Donnerstag, 19. Juni 2014

Ghana: Live-Berichterstattung in Gut - Die mutmachende Enttäuschung


Nach der überaus beeinflussten Berichterstattung zum Spiel Deutschland-Portugal (Einschätzungen von Schirientscheidungen durch Nationalismus anleiten zu lassen ist nicht so mein Fall)1 sollte das beim sehnlichst erwarteten Auftaktspiel der Black Stars besser laufen, also übernehm ich das mal selbst. Hier der Ticker. Könnte einige wütende Kommentare zu Kommentatoren und Moderatoren und Experten und so enthalten.

Noch 1 Std 25 Min

Das Spiel Iran-Nigeria führt zu gesteigerter Vorfreude auf später. Je früher später ist, desto besser.

Noch 1 Std 00 Min

Giovanne Elber und Reinhold Beckmann übernehmen. In jeder freien Sekunde wird über Deutschland geredet. Ich habe einen Ohrwurm



Noch 52 Min

O-Ton: „Deutsche Tore machen glücklich, selbst im brasilianischen Urwald“ 
Gleich schmeiß ich den Fernseher aus dem Fenster.

 Noch 38 Min

Juhu, sie reden über das Spiel! Hoffentlich nicht nur über Klinsmann.

Noch 37 Min

Sie haben sich umentschieden, sie philosophieren über „brasilianische Mentalität“. Warum  über Fußball sprechen, wenn es so viele rassistische Vorurteile zu verbreiten gibt?

Noch 28 Min

Jetzt beschäftigen sie sich mit dem kommenden Match. Die Spannung ist schier unerträglich. Meine zumindest. Elber wirkt wie immer etwas gelangweilt.

Noch 26 Min

Es gibt Gerüchte, dass Kevin-Prince nicht spielt!?! Essien soll wohl auch auf der Bank sitzen. Noch habe ich die Hoffnung, dass es nur eine gewitzte Strategie ist, den Gegner zu verwirren.

Noch 15 Min

Giovanne Elber scheint sich gut vorbereitet zu haben. Er kann Namen aus dem Kader vorlesen. Und falsch aussprechen. Mehr hat er zum Team aus Ghana leider nicht zu sagen.

Noch 2 Min

Tom Bartels versorgt mit wichtigen Zusatzinfos: Der Schiri hat bei der schwedischen Version von Wer wird Millionär gewonnen. 
 

Anpfiff

Endlich! Es geht los. Der Blutdruck steigt. 

1.Min

Klinsmann hat versprochen, dass sie erst nach 20 Minuten ins Spiel finden, aber das war wohl ne Lüge. Einwurf, Pass, Tor (Dempsey). Das geht nicht gut los. Blutdruck im Keller.

----------1:0----------

7. Min

Anschließend wirken die Black Stars etwas fahrig – kein Wunder.

8. Min

Zuckerpass durch die Schnittstelle auf Gyan, der etwas zu hastig abschließt.

18. Min

Auch wenn sie einige Male ins Abseits laufen, das Team aus Ghana macht jetzt das Spiel. Frühe Angriffe, immer der Versuch, die Lücken der Abwehr zu finden und Gyan zu schicken.

20. Min

Die USA stehen ziemlich kompakt und lauern auf Konter.

22. Min 

Einer der starken Konterer ist raus: Altidore hat sich verletzt und wird gegen Johannsson (kennt den irgendwer?) ausgewechselt.

24. Min

Erste Ecke für Ghana, leider geht der Kopfball ins nichts. Das Spiel wird jetzt insgesamt etwas starr.

26. Min

Defensiv stellt sich Ghana nicht so gut an, hohe Bälle reißen gleich große Lücken. Hoffentlich geht das nicht schief.

28. Min 

Zweite Ecke für Ghana. Kommentar Tom Bartels: „Eckstöße häufen sich“. Das ist geBallte Kompetenz.

29. Min 

Erste gelbe Karte: Rabiu schlägt Beckerman bei einem Kopfballduell den Ellbogen ins Gesicht. Unnötiges Foul in ungefährlicher Situation.

33. Min

Dempsey liegt mit blutiger Nase auf dem Feld. Wie hoch kann ein Bein fliegen? Keine Absicht von Boye, aber sah schon lustig aus. Wer es nicht gesehen hat, sollte sich das nochmal ansehen. In Superslowmo!

39. Min

Beide Mannschaften setzen sich voll ein, aber wirken etwas ideenlos. Viel hohe Bälle. Leichte Vorteile für Ghana, aber Konter der USA werden schnell gefährlich.

45. Min

Opare foult Jones, Freistoß aus guter Position. Faustabwehr, Ecke.

45+2. Min

Jones und Muntari mögen sich nicht so. Jones ist immer mal gut für ein böses Revanchefoul, vielleicht wird er ja noch sauer :)

45+5. Min

Ecke für Ghana, schlecht, führt zum Konter, der zum Gegenkonter führt, aber diese sehr aussichtsreiche Situation wird kläglich vergeben.


