Pro Evo Ergebnis. Sah gut aus, man spielt mit und wird dann doch kaltschnäuzig abgezogen.
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