Halbzeit

Guter Zeitpunkt für eine Pause. Das Spiel wurde zum Ende hin etwas schlechter, beide verloren nach und nach an Dynamik und Spielfreude. Insgesamt hat sich Ghana bisher ganz gut präsentiert, das frühe Tor wurde nach einigen Minuten weggesteckt und sie haben sich auf ihr Spiel konzentriert. Sie setzen auf Pressing, viel läuft im Angriff über die rechte Außenbahn. In einigen Situationen haben sie zwar zum Konter eingeladen, aber das schnelle Umschalten ist im Repertoire vorhanden. Alles ist noch offen, wenn die Halbzeitansprache zu Motivation führt, ist da durchaus noch was drin.

Anpfiff 2.Halbzeit

Weiter gehts. Brooks kommt für Besler. Wer Herthaner einwechselt und sich von Andreas Herzog reinquatschen lässt, kann doch nicht gewinnen, oder?

51. Min

Böser Fehler von Brooks, der aber leider nicht zum Tor führt.

53. Min

Die Nordamerikaner machen hinten wieder zu, doppeln zentral und drängen das Spiel nach außen. Im Zweikampf aber oft unterlegen.

55. Min

Schöner Weitschuss von Muntari, dreht aber vom Tor ab. Jetzt bekommt das Spiel wieder etwas Schwung.

58. Min

Große Chance für Gyan, schicker Kopfball. Und endlich endlich kommt K-P! Jordan Ayew geht für ihn, war bisher auch kaum zu sehen.

62. Min

Ghana drängt auf den Ausgleich, es scheint nur noch eine Frage der Zeit.

69. Min

Asamoah imitiert C.Ronaldo mit Tricksereien. Sieht schön aus und ist überraschend hilfreich.

71. Min

Essien kommt für Radiu.

74. Min

Boateng und Atsu sorgen weiter für Wirbel.

76. Min

Beide Wechseln: Atsu (hat sich wohl kaputt gerannt) geht für Adomah, Klinsmann bringt Zusi für Bedoyah.

79. Min

Ghana wirkt nicht mehr so zwingend, vielleicht fehlt Atsu da zu sehr. Essien bisher nicht so stark beteiligt.

82. Min

Schöner Hackentrick von Gyan gibt Ayew die Chance und er machts! TOOOR!!!

----------1:1-----------

 

83. Min

Jetzt drehen sie wieder auf, wollen unbedingt den Sieg. So habe ich mir das vorgestellt. Sieht aus, als würde es auf das altbekannte 2:1 hinauslaufen, das bisher immer rauskam, wenn die beiden Mannschaften aufeinander trafen.

85. Min

Aber langsam befreien sich die Amerikaner aus der Klammer, Zusi initiiert einige Angriffe

86. Min

Gerade sag ichs noch, da bringt Zusi die Ecke rein und Brooks hält den Schädel hin. Erneute Führung. Völlig unverdient.

----------2:1----------

 

88. Min

Jetzt wirds hektisch, aber die USA lassen sich natürlich Zeit. Es gibt 5 Minuten oben drauf. Hoffentlich reicht das aus. Der Ausgleich wäre mehr als angemessen.

90. Min

Gelb für Muntari. Und die Zeit läuft.

 

Abfiff nach 5 Minuten Nachspielzeit. 

Scheiße. 

 

Fazit 

Sie hätten den Sieg wirklich verdient, die zweite Halbzeit lag fast komplett in ihren Händen. 2 Minuten haben sie die Amerikaner spielen lassen, die machen aus einer Ecke das Tor. So gehen sie mit 0 Punkten raus. Das ist Darts. Dritter Platz in der Gruppe, jetzt wirds richtig eng. Positives aus diesem eigentlich schlecht gelaufenen Tag: Verletzte bei allen Gruppengegnern, Rot bei Portugal. Mal sehen, ob das noch was bringt, um sich trotz dieser Niederlage im so wichtigen Spiel noch den Weg ins Achtelfinale zu erkämpfen. Auf jeden Fall hat sich die Klasse dieser Mannschaft heute gezeigt: Muntari, Atsu und Boateng sind immer in der Lage, aussichtsreiche Chancen zu erkämpfen, nur die Verwertung ist durchaus ausbaufähig. Es bleibt also spannend, als nächstes kommt Deutschland. Ein Sieg ist hier so oder so Pflicht.

 
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1Großartig allerdings die Reaktion des Interviewers auf die Aussage von Mats Hummels, er hoffe, seine angenommene Verletzung sei wirklich nur ein leichter Schlag: „Das hoffen wir nicht“

Dienstag, 17. Juni 2014

Der erste Streich

3:1 gegen Australien - für Chile war es ein Auftakt nach Maß. So führte das Team um Arturo Vidal bereits nach 15 Minuten mit 2:0, kam danach zwar noch etwas unter Bedrängnis, doch das war einzig und allein der Tatsache geschuldet, dass man bei 30 Grad Hitze und einer deutlichen Führung den letzten Schritt auch nicht mehr machen muss. Da die Spanier - Chiles nächster Gegner - gegen die Niederlande mit 5:1 brachial und für einen amtierenden Weltmeister ungebührlich unter die Fahrräder kamen - eine weise Entscheidung. Denn das Team des überalterten Cassillas wird erpicht sein, ein Schicksal wie es Frankreich 2002 ereilte - ein Aus in der Vorrunde als Titelverteidiger - zu vermeiden und in Ramos`scher Manier ringen. Nur helfen, wird es nichts. Die Prognose: Chile feuert Spanien raus! Mittwoch (18.06.) um 21:00 in Rio de Janeiro.

Montag, 16. Juni 2014

England: "The heat is on"

England-Italien (1:2 )

"The pressure's high, just to stay alive
'Cause the heat is on"


Das Spiel gegen den schwersten Gruppengegner haben die "Three Lions" damit hinter sich gebracht. Im Stadion Arena Amazonia in Manaus wurde bei Verhältnissen die dem inneren Gebäudeteils des Alfred Brehm Hauses des Berliner Tierparks alle Ehre gereicht hätten leider gegen die "Squadra Azzurra" verloren. (M)ein typisches Pro Evo Ergebnis. Sah gut aus, man spielt mit und wird dann doch kaltschnäuzig abgezogen.

USA: Endspiel für Klinsmann

Heute startet die Todesgruppe der WM 2014. So zumindest wird die Gruppe G in den USA genannt. Während sich die BRD-Auswahl mit Portugal misst, muss das US-Team am frühen Abend (Ortszeit) gegen Ghana ran.


Ghana? War da nicht was? Genau dieses Team beendete den letzten Höhenflug des US-Teams bei der WM 2010. Erstmals unter den besten 16, musste das US-Soccer-dann gegen Ghana ausscheiden. Und auch bei der WM 2006 trafen beide Teams aufeinander. Ergebnis: Sieg für Ghana. Für das von Klinsmann trainierte Team geht es jedoch nicht nur um eine Revanche, sondern um das Weiterkommen. Eine Niederlage gegen Ghana wäre bei den folgenden Gegnern bedeutend mit dem vorzeitigen Turnier-Aus.

Und mehr als das Team steht Klinsmann und seine Visionen im Mittelpunkt. Eine Niederlage und der vorzeitige Abschied von der WM könnten das Ende seiner Arbeit im US-Amerikanischen Verband einläuten. Mißtrauisch wird die Arbeit von Klinsmann schon lange beäugt. Frisch übel genommen wird ihm, die öffentlich vorgetragene Einschätzung, dass sein Team den World Cup nicht gewinnen könne. Der New York Times gegenüber äußerte er:
“Wir können den Worldcup nicht gewinnen, weil wir noch nicht auf diesem Level sind. Für uns würde das bedeuten sieben Mal das Spiel unser Spiele zu spielen. Realistisch gesehen ist das nicht möglich.”
Für viele Kommentatoren in der erfolgsorientierten US-Sportswelt ist das zu viel Realismus. Zudem wird ihm vorgeworfen die Mentalität im Lande trotz jahrelangen Wohnsitzes in den USA noch nicht verstanden zu haben. Klinsmann ruderte dann gestern auf der Pressekonferenz am Sonntag zurück und verkündete, das er zwar ein Rückflug Ticket in die USA schon gebucht hätte, jedoch datiert auf einen Termin nach dem Finale.

Für Verdruß sorgt zudem die Personalpolitik des Coaches. Besonders die Demontage des Auswahl-Helden Landon Donovan sorgt für harsche Kritiken. Nun ist Donovan zwar bei der WM dabei, aber als Kommentator bei ESPN. Der Arbeitsweise Klinsmanns ist es zu dem geschuldet, das bis zum Schluß an der Startformation gefeilt wird. Kein Spieler, egal welche Vergangenheit er im US-Verband hat, hat einen Startplatz garantiert. Das sorgt für Unsicherheit, jedoch mehr bei der Presse als bei den Spielern, die sich dem Trainer und seiner Erfahrung unterordnen.

Gespielt wird in Natal, genau dort wo das Regenspiel zwischen Mexiko und Kamerun am Freitag stattfand. Und so wird das Wetter auch eine entscheidende Rolle spielen. Am Sonntag schien zwar erstmals kurzzeitig die Sonne. In den 36 Stunden zuvor regnete es jedoch so viel wie sonst fast im ganzen Monat Juni. Eine Gefährdung des Spielortes soll jedoch nicht gegeben sein, jedoch könnten die Platzverhältnisse Klinsmanns angriffsbetontes Spiel ausbremsen und damit auch seinen Trainerposten.



LIVE im TV wahlweise auf ESPN, ARD oder TRT1 (24:00 Uhr)

Ghana – geheimster Geheimfavorit



Während sie vor vier Jahren von Einigen mit dem beliebten Wort „Geheimfavorit“ bedacht wurden, scheint dieses mal Ghana niemand auf dem Zettel zu haben. In Südafrika kamen sie bis ins Viertelfinale – und waren damit das bisher erfolgreichste Team aus Afrika – scheiterten dann aber recht unglücklich gegen Uruguay (verschossener Handelfmeter und anschließend Pech im Elfmeterschießen). Bleibt zu hoffen, dass Elfmeter trainiert wurden, um in Brasilien nicht an den gleichen Problemen zu scheitern.

Bei dieser dritten WM-Teilnahme spielen sie eine große Rolle beim (erhofften) Vorrundenaus der deutschen Elf, denn ein Sieg gegen die "Krauts" könnte dazu führen, dass es in der Gruppe G ganz schön eng wird. Bisher ist es ihnen nicht vergönnt gewesen, gegen Löws Auswahl siegreich vom Platz zu gehen, aber wer weiß... Ein Boateng hat es noch immer geschafft, für Überraschungen zu sorgen – und wenn nur durch Verletzungen zentraler Spieler.


Nach sehr erfolgreicher Qualifikationsrunde (5 von 6 gewonnene Spiele) haben die sogenannten „Black Stars“ im Testspiel gegen die Niederlande versteckt, was sie drauf haben (0:1), gegen Südkorea feierten sie aber ein glamouröses 4:0 und lassen damit auf sehenswerte Partien hoffen. Das Mittelfeld verspricht auf jeden Fall große Spielkultur: Mit Essien und Muntari gibt es zwei zentrale Motoren, die mit Kevin-Prince, den beiden Ayews (die Söhne von Abedi Pele), Kwadwo Asamoah und Gyan genügend prominente Spieler haben, auf die man zählen kann. In der Gruppe G gelten sie als Underdog – gegen die USA, Portugal und Deutschland gilt es als fast unmöglich, die Gruppenphase zu überstehen. Aber man sollte sie nicht unterschätzen, den gerade diese Rolle macht so einige Mannschaften erst stark.

Im Auftaktspiel treffen sie auf die von Klinsmann trainierte Mannschaft der USA – ein Spiel, das sie schon zweimal gewinnen konnten. Ein Sieg sollte also drin sein und dann wird sich zeigen, wie sich die Dynamik in dieser schwierigen Gruppe entwickelt. Es wird spannend und Ghana als geheimster der Geheimfavoriten wird daraus hoffentlich zumindest als Gruppenzweiter hervorgehen.

Spiele in der Vorrunde:
17.6. 0:00 Ghana – USA
21.6. 21:00 Deutschland – Ghana
26.4. 18:00 Portugal – Ghana

Samstag, 14. Juni 2014

Geheimfavorit England

Sie spielen immer mit und sind doch nicht dabei. Das "Mutterland des Fußballs" hat uns zwar dieses schöne Spiel beschert, aber irgendwie wurde dann das Spielzeug weggenommen. Seit der gewonnenen Weltmeisterschaft 1966 rennen sie immer brav mit, aber belohnt wird das ganze nicht wirklich. So muss man als Fan der "Three Lions" eine Menge Leidenschaft und Leidenskraft mitbringen da die Erwartungen immer gut unterboten werden, was eventuell an der Höhe derselbigen liegen mag, aber tief stapeln ist ja auch irgendwie langweilig. So ist die "Premier League" zwar das leistungstechnische Aushängeschild, aber da spielen halt nicht nur Engländer bzw. dürfen die anderen nicht in die Nationalmannschaft. Schade eigentlich, aber so isses.

Es wird voraussichtlich also alles beim Alten bleiben, mit ein paar Ausnahmen und Fakten die sich wiederholen und klar zeigen, dass sie es dieses mal ganz sicher schaffen. Es hat was mit den Jahreszahlen und zusammengeklaubten Fakten zu tun.

1966 gewann Real Madrid den Pokal der Landesmeister und Athletico die Meisterschaft in Spanien, im englischen FA Cup drehte ein Team einen 0:2 Rückstand und der Abstieg des FC Fulham stand fest. Das zum Fussball. Wer über den Fussballteller hinaus schaut erkennt auch noch klar den Sieg Österreichs beim Eurovision Song Contest. Wenn das nichts ist. Wer noch mehr Parallen findet, immer her damit! Das Stephen Hawking seine Zeit dann auch noch in die Analyse für England investiert, kann doch nur noch das bekannte i-Tüpfelchen sein.

Zum Kader selber gibt es noch nicht soviel zu sagen, ausser: Die Mischung machts. Der Generationenwechsel wird vollzogen und ist mehr als notwendig und der hungrige Nachwuchs verdrängt zwar die Charaktere der letzen Jahre, aber der Wechsel könnte in dem Fall auch der Trumpf sein der sticht.

Die Gruppe ist kein Zuckerschlecken und mit Italien und Uruguay wird sich England mehr als schwer tun und mit Costa Rica wird es ähnlich gehen. Wäre nicht das Erste mal das England als "Favorit" über Teams stolpert die sie eigentlich klar im Sack haben sollten. Das Achtelfinale wäre eine Überraschung für alle und eine schöne dazu.

Freitag, 13. Juni 2014

Freitag der 13. für Giovanni dos Santos

Er galt einst als der kommende Superstar und wechselte passend zum heutigen Datum bereits im Alter von 13 Jahren aus Mexico zum großen FC Barcelona. Doch so richtig erfüllen konnte er die Erwartungen der Katalanen nicht. 

Nach Stationen bei Galatasaray und Tottenham ist er mittlerweile wieder zurück in Spanien beim FC Villareal. Er kämpft immernoch damit, das Image des ewigen Talents loszuwerden.

Mit Unebenheiten in der Karierre kennt sich Giovanni also aus, doch was er heute erlebt hat, ist nicht mehr mit Worten zu beschreiben. Beim WM-Auftakt gegen Kamerun erlebte er seinen ganz persönlichen Freitag den 13.. Gleich zwei reguläre Tore wurden ihm aberkannt. Nicht irgendwelche Tore, sondern Tore beim World Cup - die bekanntlich das Maß aller Dinge sind. Schwacher Trost für den tragischen Held des Tages, Mexico gewinnt am Ende mit 1:0. 







Donnerstag, 12. Juni 2014

USA: Go for it !

Außenseiter - Spitzenreiter hieß eine populäre Sendung im DDR Fernsehen, bei welcher skurriles und aberwitziges thematisiert wurde. Ich habe mich immer gefragt was wohl in der Redaktion des Realsatire-Programms im realexistierenden Sozialismus so passiert ist und wie man sich da wohl fühlte. Nun in einem US-Amtrax-Zug, der mir von meinen Bruder angekündigt wurde als Fortführung der DDR auf Schienen, sitze ich und darf meinen Vorbericht schreiben über meinen WM-Favoriten, - die USA.


Nun schon zum siebten Mal in Folge und insgesamt zum zehnten Mal nimmt eine US-Auswahl an der Fußballweltmeisterschaft teil. Und klarer als dieses Mal konnte die Qualifikation noch nie gewonnen werden. Platz Eins in der CONCACAF- Quali-Runde und Titelgewinn beim Gold-Cup: Sechs Siege in sechs Spielen. Auch die BRD-Auswahl konnte sich von den Spielqualitäten, der von Jürgen Klinsmann trainierten US-Boys überzeugen. In einem Freundschaftsspiel im Juni 2013 siegte das US-Team mit 4:3.


Die Vorbereitung nach der Bekanntgabe des Kaders lässt aufhorchen. Drei Spiele, Drei Siege. (Aserbaidschan 2:0, Türkei 2:1, Nigeria 2:1)Und dabei geben nicht nur die Spielergebnisse Anlass zur Freude. Besonders die gewitzte Spielart gefällt Fans und Kritikern. Mit welcher Leichtigkeit, das mit international erfahrenen Spieler gespickte Team ans Werk geht verdeutlicht symbolisch ab Minute 1:08 einUS Angriff mit sehenswertem Abschluß-Trick von Kapitän Clint Dempsey.





Der Klinsmann-Faktor

Auch wenn Jürgen Klinsmann nicht unbedingt die Position des Sympathen hat, symbolisiert er jedoch die Hoffnungen des Teams. Christina Becker Juristin und ehemalige Jugend-Fußballtrainerin verzieht das Gesicht wenn sie auf Klinsmann angesprochen wird. „ Kaum einer mag ihn, doch als Trainer des US-Teams ist er das Beste was passieren konnte.“ Mit seiner Erfahrung von über 100 Länderspielen und dem Gewinn der Weltmeisterschaft von 1990 ist er für die Spieler eine lebende Legende und ein Erfahrungsschatz aus dem das Team schöpfen kann. Ansonsten können nur einige US-Spieler auf bescheidene Erfolge zurückblicken. Ein paar waren dabei, als bei der WM 2010 der Einzug unter die letzten 16 gelang, einige waren nur am TV-Gerät dabei. Als Klinsmann dann vor drei Jahren das Traineramt übernahm forderte er die Spieler auf im Ausland Erfahrungen zu sammeln und versuchte seine Philosophie, seine Fußball-Ethik und seine taktischen Einstellungen zu vermitteln. Doch sein Ding ist es das Selbstbewusstsein, denn letztendlich sind die Spieler allein auf dem Platz.

Auf und Neben dem Platz

Jedes Team hat seine Spielfiguren die ein Team zusammenhalten und motivieren können. Zu diesem Kern des US-Teams zählen Keeper Tim Howard, die Mittelfeldspieler Michael Bradley und Jermaine Jones, sowie die Offensiv-Kräfte Clint Dempsey und Jozy Altidore. Alle bis auf Jones waren dabei als der Einzug unter die letzten 16 beim letzten Worldcup gelang. Und wie es sich Klinsmann gewünscht hat, haben knapp mehr als die Hälfte des Aufgebotes Erfahrungen im Ausland gemacht, zumeist in Europa. Die Stimmung im Team ist gelöst, wird öffentlich doch kein Druck gemacht. Die Fans füllten zwar die Stadien während den Vorbereitungsspielen, doch Soccer steht noch immer nicht im Blickpunkt der Mainstream Medien. So lässt es sich ganz gemütlich im Kreise von Freunden arbeiten. Die Mission Worldcup2014 ist eher eine Werbekampagne für den Sport im Land an sich. Und dazu wird reichlich die Werbetrommel gerührt. „One Nation. One Team“ , so lautet das nicht besonders einfallsreiche und für europäische Ohren unangenehme Assoziationen weckende Motto des US-Soccer-Teams. Im Land Hollywoods darf dazu eine Video-Botschaft natürlich nicht fehlen. Gleich ganze 23 Botschaften sind es dann geworden. In der Serie „One Nation. One Team. 23 Stories“ stellen sich in bester Old-School MTV-Manier die Stars des Teams und ihren Sport vor. So macht man Werbung in den Staaten für Soccer.



Denn das hier noch einiges zu tun ist, zeigt sich jedem US-Besucher dieser Tage. Es werden zwar im ganzen Land Trikots für World-Cup Teams verkauft, doch auf den Straßen finden sich die Jerseys des US-Teams nicht. Bei einem Shop in Manhatten, wurde ich auf Nachfrage nach dem US-Trikot von den Verkäufern nur ausgelacht. „US-Trikot? Die spielen doch Scheiße. Hier guck´ wir haben Trikots von Brasilien, Mexiko oder aus Europa Italien. Aber US? Das kauft doch niemand.“ Auch sonst sind die einzigen Orte an denen so etwas wie WM-Stimmung eingefangen werden kann, die Läden die Südamerikaner, oder Irish-Pubs oder Bier-Brauereien. Da verwundert es auch nicht, dass die Sprechchöre der auch in Brasilien zahlreich anwesenden US-Fans Anlehnungen aus anderen Ländern sind. So wird man hier wieder das aus der Türkei bekannte abgewandelte „lalalalalaaaaa uuuuuuussssssaaaaaa“ hören.


Die Todesgruppe

Gegner der USA sind in der Gruppe G Ghana, Portugal und die Bundesrepublik. Es hätte kaum schlimmer kommen können. Mit Ghana hat die USA ihren Angstgegner gleich als ersten Spielpartner. In der WM 2010 schied die USA genau gegen Ghana aus. Nur eine gelungene Revanche im Auftakt würde die Chancen auf ein Weiterkommen bringen. Danach gegen Portugal und Deutschland wird die Defensive entscheiden. Die Spiele gegen diese beiden Teams finden am Nachmittag statt. So wird die Fitness eine entscheidende Rolle spielen und das US-Team gilt nicht erst seit Klinsmann als eines der fittesten.

Pro USA

Für die USA zu sein ist nun nicht gerade in. Die US-Versteher bestehen zumeist aus gesellschaftlichen Randgruppen. Zuerst fallen die Konservativen oder die Trucker-Freunde ein, heut zutage ergänzt von pro-amerikanischen politischen Splittergruppen, wie den islamophoben von pi-news oder den islamophoben Anti-Deutschen. Doch im Fußball kann man bedenkenlos für die USA sein. In kaum einem Team stehen so viele offensichtlich als Freaks geborene Protagonisten und das Team hat ein erfolgreich gepflegtes Underdog-Image. Und trotz des schwer verdaulichen Team-Slogans, ist die multikulturelle Zusammenstellung des Teams sympathisch. Ein Erfolg des US-Teams würde zudem die euro- und südamerikazentrierte Fußballwelt gehörig durcheinander würfeln und dem Sport in den USA zu einem weiteren Boom verhelfen. Denn das Potential ist da, so sieht man im Land auf den zahllosen Sportplätzen nun schon auch immer mehr transportable Soccer-Tore. Außenseiter – Spitzenreiter. Go for it.



Eckdaten:
Gruppe G

Ghana vs. USA 16. Juni (Natal)
USA vs. Portugal 22. Juni (Manaus)
USA vs. BRD 26. Juni (Recife)

Joga Bonito - Weltmeister 2014



Weltmeisterschaft in Brasilien - mehr Fußball geht nicht! Tempo, Tricks und Tore werden wir zusehen bekommen. Das Ganze in Perfektion beherrscht seit jeher keiner besser als die Gastgeber höchstpersönlich. Logische Konsequenz ist, dass Brasilien seinen sechsten Titel holt. 
 
Die Brasilianer werden alle Fans und Kritiker mit ihrer Spielweise in Ekstase versetzen und die Gegner in bester Manier wie Slalomstangen aussehen lassen. In den letzte Jahren haben die Brasilianer kaum ein Pflichtspiel bestritten, da sie für die WM gesetzt waren. Und so wird sich Stärke der jetzt schon hochgehandelten Brasilianer erst während des Turniers zeigen. Was ich meine, hat man ansatzweise schon im letzten Jahr beim Confed-Cup bewundern können. Brasilien siegte im Finale gegen chancenlose Spanier mit 3:0.

Bei der Kaderzusammenstellung ging der Teamgeist vor. Filipe Scolari normierte die 23 Spieler, welche schon im Vorjahr dabei waren. Er verzichtete auf große Namen wie Kaka und Ronaldinho und hat sich damit nicht nur Freunde gemacht. Aber sein Team ist intelligent zusammengestellt. Da finden sich der in Europa unterschätzte Fred im Sturm und Mittelfeldspieler wie Paulinho und Hernanes. Allesamt keine Weltstars, aber die Chemie stimmt. Die Truppe wird angeführt von den Leadern Thiago Silva und Ramires. 

Mit Oscar, Willian, Bernard, Fernandinho und Neymar kommen dazu jeder Menge junge Spieler die Zaubern können wie zuletzt die Weltmeister von 2002 Rivaldo, Ronaldo, Roberto Carlos und Kollegen. Nebenbei bemerkt, Trainer damals wie heute: Felipe Scolari. Insbesondere von Neymar werden die Europäer Dinge sehen, die sie bisher nicht kannten. In Barcelona hat er in 41 Spielen 15 Tore und 15 Assists verbuchen können. Eine ordentliche Saison. Aber bei der WM wird er wieder explodieren - so wie man ihn kennt aus seiner Zeit beim FC Santos. Das System ist genau auf ihn abgestimmt und genau wie bei Ronaldinho 2002 weiß Scolari genau, wie er seinen spektakulärsten Spieler zu perfekter Effektivität lenken wird. In der Nationalmannschaft hat Neymar in 48 Spielen 30 Mal getroffen. Bei der WM werden einige Tore hinzukommen.
Das Team, welches sich stark mit den Demonstranten im eigenen Land solidarisiert hat, will den Brasilianern zudem den Traum vom WM-Titel im eigenen Land schenken. Dass dieser Druck zu groß für das Team sein wird, glaube ich nicht. Die Spieler werden Kraft und Motivation daraus schöpfen, wie beeindruckend ihre Fans, Freunde, und Familien für ein gerechteres Brasilien kämpfen.

Dienstag, 10. Juni 2014

Argentina - Wo Fußball mehr ist als eine Religion

Bei uns bzw. bei denen „ist Fußball wie eine Religion“. Wie oft hat man dieses Satz schon gehört, gilt er doch bei Brasilianern ebenso wie bei Südafrikanern, Kroaten oder – vergleicht man die schwindende Anzahl der Kirchgänger mit den steigenden Zuschauerzahlen in der Bundesliga – am Ende auch bei uns Deutschen.

Ein Tag in Buenos Aires jedoch zeigt, dass Fußball auch mehr sein kann als Religion. Fußball ist überall, Fußball ist Thema Nr. 1, Fußball ist alles, was zählt. Die Stadt, die als Welthauptstadt des Fußballs gilt, atmet Bälle, Taktiken und Spielzüge. Vierzehn der zweiundzwanzig Vereine der ersten argentinischen Liga kommen aus Buneos Aires und jeder einzelne wird hingebungsvoll vergöttert, sei es River Plate, die Boca Juniors oder auch „kleinere“ Vereine wie Racing oder Independiente. Welche Magie dieser geballte Fußballwahn ausübt, aber auch welche Konflikte dadurch in einer Stadt mit gefühlt 500 Derbys pro Saison aufkommen, zeigt z.B. die Dokumentation „Ekstase und Schock – Die Fußballhauptstadt Buenos Aires“ recht eindrucksvoll.

Aber all die Rivalität, die der argentinische Fußball nach innen ausstrahlt, wird in den nächsten Wochen keine Rolle spielen, denn da thront über allem nur eines: La Albiceleste! Stellt man sich vor, all die Energie, die die Argentinier in ihren alltäglichen Fußball einbringen, wird für vier Wochen gebündelt und auf die „Weiß-Himmelblauen“ übertragen, muss einem fast Angst und Bange um eine ganze Nation werden, egal was passiert. Wie das dann auf den Rängen aussehen kann, sieht man z.B. in Ansätzen hier (Man beachte den prominenten Mitsinger und den verdutzten Holländer):

 
Ein weiterer Grund, warum Fußball in Argentinien mehr ist als eine Religion, zeigt sich in der Verehrung ihrer Gottheit. In den Straßen von Buenos Aires hängt sie in jedem Laden, ziert 9/10 aller Souvenirs und strahlt von jeder Hauswand. Die Rede ist von „El Diez“, „Pibe de Oro“, der „Hand Gottes“, the one and only: Diego Armando Maradona. Dem kleinen, leicht pummeligen Ballkünstler mit dem Hang zu leistungsfördernden und bewusstseinserweiternden Mittelchen wird eine Vergötterung zuteil, der der Begriff kaum gerecht wird, da wohl jeder Gott dieser Welt im Verhältnis nur neidisch sein kann. Und auch die große Anzahl der „Maradonistas“ rund um den Globus unterstützt die Annahme, schaut euch nur mal die Anzahl der Diegos an, die heute in Neapel registriert sind und jeden Morgen das "Diego unser" beten. Es gibt nicht nur ein Lied über Maradona, es gibt sogar eine „Top Ten der besten Lieder über Maradona“Mein Favorit ist Manu Chao, „La vida tombola“. Das Leben ist eine Lotterie. Treffsichere Poesie.
Heute, so könnte man meinen, sollte längst ein anderer argentinischer Fußballer den Gottesstatus erreicht haben: Lionel Messi. In den letzten Jahren (abgesehen von diesem) stets zum besten Fußballer des Universums gekürt, ist er prädestiniert dafür, Maradona vom Gottesthron zu stoßen. Allerdings wollte ihm das bisher nicht so recht gelingen, konnten die Leistungen von „La Pulga“ (dem Floh) im Dress der Albiceleste doch nie so richtig an die beim FC Barcelona anknüpfen. Ob es am hohen Erwartungsdruck oder dem abweichenden Spielsystem liegt, weiß keiner genau. Aber es wird definitiv Zeit, dass sich das ändert. Der wertvollste Spieler der Welt ist er weiterhin mit großem Abstand – Da kann CR7 so viel posen, wie er will und Real noch so viel für ihre walisische Elfe hinblättern.
So, genug Blabla. Kommen wir zur entscheidenden Frage hier bei der VAHA-WM: Warum wird Argentinien Weltmeister? Dazu gibt es ein paar Hypothesen:
Hypothese 1 – Übernatürliche Kräfte
Wie schon im ersten Absatz beschrieben, lässt sich für unsereins kaum erahnen, welche Energie und grenzenlose Euphorie bei den Fans der „Gauchos“ (nennt sich oder die Mannschaft in Argentinien keine Sau) freigesetzt wird, wenn es endlich los geht. Schlagkräftig ist die Unterstützung bisweilen auch. Wenn dazu auch noch der Übergott mit Sixpack antanzt und den Sieg prophezeit kann eigentlich kaum noch was schiefgehen. 
Hypothese 2 – Der Südamerika-Faktor
Fakt 1: Weltmeisterschaften in Südamerika können nur südamerikanische Teams gewinnen.
Fakt 2: Brasilien kann zuhause keine WM gewinnen.
Fakt 3: Argentinien ist mindestens die zweitbeste Mannschaft Südamerikas.
Fakt 1+2+3= Argentinien wird Weltmeister
Nicht zu vergessen, die Rivalität zwischen beiden Mannschaften und wie süß der Erfolg schmeckt, wenn der Cup im Land des Erzrivalen geholt wird.
Hypothese 3 – Die ÜberOffensive
Ein schöner Vergleich ist bspsw. die Stürmer-Spalte im deutschen und argentinischen Kader. Unserem alten Haudegen Miro Klose stehen auf argentinischer Seite Namen wie Gonzalo Higuaín, Ezequiel Lavezzi, Sergio Agüero und natürlich Messi gegenüber. Einen Carlos Tevez ließ man gar ganz galant gar zuhause. Ein Traum, sich so etwas leisten zu können. Dahinter lauert unter anderem Angel di Maria, für mich der überragende Akteur im Champions League Finale. Und auch wenn sich die Defensive nicht ganz so prominent liest, sind mit Zabaleta und Garay auch zwei Kanten dabei, auf die kaum ein Team der Welt verzichten könnte.
Hypothese 4 – It’s Messi Time
Hört sich im ersten Moment komisch an, aber Messis kleines Tief in der vergangenen Saison könnte der ausschlaggebende Faktor für Argentiniens dritten WM-Titel werden. Es ist ein wenig ruhig geworden um den kleinen Floh, was wiederum zur Folge haben könnte, dass er endlich einmal entspannt aufspielen kann, ohne die maradonsche Last auf seinen Schultern. Außerdem hat er nach dem verlorenen Goldenen Ball noch etwas gut zu machen. WM-MVP wäre da doch schon etwas. Und wer sonst, als Lionel Messi hätte diesen Titel verdient (ohne jetzt gespielt zu haben)? Neymar? Ich geh mal kurz brechen.